Haßfurt

Die Haßfurter "Hawks" feiern den ersten Sieg

Der ESC Haßfurt setzt sich im Kellerduell gegen den EHC 80 Nürnberg am Ende knapp mit 3:2 durch.
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David Franek (Zweiter von links) hat die "Hawks" mit 2:0 in Führung geschossen und feiert den Treffer mit Frederic Rambacher und Kapitän Ales Stribny. Foto: Ralf Naumann
David Franek (Zweiter von links) hat die "Hawks" mit 2:0 in Führung geschossen und feiert den Treffer mit Frederic Rambacher und Kapitän Ales Stribny. Foto: Ralf Naumann
Haßfurts Trainer Martin Reichert formulierte vor der Partie unmissverständlich seine Zielsetzung: "Ich will da gewinnen." Seine Mannschaft erfüllte ihm diesen Wunsch. Mit 3:2 behielten die "Hawks" in der Eishockey Bayernliga beim EHC Nürnberg die Oberhand.

EHC Nürnberg - ESC Haßfurt 2:3
Der erste "Dreier" in der Bayernliga wurde nicht nur von Mannschaft und Trainer, sondern auch von den knapp 100 ESC-Fans, die in der kleinen Nebenhalle der "Arena" ganz klar den Ton angaben, ausgiebig gefeiert.
Dabei hätten sich die Haßfurter Puckjäger fast noch selbst um den verdienten Lohn der besten Saisonleistung seit langem gebracht.

Innerhalb von zwei Minuten gaben sie eine 2:0-Führung wieder aus der Hand. "Wir hatten über zwei Drittel alles im Griff", sagt Reichert. Noch nie in dieser Saison spielten die "Hawks" so dominant.
Einzig der überragende Nürnberger Schlussmann Tobias Güttner, gepaart mit eigenen Unkonzentriertheiten und mangelnder Abgebrühtheit vor dem Tor, waren ausschlaggebend, dass einzig Eugen Nold und David Franek die Gäste jeweils bei Überzahl nach vorne schossen (24./33.).

Güttner, der bereits für die Hamburg "Freezers" in der Deutschen Eishockeyliga und auch viele Jahre für den Zweitligisten "Eispiraten" Crimmitschau spielte, stand zeitweise unter Dauerbeschuss. Dagegen musste sein ebenfalls glänzend aufgelegtes Gegenüber Martin Hildenbrand im zweiten Abschnitt nur drei Torschüsse abwehren. Hätten die Haßfurter, die alleine mehrere hochkarätige Alleingänge in den Sand setzten, in dem Kellerduell zu diesem Zeitpunkt mit 6:1 in Front gelegen, hätte sich niemand beschwert.

Chaos auf beiden Seiten

"Doch", so ein eingefleischter ESC-Fan nach der Partie, "die Hawks hatten wohl Angst davor, die Partie tatsächlich zu gewinnen". "Das war Chaos auf beiden Seiten", sagt Martin Reichert, der im Schlussdrittel wohl des Öfteren einem Herzinfarkt nahe war. Erst recht, als erst Michael Gietl (48.) sowie wenig später Björn Reiser (50.) ohne Not zum 2:2 ausglichen.

"Manche haben wohl gedacht, jetzt geht es von alleine weiter", ärgerte sich auch Kapitän Ales Stibny über den völlig unnötigen Blackout. Sollte die überlegene Arbeit der ersten beiden Abschnitte wieder zunichte sein? "Wir wollten unbedingt diesen Sieg." Er und seine Teamkollegen stemmten sich mit aller Macht gegen eine weitere Pleite. Mit Erfolg: Nach einem schnellen Angriff folgte letztlich die Erlösung. Über David Franek kam der Puck zu Beppi Eckmair, der fünf Minuten vor dem Ende das umjubelte 3:2 erzielte. Mit Mann und Maus sowie mit letztem Einsatz brachten die "Hawks" den Vorsprung über die Zeit und beendeten somit die seit Ende November 2013 andauernde Pleitenserie im 15. Anlauf.

"Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben", lautete die Bilanz von Martin Reichert nach der Schlusssirene. "Ich freue mich einfach für die Mannschaft. Wenn wir das Spiel heute wieder hergeschenkt hätten, dann wäre wahrscheinlich ein starker Einbruch gekommen."

Ein dickes Lob, da waren sich ESC-Verantwortliche und Fans einig, galt den Unparteiischen. "Die haben heute endlich wieder das Spiel in den Mittelpunkt gestellt und nicht sich", freute sich Abteilungsvorstand Peter Vogel über eine "tadellose Leistung" von Andreas Guck sowie seinen beiden Assistenten und fügte hinzu: "Da sieht man, dass es auch anders und vor allem gerecht geht." "Das war heute eine super Leistung", stimmte Ales Stribny zu.

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