Ebern
Gesundheitsversorgung

SPD fordert Kinderarzt in Ebern und Einschulungsuntersuchung vor Ort

Im Bereich Ebern wünschen die Bürger einen Kinderarzt. Dafür erhielt Landrat Schneider eine Liste mit Unterschriften der Eltern.
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Patricia Walther, Barbara Hahnlein und Eckart Roeß übergeben mit Bürgermeister Jürgen Hennemann Landrat Wilhelm Schneider die Unterschriftenliste mit dem Wunsch nach Ansiedlung eines Kinderarztes in Ebern.  Foto: Roeß
Patricia Walther, Barbara Hahnlein und Eckart Roeß übergeben mit Bürgermeister Jürgen Hennemann Landrat Wilhelm Schneider die Unterschriftenliste mit dem Wunsch nach Ansiedlung eines Kinderarztes in Ebern. Foto: Roeß
Vertreter des Ortsvereins der SPD Ebern trafen sich nach einer Mitteilung des SPD-Ortsvereins Ebern in der Cafeteria der Haßberg-Kliniken Haus Ebern mit dem Landrat Wilhelm Schneider. Sie übergaben eine Unterschriftenliste mit der Forderung nach einem Kinderarzt im nördlichen Landkreis Haßberge.


Initiatorin ist Barbara Hahnlein

Die Aktion hatte Barbara Hahnlein, selbst Mutter kleiner Kinder mit leidvollen Erfahrungen, in Facebook und in Geschäften gestartet. Sie hatte Anklang, besonders bei den jungen Familien gefunden. Über 400 Bürger, auch aus den Nachbargemeinden Rentweinsdorf, Maroldsweisach und dem Baunachgrund haben ihren Wunsch nach einem Kinderarzt, oder zumindest Kinderarztsprechstunden in Ebern, auf Unterschriftenlisten und auf der Facebookseite geäußert.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Eckart Roeß, selbst Vater von zwei Kinder, hofft laut Pressemitteilung, mit diesem Gespräch mit dem Landrat Schneider und Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann einen Fuß in die Tür für eine mögliche zukünftige Kinderarztversorgung zu bekommen. Laut Schneider komme es sehr auf das Wohlwollen des in Haßfurt ansässigen Kinderarztes an. Schneider hielt es laut SPD für möglich, dass in naher Zukunft etwas für kranke, verletzte Kinder, auch in den nördlichen Haßbergen, möglich wäre.

Aus Vorgesprächen mit dem Kinderarzt zitierte der Landrat, dass "wenn alle Kinderartzstellen in der Praxis in Haßfurt besetzt sind, eine Sprechstunde in Ebern möglich sein kann". Als Örtlichkeit schlug Bürgermeister Hennemann eine der in Ebern ansässigen Hausartzpraxen vor.
Ein Anfang und eine Stimmungs- und Bedarfsabfrage wäre gemacht, sagte Barbara Hahnlein bei der Übergabe der Unterschriftenliste.


Einschulungsuntersuchung

Als weiteres Anliegen brachten die SPD-Vertreter die Organisation der Vorschuluntersuchen in den Kindergärten vor. Diese sollen nach Haßfurt zentralisiert werden. Das sei in einer Bürgermeisterdienstbesprechung vom Gesundheitsamt den Bürgermeistern mitgeteilt worden, bestätigte Bürgermeister Hennemann. Dafür gebe es planerischen Gründe; außerdem herrsche Personalmangel. Dagegen sprachen sich Bürgermeister Hennemann sowie Bürgermeisterkollegen aus der Baunach Allianz aus.


Ein Arzt kommt nach Ebern - Viele Eltern müssen nach Haßfurt fahren

Bisher war die Ärztin vom Gesundheitsamt zum persönlichen Gespräch in die Einrichtungen vor Ort gekommen und erlebte die Kleinkindern in deren gewohnter Umgebung. Die Einschuluntersuchung für das Schuljahr 2018/2019 soll anders laufen. Die Eltern der kirchlichen Kindertagesstätte "Arche Noah"in Ebern wurden gebeten, mit ihren Kindern zur Voruntersuchung nach Haßfurt zu fahren. Der Aufschrei der Eltern war laut SPD groß.

Bürgermeister Jürgen Hennemann fand beim Landrat ein offenes Ohr: Für dieses Jahr konnte ein solches Vorgehen noch einmal abgewendet werden. "Wir möchten, dass die Untersuchungen weiter in Ebern an den Einrichtungen stattfinden", sagte Jürgen Hennemann und weiß sich da einig mit den SPD-Vertretern. Allein dieses Jahr sind es 79 Schüler für Ebern und Rentweinsdorf - somit 79 Fahrten nach Haßurt nur für die Grundschule Ebern.

"Das macht aus unserer Sicht keinen Sinn, dass alle einzeln nach Haßfurt fahren sollen", erklärt Ortsvereinsvorsitzender Eckart Roeß.

Für die Termine sind jeweils 40 Minuten pro Kind angesetzt, was Fahrgemeinschaften kaum möglich macht. Dazu kommt die schlechte Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Haßfurt. Laut Patricia Walther seien Wartezeiten von 20 Minuten realistisch. Der Kindergarten dagegen hatte die Termine ohne Leerlauf organisiert.

Landrat Schneider stellte laut SPD in Aussicht für Ebern und Untermerzbach eine Lösung in Kindergärten im Raum Ebern zu suchen, da diese Orte im Vergleich zu andern die weiteste Anfahrt hätten. Für die SPD-Vertreter der richtige Weg. red


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