Untermerzbach
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So läuft's im Untermerzbacher KOMM

Der Gemeinderat Untermerzbach erhielt bei einem Ortstermin Informationen über die gemeindeeigene Bücherei. In seiner Sitzung beschäftigte sich das Gremium dann mit eine Bürgerbegehren, Zuschüssen und Baumaßnahmen.
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Interessiert lauschen Mitglieder des Gemeinderates Untermerzbach  sowie Bürgermeister Helmut Dietz (vorn r.) Ute Morgenroth und Karin Eder (mit dem Rücken v. r.), die im KOMM beschäftigt sind.) Helmut Will
Interessiert lauschen Mitglieder des Gemeinderates Untermerzbach sowie Bürgermeister Helmut Dietz (vorn r.) Ute Morgenroth und Karin Eder (mit dem Rücken v. r.), die im KOMM beschäftigt sind.) Helmut Will

Umfassende Informationen gab es am Montag vor der Gemeinderatsitzung für die Mitglieder des Gremiums in der Bibliothek KOMM in Untermerzbach und am Ende stand noch eine Märchenstunde an. Dem Gemeinderat mit Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) an der Spitze wurde verdeutlicht, wie das Geld Verwendung findet, das die Gemeinde für diese Einrichtung aufbringt.

"Seit 2008 gibt es das KOMM", sagte der Bürgermeister und er freute sich, dass es bei den Untermerzbachern, und in den umliegenden Gemeinden gut angenommen wird. Ute Morgenroth, die zusamen mit Karin Eder im KOMM" beschäftigt ist, freute sich mittlerweile über 700 Leser zu haben. "Das ist für unsere kleine Gemeinde sehr viel", sagte sie. In der Bücherei werden Veranstaltungen, auch in Kooperation mit der VHS Haßberge, angeboten.

Über den Besuch von Kindergarten- und Schulkindern freuen sich Ute Morgenroth und Karin Eder besonders, wobei Eder sogar zum Bücher ausleihen in die Grundschule Untermerzbach geht und Klassenführungen im KOMM vornimmt.

"Bitfit" ist neben den Lesewettbewerben eine Veranstaltung, mit der die Kinder an die Bücherei herangeführt sowie ihr Interesse für das Lesen geweckt werden soll. Die Kinder erhalten dann einen "Bibliotheksführerschein".

Morgenroth informierte, dass die Gemeindebücherei Untermerzbach mit anderen Büchereien im Landkreis Haßberge kooperiert. Fernausleihe über das Internet sei ebenfalls möglich.

Medientechnisch sei das KOMM gut dabei, sodass die verschiedensten Medien zur Ausleihe oder zum Lesen genutzt werden können.

Eder hatte für den Gemeinderat Zahlen. "Ganz aktuell haben wir 703 Leserinnen und Leser, wovon 270 aktive Leser sind, Neuanmeldungen haben wir bisher im Jahr 16. Der Großteil sind mit 509 die erwachsenen Leser, dazu kommen 109 Kinder und Jugendliche", ergänzte Eder. Mit 1689 Medien habe man angefangen, derzeit könnte auf 7800 Medien zurückgegriffen werden.

Im Bereich der Fernausleihen, wo das KOMM als kleinste Bibliothek dabei ist, könne auf 125 831 Medien zugegriffen werden. Um zeitgemäß zu sein, könne mit elektronischen Medien gearbeitet werden.

Spitzenplatz in Bayern

"Im Leistungsvergleich mit Gemeinden bis 3000 Einwohner haben wir in Bayern Platz drei inne", sagte Eder. Morgenroth erklärte, dass es für Angestellte in Bibliotheken 13 Kriterien gebe, von denen zehn erfüllt sein müssen. "Wir haben alle 13 erfüllt", sagte Morgenroth stolz.

Dritter Bürgermeister Dieter Reisenweber war beeindruckt: "Wir sehen, hier wird alles professionell gemacht." Bürgermeister Helmut Dietz ergänzte, dass das KOMM für Untermerzbach ein Schmuckstück sei, auch was die Kosten betreffe. Trotzdem müsse man die Einrichtung hochhalten, weil sie für die Bevölkerung viel biete. "Unser KOMM ist in der Region bekannt und es ist gut ausgestattet."

Die "Märchenstunde" schloss sich an: Morgenroth las aus einem Buch, in dem Kindern mit Fabeltieren erklärt wird, wie sie sich in der Bücherei zurechtfinden. So mancher in der Runde konnte dabei ein Grinsen nicht unterdrücken.

Solarpark Buch hat ein Bürgerbegehren ausgelöst

Zum dritten Mal auf dem Ratstisch der Gemeinde Untermerzbach war am Montag der geplante Solarpark Buch. Es ging um einen Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan.

Dazu erläuterte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD), dass gegen das Vorhaben eine Petition eingeleitet worden sei. Dazu habe die Gemeinde eine Stellungnahme abgegeben.

Terminfrage

Weiter sagte das Gemeindeoberhaupt, dass eine Unterschriftenliste für ein Bürgerbegehren vorliege. "Das wird derzeit geprüft, die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen." Es werde in dieser Sache wohl eine vorgezogene Gemeinderatsitzung zur Fristwahrung notwendig, sagte Dietz.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig der Einleitung eines Bauleitverfahrens zu. Beschlossen wurde in diesem Zusammenhang außerdem die Änderung des Flächennutzungsplans.

Brandschutz

Am Feuerwehrhaus Obermerzbach ist das Holztor defekt. Die Holzkonstruktion ist durch die Witterungseinflüsse beschädigt und die Bandhalterungen haben sich gesetzt, so dass das Tor nur noch gewaltsam geöffnet und geschlossen werden kann, erläuterte Dietz. Das sei im Ernstfall nicht hinnehmbar.

Die Toranlage müsse, wie in allen Feuerwehrhäusern bei Alarm, einfach zu bedienen sein. Zudem bedürfe es im Feuerwehrhaus Obermerzbach einer Nebentür als Zugang, um nicht immer das Tor bei Servicearbeiten öffnen zu müssen.

Den anfallenden Kosten in Höhe von circa 6500 Euro stimmte das Gremium zu. Den Auftrag erhielt eine ortsansässige Firma.

"Feintuning" für die Synagoge "Für das Leader-Verfahren unseres Projekts Synagoge Gleusdorf haben wir die Erstellung eines Feinkonzepts für die Darstellung der Inhalte ausgeschrieben", sagte der Bürgermeister in der Untermerzbacher Gemeinderatssitzung. Dafür gingen zwei Angebote ein, die die Verwaltung über das vorgegebene Bewertungssystem von Leader geprüft hat. Nach den Bewertungspunkten schlug der Bürgermeister vor, den Auftrag einem Büro aus Würzburg für knapp 38 000 Euro zu erteilen. Zudem habe das selbe Büro Leistungen für Grafik und Layout mit Druck und Herstellung von Materialien für knapp 18 000 Euro angeboten.

Ein zweiter Anbieter lag deutlich höher. Das Büro aus Würzburg erhält den Auftrag für insgesamt rund 55 000 Euro. Aus dem Gemeinderat kurz notiert Grundgewinn Aufgelöst wird die Teilnehmergemeinschaft (TG) Itzgrundregulierung. Vorhanden ist hier noch ein Weg der TG in der Gemarkung Memmelsdorf, der von der Brücke bei Schenke nau bis zur Brücke der Itz führt. "Dieser Weg ist für unser Kernwegenetz vorgesehen, und es wäre sinnvoll wenn die Gemeinde diesen mit einbringt", sagte Dietz. Deshalb wird mit einer Überlassungsurkunde die Übernahme des Weges in Gemeindeeigentum vollzogen.

Wappenwahl Die Gleusdorfer interessierensich für ein eigenes Dorfwappen und wandten sich deshalb an den Kreisheimatpfleger. Der habe ein Wappen entwickelt, dem die Gleusdorfer zustimmten. "Auch für Memmelsdorf wurde bereits in einer Bürgerversammlung im Jahr 2015 der Wunsch nach einem eigenen Wappen laut. Hier wurde Kreisheimatpfleger Günter Lipp tätig und hat ein Dorfwappen entworfen, dem die Memmelsdorfer zustimmten", sagte der Bürgermeister. Der Gemeinderat nahm die Entwürfe des Kreisheimatpflegers für die beiden Ortsteilwappen wie vorgelegt an und stimmte der Feingestaltung mit Ausarbeitung zu.

Straßennamen Der öffentliche Feld- und Waldweg Flurnummer 395, Gemarkung Gereuth, erhält die Bezeichnung Glasholzweg. Wie Dietz sagte, hätte Kreisheimatpfleger Günter Lipp den Namen Am Glasholzweg vorgeschlagen. Allerdings habe Geschäftsführer Edgar Maier herausgefunden, dass der Weg schon früher Glasholzweg hieß. Deshalb entschloss man sich für diesen Namen. StraßenbauVon der Jagdgenossenschaft in Hemmendorf kam der Hinweis, dass die Verbindungsstraße von Hemmendorf nach Fierst auf etwa 200 Metern sehr schlecht sei. Dafür hatte der Bürgermeister ein Angebot von einer Firma aus dem Landkreis Haßberge eingeholt, die für 3000 Euro die Strecke ausbessern würde. Damit war das Gremium einverstanden.HW

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