Maroldsweisach
Gemeinde

So arbeitet der Bauhof Maroldsweisach

LeiterGerd-Peter Schmidt und sein Team haben in der Marktgemeinde Maroldsweisach täglich vielfältige Aufgaben zu erledigen.
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1Kurzer Smalltalk bei Gresselgrund mit Baggerfahrer Franz Beck, Walter Graumann und Gerd-Peter Schmidt (von links).  Foto: Helmut Will
1Kurzer Smalltalk bei Gresselgrund mit Baggerfahrer Franz Beck, Walter Graumann und Gerd-Peter Schmidt (von links). Foto: Helmut Will
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Der Bauhof der Marktgemeinde Maroldsweisach hat in seinem Mitarbeiterteam Spezialisten für alles, um die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Dazu zählen unter anderem die Wasserversorgung, der Kanal- und Straßenunterhalt, aber auch viele andere Arbeiten. Elf Mitarbeiter sind im Bauhof beschäftigt, an deren Spitze Gerd-Peter Schmidt als Leiter steht.

Ein Arbeitstag am Bauhof

Die Mitarbeiter versammeln sich um Schmidt, der mit ihnen den Tagesablauf bespricht. "Heute steht Mähen und Abziehen von Straßenbanketten zwischen Ditterswind und Gresselgrund an", sagt der Bauhofleiter und schickt seinen Vertreter Werner Braun und Walter Graumann auf den Weg, die mit einem Traktor, an dem vorne ein Mähwerk angebracht ist, los ziehen. Mit einem gemeindeeigenen Bagger wird Frank Beck auf der Strecke zwischen den Ortschaften Gresselgrund und Ditterswind die Bankette abziehen. "Das muss hin und wieder gemacht werden, damit das Oberflächenwasser der Straße in den Graben abfließen kann", sagt Schmidt.

Karsten Rink und Sandra Beck sowie der Ferienjobber Dominik Kulke werden nach Geroldswind und Todtenweisach zur Friedhofspflege beordert. Sie sollen Gras mähen und die Wege säubern. Volker Neu erhält die Aufgabe, Grünanlagen, die neu angesät wurden, zu bewässern, wie etwa die am neu angelegten Spielplatzes in Birkenfeld. Auch Straßeneinlaufschächte müssen gereinigt werden. Mit dieser Aufgabe wird Albert Münch betraut. Für die verschiedenen Aufgabengebiete sind Mitarbeiter verantwortlich. Walter Graumann ist zum Beispiel Wasserwart, für den Kanal sind Roland Ludwig und Mirco Deringer verantwortlich. "Allerdings steht jeder in unserem Team für alle Arbeiten zur Verfügung", sagt Leiter Schmidt.

Er sieht in der relativ großen Ausdehnung des Einsatzgebietes in der Marktgemeinde mitunter logistische Probleme. "Zwischen Altenstein und Dippach liegen rund 20 Kilometer", sagt er, was vor allem beim Verlegen von größeren Fahrzeugen, wie beispielsweise des Baggers, Zeit in Anspruch nimmt.

Nachdem die Trupps den Bauhof verlassen haben, erledigt Schmidt in seinem Büro einige Schreibarbeiten und überlegt, was für den nächsten Tag ansteht. "Das muss ich immer vorbereiten, damit es frühs schnell losgehen kann, sonst schaffen wir die vielfältigen Arbeiten nicht", sagt der Bauhofchef.

Seit 20 Jahren Bauhofleiter«

Einige Zeit später setzt er sich in sein Dienstauto, einen wuchtigen VW-Amarok, um seine Mitarbeiter an deren Einsatzorten aufzusuchen und zu sehen, ob alles passt oder ob etwa noch Geräte benötigen. Schmidt, gelernter Gas- und Wasserinstallateur ist, ist der dienstälteste gemeindliche Bauhofleiter in der Gegend. "Seit 30 Jahren bin ich bei der Gemeinde beschäftigt und seit etwa 20 Jahren Bauhofleiter - und das mit Leib und Seele", so Schmidt.

In seinem Team hat er Maurer, Schlosser und Schreiner, die als Fachkräfte Vieles zeitnah erledigen können, wofür man sonst Firmen beauftragen müsste. Dem Bauhofteam steht ein für die relativ kleine Gemeinde ein stattlicher Fuhrpark zur Verfügung. Schmidt stützt sich an der Motorhaube seines VW-Amarok ab und überlegt: "Wir haben vier Pkw, vier Lkw, einen Schlepper, einen Unimog und einen Bagger, um die wesentlichen Fahrzeuge zu nennen."

"Das Bauhofteam verwirklicht auch selbstständige Projekte, wie zum Beispiel das Anlegen von Spielplätzen und Friedhofssanierungen, sagt Bürgermeister Werner Thein. In der Gemeinde gebe es laut Thein 24 Spielplätze und 13 Friedhöfe.

Das Gemeindeoberhaupt sei stolz auf die Mitarbeiter des Bauhofs: "Sie sind flexibel, immer zur Stelle wenn sie zum Beispiel bei Wasserohrbrüchen mal kurzfristig gebraucht werden", sagt Thein. Alle seien gut motiviert. Diese Motivation wird mitunter etwas getrübt, wenn sich Bürger, beschweren. "Unser Beruf wäre noch schöner, wenn die Nörgler nicht wären", sagt Bauhofleiter Schmidt und fügt an, dass sein Team nicht immer gleich überall sein könne. Er nennt ein Beispiel: "Da werden wir wegen einer zerschlagenen Flasche auf einem Spielplatz angerufen. Da frage ich mich, ob das nötig ist, und ob man die Scherben nicht selbst beseitigen könnte." Schmidt weiß, dass auch solche Arbeiten zum Aufgabengebiet des Bauhofes gehören, aber hier könnten die Mitarbeiter etwas entlastet werden, wenn Bürger manche Kleinigkeiten selbst erledigen - was laut Schmidt aber auch viele täten.

Das Bauhofteam sei mit seinem Aufgaben am Limit, bedeutet Schmidt. Thein weiß, dass die Arbeit des Bauhofes bei der Bevölkerung unter Beobachtung steht und das die Erwartungshaltung sehr hoch ist. "Uns würde es freuen, wenn unsere Arbeit besser anerkannt würde. Nicht wir vom Bauhof sind die Gemeinde, sondern alle, die hier wohnen", sagt Schmidt.



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