Haßfurt
Landesseniorentagung

Senioren aus Unterfranken trafen sich in Haßfurt

In der Haßfurter Stadthalle hielt am Mittwoch die Landesseniorenvertretung Bayern e. V. (LSVB) ihre 10. Bezirksversammlung für Unterfranken ab.
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Bürgermeisterin Gertrud Bühl berichtete über die Erfahrungen mit dem Bürgerdienst in der Gemeinde Breitbrunn.Christian Licha
Bürgermeisterin Gertrud Bühl berichtete über die Erfahrungen mit dem Bürgerdienst in der Gemeinde Breitbrunn.Christian Licha
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Nach den Grußworten des stellvertretenden LSVB-Vorsitzenden für den Bezirk Unterfranken, Helmut Beck, stellte Bürgermeister Günther Werner den Teilnehmern die Stadt Haßfurt vor. Die Kreisstadt überzeuge mit einer sehr guten Wohn- und Lebensqualität und hat eine interessante Geschichte, deren Zeugnisse insbesondere in der historischen Altstadt allerorts zu finden sind. Barrierefreiheit wird in der Stadt groß geschrieben. "Wir sehen es als eine vordringliche Aufgabe an, dem Bedarf von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung zu entsprechen und die größtmögliche Mobilität zu garantieren", führte Werner aus.

Landrat Wilhelm Schneider stellte in seinem Grußwort Joachim Mattheus vor, der seit September 2016 Seniorenkoordinator des Landkreises ist. Er hat die Aufgabe, die Seniorenvertreter unserer Städte und Gemeinden zu unterstützen und miteinander zu vernetzen. So findet einmal im Jahr ein Treffen aller Seniorenleiter statt und Veranstaltungen zu verschiedensten Themen, wie zu Pflegestärkungsgesetz oder Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung werden durchgeführt.

Stolz darauf, dass der Seniorenbeirat der Stadt Haßfurt schon 16 Jahre besteht, ist dessen Vorsitzende Eva-Maria Schwach. Sie erläuterte den Versammlungsteilnehmern die Aufgaben und Arbeitsweise der Interessengruppe. So tagt der Seniorenbeirat viermal jährlich und berät den Stadtrat, dessen Ausschüsse und die Verwaltung in grundsätzlichen Angelegenheiten älterer Mitbürger. Der Beirat versteht sich als Organ der Meinungsbildung und des Erfahrungsaustausches auf sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet.

In die stätischen Planungen wird die Meinung und persönliche Erfahrung des Behindertenbeauftragten Michael Schulz mit einbezogen. In seiner eindrucksvollen Rede schilderte der Erblindete praxisnah, welche Veränderungen in der Stadt zu Gunsten älterer und behinderter Mitbürger schon durchgeführt wurden. So sind zum Beispiel die Ärztehäuser in Haßfurt behindertengerecht ausgestattet, so dass ein notwendiger Besuch dort leichter fällt. Und auch im kulturellen Bereich wurde einiges besser. So hat die Ritterkapelle einen behindertengerechten Zugang mit einem freistehenden Taster zur Türöffnung bekommen und im Inneren ist die Kirche in einem tastbaren Grundriss dargestellt.

Bürgermeisterin Gertrud Bühl referierte über die Praxiserfahrung des Bürgerdienstes in Breitbrunn. So wird dort beispielsweise ein Generationencafé und Fahrdienste für ältere Bürger und Kindergartenkinder angeboten, aber auch im Haushalt oder bei der Garten- und Grabpflege mit einem Helferkreis unterstützt.

Zum Abschluss der Tagung stellte Simone Geruschke als stellvertrende Leiterin des Mehrgenerationenhauses ihre Einrichtung vor: "Wir verstehen uns als Dreh- und Angelpunkt am Marktplatz und erste Anlaufstelle für die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger aller Generationen." Mit seinen vielfältigen Angeboten für Jung und Alt wurde das im Jahre 2008 ins Leben gerufene Mehrgenerationenhaus schon mehrfach ausgezeichnet.
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