Ebern
Sommerkonzert

Schulensembles fit für die WM

Am Friedrich-Rückert-Gymnasium zeigten Schüler und Lehrer, was sie musikalisch drauf haben. Und das mit dem Rückenwind eines deutschen Sieges in Brasilien.
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Diese Sänger des Unterstufen-Chors demonstrierten Solidarität mit den deutschen WM-Kickern und traten in Fußball-Shirts auf.  Fotos: Jasmin Kuhn
Diese Sänger des Unterstufen-Chors demonstrierten Solidarität mit den deutschen WM-Kickern und traten in Fußball-Shirts auf. Fotos: Jasmin Kuhn
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Zum Sommerkonzert des Friedrich Rückert Gymnasiums zog es zahlreiche Besucher in die Aula. Und viele davon kamen im Fußballtrikot oder mit schwarz-rot-goldener Fanausrüstung. Und nicht nur das Publikum, sondern auch viele der mitwirkenden Schüler und Lehrer steckte das WM-Fieber an.

Denn vor dem Konzert wurde das Fußballspiel der deutschen Mannschaft in der Aula übertragen. So konnte man dafür sorgen, dass bereits vor dem Konzert die Aula gut besucht war und sich niemand zwischen Sport oder Musik entscheiden musste. Der Sieg der deutschen Mannschaft war dann nicht nur für alle Fußballfans erleichternd, sondern auch für die Ausrichtenden des Konzertes, da man mit ausgelassener und fröhlicher Stimmung in den musikalischen Teil übergehen konnte.

Flotte Stücke von der Big Band

Im Fokus standen flotte Stücke aus der Musical-, Pop- und Rockwelt.
Den Auftakt machte die Big Band mit einem Stück aus Les Misérables und "House of the rising sun" unter der Leitung von Musiklehrerin Isabel Ullrich. Die Big Band macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie besteht aus einer stattlichen Anzahl an Schülerinnen und Schülern und den unterschiedlichsten Instrumenten von der Posaune bis hin zur Gitarre und Violine.

Viele weitere Ensembles und Solisten folgten. So zum Beispiel die Percussiongruppe der 5A und 5D, die mit bunten Klangrohren auftraten oder "Woodwinds" (zu deutsch Holzbläser), ein Klarinetten-Trio, das den "Earthsong" von Michael Jackson spielte. Schüler der 12. und somit der Abschlussklasse sangen den "Cup Song", der passenderweise vom Abschied handelt. Für den Rhythmus sorgten die Schüler mit Plastikbechern, mit denen sie auf den Boden klopften.

Als Solist am Flügel trat Jannik Trautmann aus der 8A auf. Der 14-jährige hat sein Stück, das vier Seiten Noten umfasst, selbst komponiert. Alle waren gespannt, was ein Schüler in dem Alter sich als selbst kreiertes Stück wohl ausdenkt. Die Überraschung und schließlich auch der Applaus waren groß, als Jannik seine Klavierklänge zum Besten gab. "Ich wollte schon immer selbst was machen, hab einfach angefangen und es wurde von Tag zu Tag mehr", sagte Trautmann. Erst hat er es nur am Klavier gespielt, jeden Tag etwas mehr "dann hab ich es auswendig gelernt und ganz am Ende aufgeschrieben. In zwei Wochen war ich fertig". Ein weiteres Stück ist momentan nicht in Arbeit, aber "Es kommt bestimmt noch was nach", verriet der begeisterte Jungpianist. Musiklehrerin Kathleen Hümmer-Aumüller war besonders stolz auf das Ensemble "Vocine", das aus Schülern der Profilfächer Vocalensemble und Instrumentalensemble besteht. Seit einem halben Jahr haben sich die Schüler vorbereitet und die Fassung ihrer Stücke - wie z.B. "You can't always get what you want" - selber ausgedacht um komponiert. Beeindruckend war auch ihre Version von "Skyfall" zusammen mit dem großen Chor, die ruhig und leise anfing und sich immer weiter mit lauteren Stimmen und Instrumenten steigerte.

Nicht "mit Gemütlichkeit", sondern mit Konzentration und Können überzeugte ein Saxophonquartett mit dem Stück "The Bare Necessities" aus dem Dschungelbuch. Der große Chor und der Unterstufenchor hatten weitere Stücke aus dem Pop- und Musicalgenre im Programm, wie z.B. "Alles nur geklaut" oder "Grease".

"In der Endrunde"

Für gute Stimmung und "Pop-Konzert-Feeling" sorgte gegen Ende des Konzertes die Schüler-Lehrer Band. Bei "Kiss me", "Teenage dirtbag" und "Save tonight" klatschte das Publikum mit und den Schülern und Lehrern war sichtlich anzumerken, dass alle beim gemeinsames Musizieren Spaß hatten.

Schulleiter Klauspeter Schmidt war "völlig baff", was die Schüler auf die Beine gestellt haben: "Neben der Schule, Hausaufgaben, Lernen und Facebook. Es ist das Ergebnis engagierter und talentierter Schülerinnen und Schüler und guter pädagogischer Arbeit", sagte Schmidt. "Gäbe es eine Weltmeisterschaft für Schulensembles, wären wir in der Endrunde."

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