Kirchlauter
Finanzen

Schuldenfreies Kirchlauter hat viel vor

Der Gemeinderat verabschiedete den Etat für das laufende Jahr. Es soll erheblich investiert werden.
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Der Pausenhof der Grundschule in Kirchlauter umgestaltet werden. Ein erster Entwurf wurde im Gemeinderat besprochen und soll verfeinert werden.  Günther Geiling
Der Pausenhof der Grundschule in Kirchlauter umgestaltet werden. Ein erster Entwurf wurde im Gemeinderat besprochen und soll verfeinert werden. Günther Geiling

"Wir haben derzeit eine gute Haushaltssituation und können aus dem Vollen schöpfen. Aber wir haben auch große Maßnahmen vor uns, die entsprechend hohe Beträge von uns fordern." Diese Einschätzung gab Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) bei der Beratung des Haushaltsplans für das Jahr 2019 der Gemeinde Kirchlauter ab. Der Gemeinderat segnete das 255-seitige Buch einstimmig ab. Der Etat hat ein Volumen von 2 197 578 Euro im Verwaltungshaushalt und von 1 489 759 Euro im Vermögenshaushalt (Investitionen). Das Zahlenwerk weist die Gemeinde Kirchlauter als schuldenfrei aus.

Kämmerin Simone Glos ging in der Sitzung des Gemeinderates auf die wichtigsten Einnahme- und Ausgabeposten ein. Wesentliche Investitionen sind: Anschaffungen für die Feuerwehren Neubrunn und Kirchlauter mit jeweils 50 000 Euro, Feuerwehrhaus Kirchlauter 20 000 Euro, Glasfaseranschluss der Schule 39 000 Euro, Genusserlebniswelt 15 000 Euro, Sanierung Steinkreuze und Kriegerdenkmal 25 000 Euro, Renovierung Pfarrhaus (Zuschuss) 8500 Euro und Renovierung Jugendraum Neubrunn 10 500 Euro, Anschaffung Spielgeräte 20 000 Euro, Kamerabefahrung im Kanal Kirchlauter 40 000 Euro, Kamerabefahrung im Kanal Neubrunn 30 000 Euro, Abwasserbeseitigung Pettstadt mit Anschluss nach Kirchlauter 150 000 Euro, Planungskosten für den Umbau des Oskar-Kandler-Zentrums 70 000 Euro, Sanierung und Planungskosten für die Heilig-Länder-Halle in Neubrunn 120 000 Euro, Breitbanderschließung 230 000 Euro, Glockenhaus Pettstadt und Pelletsleitung Schule.

Die Hebesätze für die Gemeindesteuern bleiben bei 310 Prozentpunkten. Die Abwassergebühren wurden für Kirchlauter mit 2,26 Euro pro Kubikmeter, für Neubrunn mit 1,23 Euro pro Kubikmeter und für Pettstadt mit 2,84 Euro pro Kubikmeter ausgewiesen. Die allgemeine Rücklage der Gemeinde hat aktuell einen Stand von 313 600 Euro.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Grundsatzentscheidung, den zweiten Bauabschnitt für das Baugebiet "Dörfliser Weg/An der Maas" in Neubrunn zu erschließen. Bürgermeister Karl-Heinz Kandler teilte hierzu mit, man habe schon einige Bewerber für die sechs Bauplätze und deswegen sei die Maßnahme notwendig. Dem wurde zugestimmt.

Bürgermeister Kandler stellte eine kleine Planskizze zur Begrünung und Umgestaltung des Pausenhofes für die Grundschule Kirchlauter vor, die mit Rektorin Claudia Gigglberger und Gartenbau-Kreisfachberater Guntram Ulsamer entwickelt worden ist. Nach den Worten des Bürgermeisters muss der Teerbelag sowieso zum Teil entfernt oder erneuert werden und da sollte man gleich die gesamte Maßnahme angehen, die mit Kosten von 40 000 Euro veranschlagt sei. Man müsse keinen Parkplatz vorhalten.

Gemeinderat Robert Muckelbauer meinte trotzdem, dass dort dann eine befestigte Fläche verloren gehe, die vor allem bei schlechtem Wetter von Vorteil sei. Er würde den Plan zumindest nicht in dieser Form umsetzen. Einverständnis bestand damit, die Planung zu verfeinern.

Bürgermeister Kandler gab einen Hinweis auf die bevorstehende Sitzung des Hauptschulverbandes Ebelsbach, auf der der Punkt "Auflösung" dieses Verbandes steht. Allerdings hänge dies von der Übernahme der Restschulden durch die Gemeinde Ebelsbach und einer Entschädigung der Gemeinden von außerhalb ab. Ziel sei es, zu einer einvernehmlichen, friedlichen Lösung zu kommen.

Schließlich informierte der Bürgermeister über die Situation im Kindergarten Kirchlauter, in dem die Krippe bis zum Jahr 2020/21 mit zwölf Kindern belegt und damit voll sei. Eine Möglichkeit zur Ausweitung der Räumlichkeiten des Kindergartens sehe man in der Verlagerung der Bücherei aus dem Kindergarten oder ihrer Schließung, zumal die Ausleihen deutlich zurückgegangen seien. Wenn hier die Kirchengemeinde weitere Maßnahmen in Angriff nehmen wolle, stehe die Gemeinde "Gewehr bei Fuß" und sei bereit mitzuhelfen, versicherte er.

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