Unfinden
Fortschritt

Schützenverein Unfinden erhöht für die Zuschauer die Spannung beim Schießen

Der Schützenverein Unfinden stellte seine hochmoderne neue Schießanlage, die ihre Feuertaufe ausgezeichnet bestand, offiziell vor.
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Jeder Schütze kann seine Schüsse direkt auf einem Bildschirm an seinem Schießstand sehen.Gerold Snater
Jeder Schütze kann seine Schüsse direkt auf einem Bildschirm an seinem Schießstand sehen.Gerold Snater
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Wenn man als Kenner alter Schießanlagen das Schützenhaus in Unfinden mit seinen acht Schießständen betritt, reibt man sich im ersten Augenblick die Augen. Denn dort hat sich vieles verändert. Dort müssen nicht mehr Seile gespannt werden, um die Schießkarten zu bewegen, dort hat die Digitalisierung Einzug gehalten.

An jedem der acht Schießstände steht ein Bildschirm, auf dem jeder Schütze das Ergebnis seines Schusses sehen kann. Draußen, in zehn Meter Entfernung, leuchtet eine Schießscheibe in verschieden möglichen Farben und verschieden groß einstellbaren Scheibengrößen, je nachdem ob mit einem Luftgewehr oder einer Luftpistole geschossen wird. Natürlich spielen auch bei den Treffern die Farben eine Rolle: "Rot" auf dem Bildschirm bedeutet, das war eine Zehn, "Gelb" steht für die Neun, "Grün" für alle Treffer darunter.

Attraktiver auch für die Zuschauer

Doch nicht nur an die Schützen wurde bei der neuen Schießanlage gedacht, sondern auch an die Zuschauer. Denn auf einer großen Leinwand können die Schießergebnisse sofort mitverfolgt werden. Der Zuschauer bekommt direkt mit, wie es bei einem Schießwettkampf steht, und muss nicht mehr warten, bis die einzelnen Karten ausgewertet sind. So kann auch beim Schießen Spannung aufkommen, was in der alten Form der Wettkämpfe oft nicht möglich gewesen war.

Viel Zeit und Geld investiert

Etliche Tausend Euro hat sich der Schützenverein Unfinden diese neue Anlage kosten lassen, wie Schützenmeister Daniel Gießl verkündete, der am Sonntagnachmittag stolz und ausführlich die Anlage vorstellte. Das allein sei es aber nicht gewesen, was die neue Schießstätte möglich machte, dazu seien noch ein paar hundert freiwillige Arbeitsstunden gekommen. "Ohne Euch hätte das nicht funktioniert!", lobte er die große Mithilfe der Mitglieder.

Beeindruckt zeigte sich auch Stadtrat Thomas Hendrich, der in Vertretung von Bürgermeister Claus Bittenbrünn ein Grußwort sprach und die Anlage als einen "Quantensprung" und gleichsam als ein Leuchtturmprojekt im Schießsport bezeichnete.

Dass die neue Anlage dann auch ihre Feuertaufe ausgezeichnet bestand, zeigte sich in dem an die offizielle Übergabe anschließenden Wettkampf. Dabei traten in den Disziplinen Luftpistole und Luftgewehr jeweils die acht besten Schützen des Vereins im Finalschießen um die Vereinsmeisterschaft gegeneinander an, was die zahlreichen Zuschauer auf der Großleinwand aufmerksam verfolgen konnten. Sieger und Gewinner der Vereinsmeisterpokale wurden mit der Luftpistole Tobias Piechaczek und mit dem Luftgewehr Mirko Streng.

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