Grisu der kleine Drache, hat es vorgemacht , und in vielen Orten des Landkreises garantiert eine engagierte Jugend den Fortbestand der Feuerwehr. Die Solidargemeinschaft funktioniert in den Dörfern des Landkreises Haßberge, wo das Löschwesen eine ehrenamtliche Angelegenheit ist.
Freiwillige setzten sich ein, um das Hab und Gut der Mitmenschen zu schützen und Katastrophen abzuwenden - über Generationen hinweg. Der Feuerschutz ist im Landkreis Haßberge groß geschrieben, und in vielen Orten sorgen engagierte Jugendwehren dafür, dass dies auch so bleiben wird. In Neubrunn ist die Feuerwehr gerade sogar dabei, eine Kindergruppe aus der Taufe zu heben. Offiziell soll sie am 31. März gegründet werden.

Mit Zischen und Funken


Wie wichtig und spannend die Aufgabe der Löschgruppen ist, erlebten Kinder der Klasse 3b an der Grundschule in Ebern bei einem Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Die Feuerwehrfrau Julia Drachenberg führte die Schüler kind- und sachgerecht in das Einmaleins der Feuerwehr ein. Dabei standen zunächst die Fächer Physik und Chemie auf dem Stundenplan, allerdings mit sehr praktischem Bezug, denn im Lehrraum ging es darum, welches Material brennt und welsches nicht.
Viele Vermutungen wurden angestellt und anhand von Versuchen bewiesen: Brennt eine Bandnudel? "Wenn ja, dann müsste sie doch Brandnudel heißen, oder?", folgerte Sebastian logisch.
Wie sieht es mit dem "Topfrasch" in Mamas Küche aus? "Nein, der brennt doch nicht, der ist doch aus Metall!", meinte Luca. Doch da funkte und qualmte es schon und Überraschung machte sich auf den Kindergesichtern im Experimentiersaal breit.
Die verschiedenen Brennstoffe wurden benannt, untersucht und auf ihre Gefährlichkeit hin getestet.
Vor den faszinierten Kindern, Klassleiterin Anne Möller und Begleiterin Sonja Pascher-Döhler demonstrierte Julia Drachenberg verschiedene Löschversuche, natürlich mit Sicherheitsausrüstung.

Wichtige Grundregeln


Immer wieder warnte sie die Kinder davor, nachzuahmen, was sie da demonstrierte . "Zündeln verboten!" Doch in Hinblick auf die Wissensvermittlung fand auch die Lehrerin die Vorführung sehr eindrucksvoll.
"Heißes Öl nie mit Wasser löschen," lautete eine der Erkenntnisse, mit der die Kinder nach hause gingen. Ersticken heißt die Devise, um die Sauerstoffzufuhr zu unterbrechen.
Sägespäne, so erfuhren die Kinder, sind im Kachelofen fehl am Platz, denn leicht kann es eine Stichflamme geben.
Und auch für die kleinen Damen unter ihren Zuhörern hatte Julia Drachenberg eine dringliche Mahnung parat: Ein heißer Föhn und Haarspray sind eine gefährliche Kombination, denn das Spray könne sich leicht entzünden. Allen Besuchern war nach den vielen Demonstrationsversuchen eines völlig klar: Die Feuerwehrfrau Julia lässt nichts anbrennen!