Haßfurt
Infrastruktur

Schritt für Schritt zu mehr Barrierefreiheit in Haßfurt

Der Haßfurter Seniorenbeirat berichtete über Fortschritte und weitere Anstrengungen für gehandicapte Menschen in der Kreisstadt.
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Die Stadt Haßfurt hat auf Anregung des Seniorenbeirats der Stadt Haßfurt einen zweiten Behindertenparkplatz am Bahnhof ausgewiesen.  Ulrike Langer
Die Stadt Haßfurt hat auf Anregung des Seniorenbeirats der Stadt Haßfurt einen zweiten Behindertenparkplatz am Bahnhof ausgewiesen. Ulrike Langer

Der Seniorenbeirat der Stadt Haßfurt wird auch in diesem Jahr ein spezielles Augenmerk auf die Belange von Senioren und Menschen mit Handicap legen. In besonderer Weise kümmert sich der kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Haßfurt, Michael Schulz, um die Barrierefreiheit. Er erstattete in der ersten Sitzung des Seniorenbeirats am Donnerstagabend in der Rathaushalle seinen Bericht.

"Wir sind wieder ein Stück weiter in Sachen Barrierefreiheit", sagte Michael Schulz, der in die Planungen der Stadt einbezogen wird und dem Bauamt diesbezüglich ein großes Lob zollte. So wird zum einen auch beim Mensaanbau an der Grundschule Sylbach die Barrierefreiheit berücksichtigt und zum anderen die Altstadt weiter umgestaltet. Nach der gelungenen Neugestaltung der Übergänge am Marktplatz, in der Stadelgasse, der Häckergasse und der Gerbergasse im letzten Jahr werden heuer auch die Lucengasse und die Engelmeßgasse sowie die gepflasterten Übergänge an beiden Türmen neu gestaltet.

"Da der Behindertenparkplatz auf dem Bahnhofsvorplatz oft durch Busse zugestellt wird, hat die Stadt auf unseren Hinweis hin einen zweiten Behindertenparkplatz hinter der Bratwörscht-Budn ausgewiesen", lobte Michael Schulz weiter. Er hat auch eine Bitte an das Stadtbauamt weitergegeben, die Wanderstube in Sailershausen barrierefrei zu gestalten.

Aus der Diskussion im Seniorenbeirat nahm er die Anregung mit, die Bushaltestelle auf dem Kirchplatz ebenfalls in die Planungen einzubeziehen, da diese von Menschen mit Rollator oder Rollstuhlfahrern sehr schlecht erreicht werden kann. Er selbst wird den Stadtmanager einmal auf die Gastronomie ansprechen, da die Zahl der Betriebe stetig abnimmt und man Touristen oft keine Auskunft darüber geben kann, ob ein und welches Gasthaus gerade geöffnet hat. Zudem erhofft er sich noch immer, dass der Eingang zur Pfarrkirche einen Taster erhält.

Gudrun Greger, Leiterin des Mehrgenerationenhauses (MGH), sprach den Seniorenbeirat auf das abgelaufene Leader-Projekt "Gesund und lecker unterwegs" an. In dessen Rahmen konnten Senioren einmal in der Woche gemeinsam mit einer Hauswirtschafterin im MGH mittags ein Drei-Gänge-Menü kochen. "Das Projekt diente auch dem Zusammenhalt und wirkte der Einsamkeit entgegen", so Greger, die das Projekt gerne weiterführen möchte und nach Sponsoren sucht. "Es sollte doch möglich sein, dass auch weiterhin sechs Senioren kochen und bis zu 20 Personen ein günstiges Essen genießen können, zumal nur die Hauswirtschafterin bezahlt werden müsste", meinte sie. Auch sei dies keine Konkurrenz zur Gastronomie. Eva-Maria Schwach, die Leiterin des Seniorenbeirats, versprach, sich dafür einzusetzen und die Idee beim Treffen der Seniorenvertreter im Landkreis Haßberge Ende Januar anzusprechen.

Sie teilte auch mit, dass die monatlichen Spielenachmittag im MGH, im Seniorenwohnzentrum Unteres Tor und im Caritas-Altenheim Sankt Bruno stattfinden, da keine Gastronomie mehr zur Verfügung steht. Nach dem Gedenken an die Verstorbene Liane Deusel, die von 2001 bis 2013 Mitglied des Seniorenbeirats war, wies sie auf den Vortrag von Dr. Steffen Amend am 25. Februar im kleinen Saal der Stadthalle zum Thema "Wirbelsäulenchirurgie - vieles geht minimalinvasiv" und den Vortrag von Dr. Olaf Anders am 29. April zum Thema "Gelenkverschleiß - muss denn immer gleich operiert werden" hin. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Außerdem findet am 21. Mai wieder ein kostenloses Konzert am Nachmittag für Senioren in Zusammenarbeit mit dem Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now" in der Stadthalle statt. Sobald das Jahresprogramm erarbeitet ist, sind die Flyer an allen üblichen Stellen erhältlich.

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