Rentweinsdorf
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Rentweinsdorf: Kindergarten wird erheblich vergrößert - Erweiterung 2019 geplant

Die Mitglieder des Rentweinsdorfer Gemeinderates waren sich einig: Die Erweiterung des Kindergartens ist notwendig und soll zügig erfolgen.
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An dieser Stelle soll der bestehende Kindergarten (links) über die Straße "Türkei"  hinweg erweitert und angebaut werden. Günther Geiling
An dieser Stelle soll der bestehende Kindergarten (links) über die Straße "Türkei" hinweg erweitert und angebaut werden. Günther Geiling
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Der Umbau und Anbau des Kindergartens stand im Mittelpunkt der Sitzung des Marktgemeinderates Rentweinsdorf. Im Rahmen dieser Maßnahme soll der derzeitige Kindergarten in das Eigentum des Marktes übergehen und sowohl die Plätze für die Regelgruppen als auch für die Krippenkinder aufgestockt werden.

Wenn der bestehende Kindergarten baulich verändert wird, kann dies nicht ohne die Einbeziehung der dort angrenzenden öffentlichen Verkehrsfläche geschehen. Sie ist im Straßenbe-standsverzeichnis unter dem Titel Ortsstraße 10b eingetragen. Nach Aussagen der Bauverwaltung liegt mit dem Kindergartenneubau keine Verkehrsbedeutung vor und daher kann die Ortsstraße auf ihrer gesamten Länge von 68 Metern ins Bauvorhaben einbezogen werden.

Mehr Plätze notwendig

Der amtierende Zweite Bürgermeister Kurt Weißheimer ging auf den Beschlussvorschlag ein, diese Ortsstraße zum 1. Juli 2019 einzuziehen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die Einziehung bekanntzumachen. Dem stimmte das Gremium zu.

Für das weitere Planungsverfahren und die Förderfragen sei jetzt die notwendige Bedarfsanerkennung durch den Markt Rentweinsdorf erforderlich und die geplanten Baumaßnahmen seien mit der Kindergartenaufsicht beim Landratsamt Haßberge abzusprechen. Da derzeit auch durch die Ausweisung der Baugebiete viele junge Familien in der Gemeinde wohnen und die Geburten zugenommen haben, sei es dringend notwendig, den Kindergarten zu erweitern.

Die Einrichtung weist derzeit zwei Regelgruppen (50 Plätze) und eine Krippengruppe (zwölf Plätze) auf. Nach Abschluss der Bauarbeiten, so Weißheimer, sollten aber drei Regelgruppen (75 Plätze) und zwei Krippengruppen (24 Plätze) vorhanden sein. Diese Aufstockung wurde von den Marktgemeinderäten als bedarfsnotwendig angesehen und befürwortet.

Um das Vorhaben zügig voranzutreiben, wurden gleich die Architektenleistungen vergeben, und zwar an ein Architekturbüro in Kulmbach. Das Büro war bereits im Vorfeld mit dem Projekt durch die evangelische Kirche befasst und hatte schon Entwürfe angefertigt. Eine Fortführung dieser Arbeiten durch das gleiche Büro sah der Gemeinderat deswegen als sinnvoll an.

Geplant ist die Vorlage der Entwurfsplanung bis Ende März und die Vorlage der Kostenberechnung bis Ende April, so dass die Projektfreigabe durch den Markt Rentweinsdorf im Mai 2019 erfolgen könnte.

Infotafeln an Kleindenkmäler

Auf der Tagesordnung stand auch ein Vorschlag für die Errichtung von Informationstafeln zu Kleindenkmalen in der Marktgemeinde. Ausgangspunkt dazu war ein Schreiben von Kreisheimatpfleger Günter Lipp, der darauf hinwies, dass den Einheimischen sehr wenig zu den Kleindenkmälern, zu ihrer Geschichte, zu den Bildern oder zum Künstler bekannt sei und es auch für Besucher kaum Informationen geben sollte. Auch die amtliche Denkmalliste sage in dieser Hinsicht nur äußerst wenig aus und selbst im Internet finde man fast nichts, heißt es weiter.

Kreisheimatpfleger Günter Lipp unterbreitete deswegen den Vorschlag, auch diese Kleindenkmäler mit kleinen Hinweistafeln auszustatten. Er wäre bereit, im Winter zu den wichtigsten Denkmälern einen kurzen Text zu schreiben. Der sollte mit Folie geschützt und auf einem Gestell angebracht werden. Er schlägt gegenwärtig der Gemeinde ein bis fünf Kleindenkmale vor, die so beschriftet werden sollten.

Günter Lipp ging von Kosten von 30 Euro pro Schild aus, wobei die Arbeit von einer Firma aus Rentweinsdorf bewerkstelligt werden könnte. Das erforderliche Gestell beziehungsweise die Halterung könnte sicherlich durch den Bauhof angefertigt werden. Da dieser Vorschlag von Günter Lipp an die Kommunen im Heimatpflegebereich Haßberg-Ost ging, brachte Kurt Weißheimer den Vorschlag ein, dieses Vorhaben als Gesamtprojekt über die "Baunach-Allianz" zu organisieren und gemeinsam die Anfertigung von Halterungen auszuschreiben. Diese Anregung wurde aufgenommen.

Befürchtungen nicht nötig

Kurt Weißheimer ging auch auf das Geothermie-Projekt ein, das, von Oberfranken kommend, durch das Gemeindegebiet verläuft. Mit Vibrationsfahrzeugen werden entlang abgesteckter Linien seismische Analysen angestellt.

Hier habe es, so der Zweite Bürgermeister, Bedenken von Bürgern gegeben, weil die Trasse direkt durch die Orte Gräfenholz und Sendelbach verläuft und man dann Probleme für die eigenen Häuser befürchte. Er zerstreute diese Befürchtungen und zeigte anhand einer Karte auf, dass die Messpunkte außerhalb der genannten Gemeindeteile festgelegt wurden und einen Bogen um Gräfenholz und Sendelbach machen. Damit war dieses Problem vom Tisch.



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