Untersteinbach
Kommunalpolitik

Rauhenebrach schließt Lücke im Radwegenetz

Zwischen Prölsdorf und Falsbrunn wird heuer der Radweg gebaut. Das Projekt hat noch weitere Vorteile.
Artikel drucken Artikel einbetten
Entlang der Staatsstraße zwischen Prölsdorf und Falsbrunn wird in diesem Jahr ein Radweg gebaut. Das Staatliche Bauamt entschärft gleichzeitig den Straßenverlauf, indem eine Kuppe abgeflacht und eine Kurve begradigt werden. Die Arbeiten für den Straßenbau sollen im April beginnen, der Radweg folgt ab Juni.  Sabine Weinbeer
Entlang der Staatsstraße zwischen Prölsdorf und Falsbrunn wird in diesem Jahr ein Radweg gebaut. Das Staatliche Bauamt entschärft gleichzeitig den Straßenverlauf, indem eine Kuppe abgeflacht und eine Kurve begradigt werden. Die Arbeiten für den Straßenbau sollen im April beginnen, der Radweg folgt ab Juni. Sabine Weinbeer

Mit allerhand Regularien und der Vorbereitung anstehender Baumaßnahmen beschäftigte sich der Gemeinderat Rauhenebrach in der ersten Sitzung dieses Jahres am Dienstagabend im Rathaus von Untersteinbach. So ging es um die Neuregelung der Entschädigungen für Feuerwehreinsätze und um die Widmung von Straßen nach dem Dorferneuerungsverfahren in Fürnbach. Außerdem soll der Schulungsraum im Feuerwehrhaus in Untersteinbach dauerhaft als Raum für standesamtliche Trauungen gewidmet bleiben.

Während der Rathaussanierung tagte der Gemeinderat im Feuerwehrhaus und auch einige Trauungen fanden dort statt. Brautpaare wie Hochzeitsgäste seien recht angetan gewesen von dem Raum, der zudem im Erdgeschoss liegt, anders als der Sitzungssaal im Rathaus, berichtete Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) dem Gemeinderat. Deshalb schlug er vor, den Raum dauerhaft als Trauraum zu widmen. Rechtsgültige Ehen können nämlich nur in eigens dafür gewidmeten Räumen geschlossen werden. Der Gemeinderat schloss sich dieser Auffassung einstimmig an, so dass künftig Brautpaare entscheiden können, ob sie im Rathaus (Sitzungssaal) oder im Feuerwehrhaus getraut werden möchten.

Wenn die Feuerwehr einen Brand löscht, bei einem Verkehrsunfall hilft, umgestürzte Bäume von Straßen entfernt, dann ist das ein kostenloser Dienst für die Betroffenen. Es gibt aber auch Hilfeleistungen, die kostenpflichtig sind wie Sicherheitswachen, missbräuchliche Fehlalarm oder das Entfernen von Wespennestern. Für solche Leistungen gibt es eine Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz und die wurde jetzt der Mustersatzung des bayerischen Gemeindetages angepasst. Die wesentliche Veränderung für Rauhenebrach ist, dass die Feuerwehr Wustviel mit ihren Insekteneinsätzen berücksichtigt ist.

Im März soll der Ausbau der Straße zwischen Dankenfeld und Schindelsee weitergehen. In diesem Zuge wird auch eine 20 Kilovolt-Leitung erdverkabelt, die die Straße bisher überspannt. Weil die Leitung durch den Naturpark geht, ist eine naturparkrechtliche Erlaubnis nötig und im Zuge dieses Verfahrens wurde die Gemeinde Rauhenebrach gehört. Der Gemeinderat hat natürlich nichts gegen das Verschwinden einiger Strommasten. Ein Teil der Verkabelung findet auch im Ort statt. Hier werde die Gemeinde entsprechend dem Masterplan für die Breitbandversorgung gleich Leerrohre mit verlegen, so Matthias Bäuerlein, ebenso zum Hochbehälter. Während des Straßenbaus wird es wieder eine Vollsperrung geben müssen. Die Umleitung ist über Fürnbach vorgesehen, mit Ampelregelung im Ort, wie schon beim Ausbau der Ortsdurchfahrt Schindelsee.

Ebenso im Frühling soll mit den Bauarbeiten an der Straße zwischen Falsbrunn und Prölsdorf begonnen werden. Das Staatliche Bauamt errichtet dort unter Kostenbeteiligung der Gemeinde einen Radweg entlang der Staatsstraße. In diesem Zuge wird auch eine unübersichtliche Kuppe abgeflacht und eine Kurve entschärft. Da auch eine Brücke gebaut werden muss, summiert sich das Gesamtvorhaben auf 1,76 Millionen Euro, wovon 136 000 Euro auf die Brücke und 510 000 Euro auf den Straßenbau entfallen. Die Arbeiten an der Straße werden wohl im April beginnen, der Radwegbau im Juni, kündigte der Bürgermeister an. Mit der Trasse wird eine Lücke im Radwegenetz im Tal der Rauhen Ebrach geschlossen.

Die Ausschreibung für die Rettungswache in Untersteinbach wurde verlängert, die Realisierung eines Gebäudes werde daher wohl erst im Sommer beginnen können, so Matthias Bäuerlein. Für die Übergangszeit wird die Rettungswache im Feuerwehrhaus in Untersteinbach untergebracht, wie geplant. Weil in Rauhenebrach die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfefristen nicht immer eingehalten werden können, wird eine zunächst nur tagsüber an Werktagen besetzte Rettungswache installiert. Während des Betriebs wird dann ermittelt, ob es eventuell künftig eine rund um die Uhr besetzte Wache geben wird. Für die übrigen Zeiten stehen in Rauhenebrach die First Responder (Ersthelfer) bereit, um bei medizinischen Notfällen und Unfällen qualifizierte Erste Hilfe zu leisten.

Schließlich informierte der Bürgermeister den Gemeinderat, dass sich Rauhenebrach im erst Anfang des Jahres aufgelegten Förderverfahren des Freistaates beworben hat, um weitere Lücken in der Breitbandversorgung schließen zu können. Aus München sei bereits Nachricht gekommen, dass das Markterkundungsverfahren eingeleitet wurde. Auf Anfrage von Gemeinderat Alexander Leicht kündigte Bäuerlein an, dass am künftigen neuen Dorfplatz in Theinheim der Abbruch Ende des Monats weitergehe. Derzeit fehle noch eine Statikberechnung bezüglich des Nachbargiebels. Gemeinderat Ludwig Bock lobte die neue Homepage der Gemeinde, die optisch ansprechend sei. Nun wäre es schön, wenn alle Vereine ihre aktuellen Daten im Rathaus abliefern würden, meinte er.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren