Untersteinbach
Sicherheit

Radweg wird immer mehr zum Fußweg

Der Gemeinderat Rauhenebrach beschloss, eine 400 Meter lange Rad-Trasse bei Untersteinbach zu beleuchten.
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Der Geh- und Radweg bei Untersteinbach in Richtung Wustviel wird zunehmend als fußläufige Erschließung des erweiterten Siedlungsgebiets "Am Breiten Rain" genutzt. Deshalb beschloss der Gemeinderat, den Weg auf etwa 400 Metern zu beleuchten. Gemeinde Rauhenebrach
Der Geh- und Radweg bei Untersteinbach in Richtung Wustviel wird zunehmend als fußläufige Erschließung des erweiterten Siedlungsgebiets "Am Breiten Rain" genutzt. Deshalb beschloss der Gemeinderat, den Weg auf etwa 400 Metern zu beleuchten. Gemeinde Rauhenebrach

Nicht für jeden Preis - unter diese Überschrift könnte man die Sitzung des Gemeinderats Rauhenebrach vom Dienstagabend stellen. Um Kosteneinsparung durch Eigenleistung des Bauhofs ging es sowohl bei der Frage, ob der Geh- und Radweg am Untersteinbacher Neubaugebiet beleuchtet werden soll, als auch bei der Erschließung von fünf Bauplätzen in Koppenwind.

Dem Rat wurde die Entwurfsplanung für das Baugebiet "Am Berg 1" Koppenwind vorgestellt. Eine rund 100 Meter lange Stichstraße mit Mehrzweckstreifen, Wendehammer, Wasserleitung und Kanal ist nötig - insgesamt eine wenig aufwendige Erschließung. Doch das Technische Büro Stubenrauch rechnete auf der Basis der Ausschreibungsergebnisse der letzten Monate die Kosten hoch und landete bei 268 000 Euro. Für Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) steht außer Frage, dass die Bauplätze entstehen sollen, aber "ungefiltert können wir so nicht direkt in die Ausschreibung gehen", erklärte er. Er bat den Gemeinderat um den Grundsatzbeschluss, das Baugebiet erschließen zu wollen und auch die Ausschreibung durchzuführen. Doch wenn das Leistungsverzeichnis vom Ingenieurbüro erstellt ist, will Bäuerlein erst eine Art Markterkundung realisieren. Fast 100 000 Euro entfallen auf Wasserversorgung und Mischwasserkanal - und hier gäbe es nach seiner Ansicht Einsparpotenziale. "Sonst müssten wir ja 100 Euro für den Quadratmeter verlangen, um kostendeckend zu arbeiten", rechnete der Bürgermeister vor, "und das ist für Koppenwind nicht darstellbar". Der Gemeinderat stimmte der vom Bürgermeister vorgeschlagenen Vorgehensweise einmütig zu.

Mehr Diskussion gab es um die Frage, ob und wie intensiv eine Beleuchtung am Geh- und Radweg von Untersteinbach in Richtung Wustviel nötig ist. Seit der letzten Erweiterung des Siedlungsgebiets "Am Breiten Rain" wird der Weg auf den ersten etwa 400 Metern stark von dortigen Bewohnern als fußläufige Anbindung in Richtung Ortsmitte genutzt. Daher wurde auch der Wunsch laut, hier eine Beleuchtung zu installieren. Das Angebot des Bayernwerks, das die Verwaltung mittlerweile einholte, beläuft sich auf 39 857 Euro für sieben Leuchten mit allen dazugehörigen Tiefbauarbeiten. Die Mehrheit des Gemeinderats hielt die Beleuchtung für sinnvoll, nur Ingo Reinhart zweifelte die Notwendigkeit an; er sprach von "Lichtverschmutzung" und kritisierte den Energieverbrauch.

Der Energieverbrauch halte sich in Grenzen, so Bürgermeister Bäuerlein, denn natürlich seien LED-Leuchten vorgesehen. Ob die Leuchten die ganze Nacht brennen sollen, darüber könne der Gemeinderat noch reden, befand Jürgen Schug. Auf jeden Fall will der Gemeinderat den Tiefbau über den Bauhof erledigen lassen und so die Kosten deutlich reduzieren. Bei zwei Gegenstimmen wurde der Beleuchtung zugestimmt.

Keine Einwände gab es gegen die Einhausung der Rechenanlage und andere Restarbeiten auf dem Gelände der neuen Kläranlage in Prölsdorf. Außerdem soll geprüft werden, in welchem Umfang die verschiedenen Dächer der Kläranlagen-Gebäude mit Photovoltaikanlagen bestückt werden können, um einen Teil des hohen Strombedarfs einer solchen Anlage direkt über Solarstrom decken zu können.

Nach einer längeren Vorgeschichte konnte der Gemeinderat nun über eine Kostenvereinbarung mit dem Amt für ländliche Entwicklung entscheiden. Im Rahmen der Flurbereinigung soll in Prölsdorf ein neuer Spielplatz entstehen; 71 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel getragen. In einem Arbeitskreis wurde erarbeitet, welche Spielgeräte aufgestellt werden sollen. Deren Kosten teilen sich das Amt für ländliche Entwicklung und die Gemeinde; das Aufstellen der Geräte übernimmt die Dorfgemeinschaft in Kooperation mit dem Bauhof. Warum die Entscheidung länger als gedacht dauerte, umschrieb Bürgermeister Matthias Bäuerlein mit der Erklärung: Hier habe sich einmal mehr gezeigt, dass "das billigste Angebot nicht immer das preiswerteste ist". Je nach Zeitplan der Dorfgemeinschaft könnte der neue Spielplatz schon zum Prölsdorfer Ostermarkt (immer am Ostermontag) fertig sein "oder gleich anschließend, je nachdem wie die Prölsdorfer sich das einrichten können", so der Bürgermeister.

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