Breitbrunn
Festival

Punk, Bläser und die Hoffnung

"The Prosecution" sind sie mit ihrer Musik überaus erfolgreich. Am 9. September ist die Band Headliner beim Heilig-Länder-Rock-Festival in Breitbrunn.
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"The Prosecution". Der Name kommt aus dem Englischen und bedeutet "Strafverfolgung" oder "Anklage". Sänger Simon (Mitte) erinnert sich: "Nach den ersten Bandprobe schlugen wir einfach einen Duden auf und jemand tippte mit geschlossenen Augen in das Buch. Herausgekommen ist "The Prosecution". Im Nachhinein hatten wir Glück - passt ja ganz gut für eine Punk-Band." Foto: The Prosecution
"The Prosecution". Der Name kommt aus dem Englischen und bedeutet "Strafverfolgung" oder "Anklage". Sänger Simon (Mitte) erinnert sich: "Nach den ersten Bandprobe schlugen wir einfach einen Duden auf und jemand tippte mit geschlossenen Augen in das Buch. Herausgekommen ist "The Prosecution". Im Nachhinein hatten wir Glück - passt ja ganz gut für eine Punk-Band." Foto: The Prosecution
Sieben Mitglieder, sechs verschiedene Instrumente - wenn "The Prosecution" auf der Bühne stehen, so wie am zweiten September-Wochenende in Breitbrunn, kann es ganz schön eng werden. Die Punkband aus Abensberg in Niederbayern gründete sich 2002. Alles fing damit an, dass sich die damals zwölfjährigen Jungs im Keller der Eltern einsperrten und begannen, Musik zu machen.

Damals konnte keiner von ihnen ein Instrument spielen. Das brachten sie sich erst mit der Zeit selbst bei. Seit 2010 steht die Band jedoch mit Musikgrößen wie "Anti-Flag" oder "NOFX" auf der Bühne - und am Samstag, 9. September, kommen sie nach Unterfranken: "The Prosecution" ist der Headliner des diesjährigen Heilig-Länder-Rock-Festivals in Breitbrunn.


Mit Covern begann's

Anfangs coverten die Jugendlichen Songs von klassischen Rockbands wie "AC/DC". Mittlerweile schreibt die Band ihre Stücke selbst, die Elemente aus Punkrock, Hardcore, Pop-Punk, Ska und Metal beinhalten. Und neben den Gitarristen, Schlagzeugern und dem Bassisten stehen auch zwei Bläser (Trompete, Posaune) mit auf der Bühne.

"Inhaltlich beschäftigen sich viele unserer Songs mit dem aktuellen Weltgeschehen, der sozialen Ungerechtigkeit, die Zerstörung der Erde, den Kriegen und den Flüchtlingen, die aufs Mittelmeer hinausgetrieben und von Europa im Stich gelassen werden", beschreibt der Sänger und Rhythmusgitarrist Simon die Songs. Da sich die Band mit dem Thema Flüchtlinge sehr beschäftigt, engagiert sie sich auch für die Flüchtlingsrechtsorganisation "Pro Asyl". "Unsere Nachricht an die Leute soll definitiv nicht ,Wut' sein. Viel besser finden wir ,Hoffnung'." Denn auch über die schönen Dinge im Leben - Freundschaft und Liebe - singen sie.



Quer durch Deutschland

Mitte August haben "The Prosecution" ihr viertes Album, "The Unfollowing" herausgebracht: "Wir waren alle sehr nervös", erinnert sich der 27-Jährige, "du präsentierst den Menschen etwas, in das du so viel Energie, Herzblut und Zeit gesteckt hast." Mit dem Album tourt die Band ab Ende September durch ganz Deutschland. Jedes Wochenende ist durchgeplant. "Dein Privatleben am Wochenende musst du definitiv zurückschrauben", gibt Simon zu.


Arbeit in Teilzeit

Damit die Bandmitglieder Privates, Band und Arbeit unter einen Hut bekommen, arbeiten fast alle von ihnen in Teilzeit. Trotz der vielen Stunden, die sie beim Touren auf der Autobahn verbringt, freut sich die Band auf die Konzerte: "Es ist unglaublich schön, so viele Menschen kennenzulernen", erzählt Simon, "spannend und zugleich schön ist auch die Ungewissheit, wo man hinfährt, wie die Stimmung sein wird und wie alles laufen wird." Bevor die Tour aber richtig startet, präsentieren "The Prosecution" ihre Songs in Breitbrunn.
Auch wenn sie vor ein paar Wochen erst bei großen Festivals vor Tausenden von Menschen gespielt haben, macht die Größe der Bühne für sie keinen Unterschied.

Das Heilig-Länder-Rock-Festival findet am Samstag, 9. September, im Gemeindezentrum in Breitbrunn auf zwei Bühnen statt. Einlass ist um 18 Uhr.


Das Line up

Center-Stage The Prosecution (Ska-Punk aus Abensberg), Fastbeat Superchargers (Heavy`n Roll meet Punk`n Metal aus Bamberg), Prayvets (AltaRock aus Bamberg), All Is Not Lost (HC-Punk aus Ebern), Bring Back Babara (Punkrock Coburg aus Bamberg), Assrockets (Turbonegro -Tribute aus Würzburg), Hundred Betrayals, (Modern Hardcore aus Burgwindheim), Thy Last Words, (Altacore aus Bamberg).

Second Stage Dom Kirstner, Marco Heidenfelder & Oscar Ackermann.

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