Gleusdorf
Pflegeskandal Gleusdorf

Pflegeskandal Gleusdorf: Redakteur spricht bei BR-Sendung "Jetzt red i"

Am Mittwochabend beschäftigt sich die Sendung "Jetzt red i" im Bayerischen Rundfunk mit dem Pflegeskandal Gleusdorf.
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Schloss Gleusdorf Foto: Archiv/News5/Herse
Schloss Gleusdorf Foto: Archiv/News5/Herse
Die Zahlen sind alarmierend: Aktuell leben in Deutschland fast 2,9 Millionen pflegebedürftige Menschen, Tendenz steigend.

Doch schon jetzt fehlen zehntausende Pflegefachkräfte, der Arbeitsmarkt ist leer gefegt. Besonders gravierend ist es in der Altenpflege. Immer weniger sind bereit, diese physisch und psychisch anstrengende Arbeit zu leisten.

Fakt ist: Die Menschen werden immer älter, zudem gibt es immer mehr, die chronisch krank oder dement sind. Deren Betreuung erfordert mehr Zeit, aber die ist in den aktuellen Pflegeschlüsseln nicht vorgesehen. Obwohl die meisten Einrichtungen gute Arbeit leisten, gibt es immer wieder Pflegeskandale - unter anderen auch im unterfränkischen Landkreis Haßberge.

Nach mehreren ungeklärten Todesfällen in einem Seniorenheim war im Herbst 2016 die Heimleitung vorrübergehend verhaftet worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen.

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml will die Pflege besser kontrollieren. Aber wie? Fachaufsichten sollen in Zukunft schneller eingreifen können. "Der Vorschlag für eine entsprechende Gesetzesänderung wird derzeit vom bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium erarbeitet", sagt Ministerin Huml (CSU).

Pflegeexperte Claus Fussek ist pessimistisch, wenn es um die Zukunftsfähigkeit der Pflege geht: "Wir leisten uns den Irrsinn als Gesellschaft, dieses Thema kollektiv zu verdrängen. Keine Partei hat dieses Thema als Schicksalsfrage. Wir empören uns über Maut, Bierpreiserhöhung und was sonst noch. Doch bei der Pflege glauben wir, das betrifft uns nicht."

Zu wenig Zeit und Personal, zu wenig Geld für die Pflegekräfte: Was muss die Politik unternehmen, um mehr Menschen für die Altenpflege zu gewinnen? Warum gehen die Parteien in ihren Wahlprogrammen nicht auf das drängende Problem Pflege ein? Wie können Kontrollsysteme verbessert und gravierende Missstände in Pflegeheimen abgeschafft werden? Steht uns angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft der Kollaps des Pflegesystems bevor?

Darüber diskutieren Bürger mit der Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) und dem Pflegeexperten Claus Fussek. Am Mittwoch, 26. Juli 2017 Im Oberaurach-Zentrum, Am Sportzentrum 6, 97514 Oberaurach-Trossenfurt Einlass: 19.15 Uhr, Sendungsbeginn: 20.15 Uhr Kostenlose Karten reservieren Sie via E-Mail an jetztredi@br.de oder unter 089/5900-25299 (Montag - Freitag von 9:00 bis 17:00). Sie können sich auch online live an der Diskussion beteiligen. Sagen Sie uns Ihre Meinung unter www.facebook.com/BR24 oder schreiben Sie eine Mail an jetztredi@br.de
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