Pfarrweisach
Infrastruktur

"Pfarrweisacher Grundschule unbedingt sanieren"

Bei der Schlusssitzung des Gemeinderates Pfarrweisach wies Baureferent Markus Oppelt mit Nachdruck auf die Bedeutung der Einrichtung für die Gemeinde hin.
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Blick auf die Grundschule Pfarrweisach im winterlichen Nebel, die bis zum Jahr 2013 Bestandschutz hat und saniert werden soll.Günther Geiling
Blick auf die Grundschule Pfarrweisach im winterlichen Nebel, die bis zum Jahr 2013 Bestandschutz hat und saniert werden soll.Günther Geiling
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In der Jahresschluss-Sitzung in der Gemeinde Pfarrweisach haben traditionell auch die Referenten für Bau, Feuerwehr, Kindergarten, Jugend, Senioren/Heimat und das Schwimmbad ihren Auftritt, um die Gemeinderäte über wichtige Angelegenheiten aus ihren Bereichen zu informieren. Diese erhalten dabei einen umfassenden Überblick über abgeschlossenen Maßnahmen in der Gemeinde, es werden aber auch Probleme und Wünsche deutlich angesprochen.

Baureferent GR Markus Oppelt ging auf eine Ortsbesichtigung des Bauausschusses in der Grundschule ein, bei der man über mögliche Sanierungsmaßnahmen und einen Antrag an die Regierung gesprochen hatte. Dabei sollten im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms Schulinfrastruktur (Kip-S) die Toilettenanlagen erneuert werden. Leider sei die Gemeinde dabei nicht berücksichtigt worden.

Oppelt wiederholte nachdrücklich, dass die Schule, die bis zum Jahr 2023 Bestandschutz hat, dringend saniert werden sollte, um ihren Fortbestand zu gewährleisten. Die Schule mache das neu geplante Baugebiet für junge Familien sehr interessant. "Wir sollten deswegen mit diesem Thema nicht leichtfertig umgehen", mahnte Oppelt. Er schlug vor, zu Beginn des Jahres eine Prioritätenliste zu erstellen, damit man sich nicht ständig im Kreis drehe. Hieraus würde dann ersichtlich, welche Beschlüsse aus der Vergangenheit abgearbeitet, welche noch offen und welche aus bestimmten Gründen noch nicht bearbeitet wurden.

Auch beim Rathaus dranbleiben

Beschlossen wurde, dass die Gemeindeverbindungsstraße Lohr - Pfaffendorf an einem Teilstück ausgebessert wird. Dazu sollen Lösungen erörtert und Kostenvorschläge eingeholt werden.

Ein besonderer Punkt der Bauausschuss-Sitzung sei auch die geplante Sanierung und der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Pfarrweisach - B 303 gewesen, erläuterte Oppelt. Der Ausbau sei beschlossen und der Auftrag einem Planungsbüro erteilt worden, um eventuelle Fördergelder zu beantragen. Auch diese Fördermittel seien der Gemeinde aber nicht gewährt worden und die weitere konkrete Vorgehensweise sei bis dato nicht bekannt. Bei den Hochbaumaßnahmen gehe die Sanierung des Rathauses jetzt in den zweiten Winter, ein Ende sei aber noch nicht abzusehen. Da das Rathaus ein Aushängeschild einer Gemeinde sei, sollte auch hier mit Nachdruck auf eine Fertigstellung gepocht werden, meinte Oppelt.

196 aktive Feuerwehrleute

"Unsere Feuerwehren hatten im zurückliegenden Jahr 41 Einsätze und dabei 411 Stunden freiwilligen Dienst geleistet. 18 Einsätze waren alarmiert. Zurzeit haben wir 196 aktive Feuerwehrdienstleistende, wovon 25 weiblich sind und 17 Anwärter unter 18 Jahren", betonte Feuerwehrreferent GR Sebastian Bock. Positiv sei auch wieder die Entwicklung der Jugendfeuerwehr, die Ende 2017 nur noch sieben Mitglieder zählte. Durch intensive Werbung der Ortskommandanten und durch Rudi Lübke habe sich der Mitgliederstand auf 14 erhöht.

Da der Platz im Feuerwehrhaus immer knapper werde, sei vorgeschlagen worden, für die Jugendfeuerwehr zwei Zimmer der leerstehenden Bauhofwohnung zu nutzen. Dazu sollten der Zustand und die Eignung der Wohnung geprüft werden. Bock forderte den Bürgermeister auf, "Gas zu geben, denn die Jugendlichen sind ungeduldig".

Im Jahr 2018 sei jedoch einiges für die Feuerwehren investiert worden. Hier erwähnte Bock die neuen Tragkraftspritzen für Lohr und Kraisdorf. Die Feuerwehr Junkersdorf habe mit Steffen März einen neuen Kommandanten erhalten. Zudem wurde am Feuerwehrhaus Junkersdorf der Außenbereich durch Eigenleistung der Wehrleute neu gestaltet, die Wände wurden ausgebessert und das Haus habe auch einen neuen Anstrich erhalten. Somit sei ein weiteres Feuerwehrhaus in der Gemeinde aufbereitet worden. Im nächsten Jahr müsse das Feuerwehrauto der FFW Rabelsdorf altersbedingt ausgetauscht werden. Ebenso sei geplant, die Außenfassade des Feuerwehrhauses in Lohr neu zu streichen.

Kindergartenreferent und Zweiter Bürgermeister Rüdiger Kuhn lobte die Leistungen des letzten Elternbeirates unter Leitung von Sonja Appel, "der sehr viele Verbesserungen zum Wohle unserer Kinder teils mit großem körperlichem Einsatz erreicht hat". Im ersten Stock sei eine neue Küche eingebaut worden, Türen seien in Auftrag gegeben und neue Büroschränke angeschafft worden. Ebenso werde ein dezentrales Lüftungssystem eingebaut, weil seit der Dämmung eine unzuträgliche Belüftung bestanden habe. Er sei stolz auf das Kita-Team, weil es den Bediensteten immer gelungen sei, trotz vieler Engpässe den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Lob für die Jugend

Jugendreferent GR Christoph Göttel dankte der Jugend für das Engagement beim Jugendraum in Pfarrweisach. So seien zahlreiche Stunden in Eigenleistung erbracht worden, die der Gemeinde eine Menge Geld erspart hätten.

GR Hermann Martin, Referent für Senioren und Heimat, stellte das ehrenamtliche Engagement in den Kirchen, bei der Feuerwehr und den Vereinen heraus, die alle ein wichtiger Stützpfeiler der Gemeinde seien. In allen Ortsteilen seien Vereine bemüht, die Ortskultur zu erhalten.

Schließlich gab Schwimmbadreferent Josef Kneuer seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Gemeinde beim Schwimmbad in Kraisdorf nach großen Hindernissen zum Start wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken könne. Obwohl das Schwimmbad erst sehr spät geöffnet werden konnte, hätten fast 3000 Bürger und Gäste das Bad in diesem heißen Sommer besucht. Allerdings habe Bademeister Emil Platzer aus Ebern nicht mehr die Badeaufsicht machen dürfen, weil er nach einer neuen Verordnung mindestens das silberne Rettungsabzeichen besitzen müsste. All die Jahre vorher habe das bronzene Abzeichen ausgereicht. Nach langem Hin und Her mit den Behörden habe sich Gemeinderat Christoph Göttel dann bereiterklärt, den entsprechenden Lehrgang als Rettungsschwimmer zu absolvieren und die Badeaufsicht zu übernehmen. Mit dabei sei auch Andreas Jost aus Kraisdorf gewesen, und später konnten auch noch Christian Kessler aus Hafenpreppach und Jenny Müller aus Krausdorf dafür gewonnen werden, die nun als Team die Badeaufsicht übernehmen. Im Bad, sagte Kneuer, werde besonders das Kinderschwimmbecken von jungen Familien angenommen. Die Wasserqualität sei für sehr gut befunden wurden. Er sprach die Hoffnung aus, dass das Bad auch wieder von der Grundschule und vom Kindergarten genutzt werde. Dies sei wichtig, weil viele Kinder das Schwimmen sonst nicht mehr lernten und es in der Folge zu Badeunfällen komme.

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