Haßfurt
Konzert

Ovationen für den "famosen Saitenzauber"

Harfenistin Anne Kox-Schindelin, Conny Morath (Gesang) und Stephan Schmitt (Gitarren, Kontrabass, Gesang) sorgten in Haßfurt für einen wundervollen Abend.
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Einen "famosen Saitenzauber" boten Conny Morath (Gesang), Stephan Schmitt (Gitarre, Gesang) und die Harfenistin Anne Kox-Schindelin bei ihrem Konzert beim Kulturamt Haßfurt live in der ausverkauften Rathaushalle. Das Publikum war regelrecht begeistert.Ulrike Langer
Einen "famosen Saitenzauber" boten Conny Morath (Gesang), Stephan Schmitt (Gitarre, Gesang) und die Harfenistin Anne Kox-Schindelin bei ihrem Konzert beim Kulturamt Haßfurt live in der ausverkauften Rathaushalle. Das Publikum war regelrecht begeistert.Ulrike Langer
Warme, sinnliche Stimmen, virtuoses Saitenspiel an Gitarre, Kontrabass und Harfe zu Balladen, Gospels, Soul und Popmusik: Das war der "Famose Saitenzauber", mit dem die Harfenistin Anne Kox-Schindelin, Conny Morath (Gesang) und Stephan Schmitt (Gitarren, Kontrabass, Gesang) auf Einladung des Kulturamts Haßfurt live in der ausverkauften Rathaushalle ihre Zuhörer verwöhnten. Diese genossen den wundervollen Abend in vollen Zügen und spendeten am Ende stehend dargebrachte Ovationen für das unvergleichliche Trio.
Zum ersten Mal gastierten die Musiker nicht zur Weihnachtszeit in Haßfurt. Dennoch versprachen sie, "Stimmungsvolles und Kuscheliges" zu präsentieren, und begannen ihr Konzert mit dem berührenden Gospel "It's me oh Lord". Es folgte eine kleine Liebeserklärung mit dem Song "Du und ich" von Mark Forster, bei dem Stephan Schmitt und Anne Kox-Schindelin die Saiten ihrer Instrumente abgestoppt spielten und so ein raffiniertes Klangbild schufen.
Anne Kox-Schindelin, die als Harfenlehrerin arbeitet, selbst arrangiert, Solokonzerte gibt und immer wieder mit den unterschiedlichsten Musikern zusammenarbeitet, bezeichnete das Programm als "das kreativste des ganzen Jahres". Denn heute könne sie spielen, was nirgends geschrieben steht, verwies sie auf die Improvisationskunst, die ihr im "Famosen Saitenzauber" abverlangt wird und ihr viel Spaß macht.


Tango aus der Spieluhr

So hat sie die Melodie ihrer Spieluhr im Nähkästchen ihrer Omi in einen Tango verwandelt, mit dem sie das Publikum als Solistin in den Bann zog. Zudem hat sie das Stück "Gabriellas Song" aus dem Film "Wie im Himmel", das für Klavier, vierstimmigen Chor und Solistin ausgelegt ist, für Harfe arrangiert sowie die Komposition "Die Quelle" ein wenig erweitert. Auch dafür erntete sie viel Applaus. Natürlich durfte bei ihrem Solo-Auftritt auch das berühmte "Drei Nüsse für Aschenbrödel" nicht fehlen, das bei vielen Zuhörern Gänsehaut-Feeling erzeugte.
Wie wandlungsfähig die Harfenistin ist, bewies sie vor allem im Zusammenspiel mit Conny Morath und Stephan Schmitt. So begleitete sie unter anderem "Angels" von Robbie Williams, "Dream a little dream", "All of me" von John Legend, "Weusd a Herz hast" von Reinhard Fendrich, "Danny boy" aus Irland und "Hallelujah" von Leonard Cohen. Dass sie mit ihrem Harfenspiel selbst den Gypsy-Jazz beherrscht, stellte sie mit ihren Partnern bei dem Instrumentalstück "Minor Swing" von Django Reinhardt ebenfalls eindrucksvoll unter Beweis.


Publikum lauscht - und singt mit

Bei vielen der Lieder hätte man eine Stecknadel fallen hören können - so aufmerksam lauschte das Publikum der faszinierenden Stimme von Conny Morath, dem virtuosen Gitarrenspiel von Stephan Schmitt, der ebenfalls als Sänger beeindruckte, und den filigranen Harfentönen. Dennoch folgten die Gäste immer wieder gerne der Einladung, mitzuklatschen, mitzuschnippen und mitzusingen. Conny Morath und Stephan Schmitt glänzten daneben auch im Duo mit Liedern wie "Don't think twice" von Bob Dylan oder "First try" von Johnny Swim.
Abwechslungsreich war nicht nur das Programm, sondern auch die Wahl der Instrumente. So zupfte Conny Morath auch einmal den Kontrabass oder schlug gekonnt das Xylophon. Doch meistens zog sie die Zuhörer mit ihrer ausdrucksstarken, kräftigen Stimme in den Bann, die auch in den piano-Stellen unglaublich faszinierend klingt.
Stephan Schmitt ist nicht nur der Meister der Gitarren und hatte gleich drei verschiedene Instrumente mitgebracht. Er spielte außerdem gekonnt den Kontrabass und sogar die Nasenflöte.


Zwei Zugaben

Anne Kox-Schindelin ihrerseits steuerte das Cazoo bei, eine so genannte Ansingtrommel, bei der durch das Hineinsingen eine Membran in Schwingung gesetzt wird.
Der einzigartige Abend klang dann mit den beiden Zugaben, "Gute Nacht Freunde" von Reinhard Mey und dem Schlaflied "Am Südpol sitzt ein Pinguin" von Max Raabe aus.
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