Oberschwappach
Radwallfahrt

Oberschwappacher Radwallfahrt über 522 Kilometer - und alle hielten durch

Wie lebt man bewusst? Unter anderem mit dieser Frage konfrontierten sich 53 Teilnehmer der Oberschwappacher Radwallfahrt nach Frankreich zum Odilienberg.
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Die Oberschwappacher Radwallfahrt führte in diesem Jahr zum Odilienberg in Frankreich. Foto: Lisa Sünkel
Die Oberschwappacher Radwallfahrt führte in diesem Jahr zum Odilienberg in Frankreich. Foto: Lisa Sünkel

Am Sonntagmorgen, 5. August, ging es unter dem Motto "Kloster (er)leben" los nach Heidenfeld. Dort wurden die Wallfahrer von Pfarrer Schwarz im Kloster empfangen. Nach dem Mittagessen radelten die Pilger weiter zum Tagesziel Kloster Oberzell. Am nächsten Tag ging es um 7 Uhr los nach Seckach, und von dort am dritten Tag weiter nach Heidelberg.

Etwa 260 Kilometer bei mindestens 40 Grad waren bis dahin schon gefahren, unter ständiger Begleitung der "gelben Engel", die alle Radler sicher durch den Straßenverkehr lotsten. Damit auch alle bei Kräften blieben, versorgten Michaela Köhler, Stefan Kamm und Herrmann Bohnengel die Pilger mit Getränken und Essen. Man lernte dabei, die alltäglichen Selbstverständlichkeiten wieder mehr zu schätzen. Viel Kraft brachten zwischendurch auch die Impulse, die Traudi Oppelt und Martina Schierling gestalteten. So ging es einmal darum, schöne Momente der Reise aufzuschreiben, um sich bewusst damit auseinanderzusetzen.

Über Speyer ging es weiter nach Klingenmünster und von dort ins französische Hagenau, zum Kloster Marienthal. Schwester Antoinette bereitete mit weiteren Schwestern ein klösterliches Abendessen zu.

Am nächsten Morgen führte die letzte Etappe über Straßburg zum Odilienberg: Die letzten zehn Kilometer der Reise hatten es mit etwa 795 Höhenmetern in sich. Jeder machte sich in seinem eigenen Tempo auf den Weg und wurde ganz oben, am Ziel, von den Gruppenmitgliedern, die den Berg lieber im Begleitfahrzeug hinter sich gebracht hatten, jubelnd empfangen. Nach rund 522 gefahrenen Kilometern und fünf Tagen Fahrt hatten es alle 53 Pilger ans Ziel geschafft.

Isolde Klimach war zum ersten Mal dabei und beschreibt die Radwallfahrt als eine gigantische Erfahrung, die unter die Haut ging und bei der sie viel Last loswerden konnte. Alle Radwallfahrer hielten trotz starker Hitze und einigen Höhenmetern, bei denen viele wohl auch ihre persönlichen Grenzen überwinden mussten, durch bis zum Schluss, darunter auch die jüngsten mit 13 und 14 Jahren und der älteste mit 70 Jahren. red



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