Oberaurach
Jahresbilanz

Oberaurach mobilisiert Kräfte

 Zwar hat die Gemeinde Oberaurach nicht alles geschafft, was sie sich vorgenommen hat. Doch setzte die Kommune im Steigerwald im Jahr 2012 manchen Meilenstein. Die Bürger machten mit bei der Dorferneuerung und bei der Selbsthilfe.
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Die Oberschleichacher haben schon viel für ihren Kindergarten getan, hier 2009 die Außenanlagen-Gestaltung. Jetzt wird eine Kinderkrippe angebaut. Bürgermeister Thomas Sechser lobte die Eigenleistungen der Bürger in der Großgemeinde Oberaurach. Foto: Archiv
Die Oberschleichacher haben schon viel für ihren Kindergarten getan, hier 2009 die Außenanlagen-Gestaltung. Jetzt wird eine Kinderkrippe angebaut. Bürgermeister Thomas Sechser lobte die Eigenleistungen der Bürger in der Großgemeinde Oberaurach. Foto: Archiv
Die Gemeinde Oberaurach "hat sich im Jahr 2012 weiterhin positiv entwickelt", resümierte Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) bei der Jahresabschluss-Sitzung des Oberauracher Gemeinderats am Donnerstag. "Obwohl nicht alles realisiert werden konnte, was anberaumt war", wie Sechser zugeben musste.

Die Einwohnerzahlen hätten sich konstant gehalten mit leichtem Anstieg in den letzten drei Jahren. Auch die Geburtenzahlen seien erfreulich. So lassen sich die Klassenzahlen an der Schule halten. Sterbefälle waren 28 zu vermelden, geheiratet haben 29 Paare.

Viel Eigenleistung der Bürger

Schwerpunkte lagen in den Dorferneuerungen in den einzelnen Orten. In diesem Zusammenhang sprach Sechser Dank aus an alle Bewohner für Eigenleistungen. In Oberschleichach und Tretzendorf beginnt der Bau der Kinderkrippen, 2013 will man fertig sein.
Der Kindergarten in Kirchaich ist laut Sechser ein Problemkind.

Ein Neubau wäre sinnvoll, vor allem in Hinblick auf die Kinderkrippe, die 2013 bezugsfertig sein sollte. Ein enormer zeitlicher Druck für die Gemeinde. Und so will sich Sechser bei der Regierung und den politischen Mandatsträger erkundigen, ob auch noch nach 2013 ein neues Förderprogramm für Kinderkrippen aufgelegt wird.

Tatkräftiger Bauhof

Lob verteilte das Gemeindeoberhaupt an das Projekt "Bürger helfen Bürgern" sowie an den Bauhof für die Verwirklichung des Erlebnispfades am Tretzendorfer Weiher sowie für die Fertigstellung des Fuß- und Radwegs in Oberschleichach. Trotz Personalwechsels und Erkrankungen in der Verwaltung lief der Parteiverkehr im Rathaus problemlos.

Und Sechser war nicht nur den Mitgliedern im Gemeinderat dankbar für die harmonische Zusammenarbeit, sondern auch den Mitarbeitern in Verwaltung und Bauhof. Zweiter Bürgermeister Hans Albert dankte im Gegenzug Bürgermeister Thomas Sechser für dessen Arbeit.

Weitere Punkte aus der Sitzung

Betreuung Dem Einbau von Kinderkrippen in den Kindergärten von Tretzendorf und Oberschleichach steht seitens der Gemeinde nichts im Wege. Laut Vikar Drexler ist die örtliche Kirche nicht in der Lage, ihren Eigenanteil (Tretzendorf 14   900 Euro und Oberschleichach 16   800 Euro) aufzubringen. Die Diözese Würzburg springt in die Bresche.

Der Finanzierungsplan für Tretzendorf: 221   000 Euro Zuweisung aus dem Sonderförderprogramm, Gemeinde Oberaurach mit 74   700 Euro und Diözese Würzburg 37   300 Euro. Insgesamt 333   000 Euro.

Der Finanzierungsplan für Oberschleichach: die Zuweisung aus dem Sonderförderprogramm 238   100 Euro, Gemeinde 84   100 Euro und Diözese 42   000 Euro. Der Gesamtbetrag liegt bei 364   200 Euro.

Volksbegehren Auf Antrag der Freien Wähler wird allen Bürgern Oberaurachs, vor allem Vollzeit-Berufstätigen und Studenten, die Möglichkeit gegeben, sich am Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren zu beteiligen. Die Gemeinde bietet als Eintragsfrist an: Samstag, 26. Januar, 9 bis 14 Uhr, analog zu den Öffnungszeiten des Wertstoffhofes.

Standesamt Zum 31. Dezember wird die Bestellung der Standesbeamten in Oberaurach, Beate Heß, Stefan Burkel und Bernhard Denner, zurückgenommen. Ab dem 1. Januar 2013 werden die Tätigkeiten vom Standesamt Eltmann mit erledigt. Trauungen können weiterhin im Rathaus Oberaurach vorgenommen werden.

Gartenfeuer Die Gemeinde hat die Verordnung zum Verbrennen holziger Gartenabfälle aktualisiert. Der Verordnungsentwurf beinhaltet das Gleiche wie die bisherige Verordnung. Die Verordnung sieht vor, dass holzige Gartenabfälle nur werktags von 8 bis 18 Uhr und vom 15. März bis 15. Mai und vom 15. September bis 15. November verbrannt werden dürfen.

Stiftungsvermögen Das Gesamtvermögen der "Oberauracher Sport- und Kulturstiftung" betrug zum 31. Dezember 2011 insgesamt 163   491 Euro. An Zinsen kommen 2996,57 Euro dazu. Die Zinserträge werden dem Stiftungskapital zugeführt.

Zuschuss Auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Sechser wird die Kulturförderung im Haushaltsjahr 2012 auf das Niveau 2002 angepasst. Die Jugendförderung bleibt wie 2011. Die Jugendförderung der Sport-, Musik-, Gesang- und Feuerwehrvereine liegt bei 4450 Euro mit zehn Euro Zuwendung je heimischem Jugendlichen. Die Kulturförderung der Musik- und Gesangvereine beträgt 2000 Euro.

Bürgerprojekt Informationen erteilte Thomas Karg zum Bürgerprojekt "Bürger helfen Bürger". Ihm zufolge wurden schon über 1000 Stunden geleistet. Mit dem Projekt fördert Oberaurach die Nachbarschaftshilfe und unterstützt Senioren.

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