Haßfurt
Vernissage

Ob heiter oder ernst: Helga Stegner ist Immer gut

Die Haßfurter Tonkünstlerin Helga Stegner stellte im Saal der Volkshochschule in Haßfurt ihre neuen Werke vor.
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Ein viel bestauntes Objekt: eine Afrikanerin, deren Wuschelhaar aus Metallspiralen besteht.
Ein viel bestauntes Objekt: eine Afrikanerin, deren Wuschelhaar aus Metallspiralen besteht.
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"Keramik - Allerlei", leichtfüßig hatte Helga Stegner ihre vierte Vernissage betitelt und dazu Freunde und Kunstliebhaber am Freitagabend in den Saal der Volkshochschule (VHS) in Haßfurt eröffnet. Der junge Trompeter Hannes Rudolph aus Prappach sorgte für die musikalische Umrahmung, die Laudatio auf die Künstlerin sprach Georg Krebs, ein guter Freund des Hauses Stegner.

Vier Jahre Pause

Etwa vier Jahre ließ die aus Haßfurter stammende Künstlerin Helga Stegner sich seit ihrer letzten Werkschau Zeit, um ihre neuen Objekte zu präsentieren. 150 Kunstobjekte aus Keramik für den Innen- und Außenbereich, die im Zeitraum von einem Jahr entstanden sind, spiegelten jetzt die kreative Schaffenskraft der Künstlerin wider. Bei einem Rundgang durch die dargestellten Exponate konnten sich die Gäste an der vielseitigen Fülle der Objekte erfreuen. Ein buntes Kaleidoskop mit einem Querschnitt der Arbeit war zu erkennen: Lustige Figuren mit frech-grinsenden Gesichtern, die pure Lebensfreude und Optimismus ausstrahlten, schauten den Beobachter an. Doch Stegner kann auch ganz anders.

Originelle Ideen

In seiner Laudatio würdigte Georg Krebs die Schaffensweise der Künstlerin. Neben ihrer eigenen Kreativität und Originalität habe Stegner laut Krebs kein Problem, sich von fremden Ideen anregen zu lassen. So haben es der Künstlerin die Grafiken und Aquarelle von Paul Klee angetan, nach denen sie ihre Engelsdarstellungen arbeitete.

Die Künstlerin besuchte in den 1970er Jahren Kurse des aus Eltmann stammenden Bildhauers Heinrich Söller an der Volkshochschule Schweinfurt. Seine Prägung ist laut Laudator Krebs in vielen Werken der damaligen Schülerin zu erkennen. Die Kleinplastiken der Künstlerin entstehen in ihrer Werkstatt, die gleich neben ihrem Haus gelegen ist.

Bei den Großplastiken, vor allem bei den Schalen sei die Experimentierfreude von Stegner erkennbar, unterstrich Georg Krebs. Sie entstehen nicht in der Wulst- oder Plattentechnik, sondern durch Formen von kleinen Tonkugeln, die innen und außen verstrichen werden. Dies bezeichnete Krebs als einen Schaffensprozess, der sich über einen längeren Zeitraum in Etappen hinzieht. Und dieses Zeit-Lassen wirkt sich auf die Arbeit aus.

Krebs ging ferner auf den Brand der Objekte ein. Helga Stegner beherrscht eine Kunst. Sie wendet den sogenannten Schrühbrand an, dem sich der Raku-Brand anschließt. Für diese Arbeiten fährt Stegner ins Elsass in die Werkstatt von Georg Krüger, wo sie vor einigen Jahren vier Semesterkurse besuchte. Ihr Können gibt Helga Stegner auch heute noch in den Kursen der Volkshochschule in Haßfurt weiter.

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