Eltmann
Erschließung

Neues Baugebiet in Eltmann wächst

Ortsbesichtigungen standen im Mittelpunkt der Sitzung des Eltmanner Bauausschuss. Heftige Kritik gab es wegen einer Plakattafel.
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Der trockene Sommer hatte auch Vorteile: Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet "Am Hahn II" in Eltmann liegen  im Zeitplan. Der Bauausschuss machte sich am Montag ein Bild von der derzeitigen Situation.  Sabine Weinbeer
Der trockene Sommer hatte auch Vorteile: Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet "Am Hahn II" in Eltmann liegen im Zeitplan. Der Bauausschuss machte sich am Montag ein Bild von der derzeitigen Situation. Sabine Weinbeer
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Als verkehrsgefährdend, verschandelnd und "ohne jede Sinnhaftigkeit" stufte der Bauausschuss des Stadtrates Eltmann in seiner Sitzung am Montag beleuchtete doppelseitige Plakatwerbeboards in der Bamberger Straße in Eltmann ein. Mit dieser Einschätzung liegen Bürgermeister Michael Ziegler und die Mitglieder des Ausschusses ganz auf Linie der Anwohner der Bamberger Straße.

Wie in vielen anderen Orten auch möchte die Telekom ihr Grundstück an der Bundesstraße für die 5,4 mal 3,2 Meter große Werbetafel zur Verfügung stellen. Michael Ziegler verlas mehrere Schreiben von empörten Anwohnern, die eine solche Werbeanlage als Belästigung ansehen. Zudem verweisen sie auf die Hecken, die auf dem Telekom-Grundstück über die Jahre entstanden sind und die als Nistplatz für viele Vögel dienen. Eine Nachbarin bat die Stadt, "auch wenn die endgültige Entscheidung vermutlich auf anderer Ebene fällt, ein Zeichen zu setzen gegen diesen Unsinn".

Allen Einwendungen der Nachbarn könne er sich voll anschließen, erklärte Bürgermeister Michael Ziegler und auch unter den Ausschussmtgliedern herrschte übereinstimmende Ablehnung, die in einen einstimmigen Beschluss mündete. Etwas enttäuscht waren die Mitglieder des Gremiums von der Stellungnahme des Staatlichen Bauamts, das wegen der Innerortslage keine Einwände gegen die Werbung vorbrachte.

Vor der Sitzung ging es bei den Ortseinsichten zunächst um die Regelung des ruhenden Verkehrs im Gewerbegebiet Eltmann, das am Ortsrand von Limbach liegt. Prosperierende Firmen haben dort ihren Sitz, was mehr Kundenverkehr bedeutet, aber auch mehr Mitarbeiter-Fahrzeuge, die abgestellt werden müssen. Obwohl alle Firmen eine große Zahl von Stellplätzen auf ihren Grundstücken vorhalten, kommt es immer wieder zu problematischen Situationen, vor allem wenn große Lastzüge anliefern. Nach einer Verkehrsschau mit der Polizei und der Ortseinsicht des Bauausschusses gemeinsam mit den Anliegern soll die Stadtverwaltung nun eine Regelung finden mit eindeutig eingezeichneten Parkplätzen.

Sehr zufrieden war der Bauausschuss mit dem neuen Weg zur Kriegergedächtniskapelle. Der Weg, an dem auch Kreuzwegstationen stehen, war im Herbst vergangenen Jahres gesperrt worden, weil das Begehen zu gefährlich geworden war. Auf 550 Metern wurden die vorhandenen Stufen ausgebaut, die Entwässerung verbessert und eine neue, durchgehende Asphaltdecke aufgebracht. Rund 40 000 Euro hat das insgesamt gekostet, mit zehn Prozent beteiligt sich die Kirche. Ein Lob galt der ausführenden Firma. Am Beginn des Weges gegenüber der Grundschule werden noch Bügel eingebaut, um ein Befahren des neuen Weges zu verhindern.

Zufrieden äußerten sich die die Ausschussmitglieder über den Baufortschritt am Neubaugebiet "Hahn II", wo die Erschließung auf Hochtouren läuft. Die Grundstruktur der Siedlung ist bereits erkennbar, demnächst wird die Heizleitung verlegt. Die Haupterschließungsstraße solle bis zur "Wallburg-Weihnacht" fertiggestellt sein, erklärte Bürgermeister Ziegler. Derzeit ist die Wallburg nur über die Schlosssteige zu erreichen. 27 neue Bauplätze entstehen im neuen Baugebiet.

In Roßstadt soll die Dorferneuerung weitergehen. Die Stadt hatte versucht, beim Amt für ländliche Entwicklung neben Kirchplatz und altem Rathaus und den direkt anliegenden Gassen auch die Steige und den Kirchweg einzubeziehen. Das wurde jedoch vom Amt abgelehnt, weil das Roßstadter Budget mit den bisher geplanten Projekten ausgeschöpft ist. Wann es in Roßstadt weitergeht, hat der Stadtrat noch nicht beschlossen.

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