Recheldorf
Sicherheit

Neues Auto ersetzt einen Anhänger

Die Feuerwehr Recheldorf hat ein besonderes Einsatzfahrzeug offiziell in Dienst genommen. Es erhielt den kirchlichen Segen.
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Das Sondertragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Recheldorf, ein VW Amarok, wurde am Samstagabend von Pfarrerin Sonja von Aschen und Diakon Michael Reubel gesegnet. Helmut Will
Das Sondertragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Recheldorf, ein VW Amarok, wurde am Samstagabend von Pfarrerin Sonja von Aschen und Diakon Michael Reubel gesegnet. Helmut Will
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Ein Sondertragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Recheldorf wurde am Samstagabend eingeweiht. Ein VW Amarok war umgebaut worden und kann nun die Feuerwehrspritze und die dazugehörige Ausrüstung mit fünf Mann Besatzung schneller zum Einsatzort bringen. Das Auto ist ein echter Hingucker, der sich von den üblichen Feuerwehrfahrzeugen unterscheidet.

"Heute sind wir schon wieder da, um ein Feuerwehrfahrzeug einzuweihen, und das ist gut so", sagte Pfarrerin Sonja von Aschen, die zusammen mit Diakon Michael Reubel im Zelt auf der Dorfstraße einen Gottesdienst feierte. Die Pfarrerin und der Diakon verglichen im gegenseitigen Dialog einen Kundendienst des Feuerwehrautos mit einem Innehalten und Überlegungen, sich selber einmal zu hinterfragen. Dazu könne die Bibel als "Kundendienstheft" dienen. "Da steht genug drin, um für vieles Rat und Hilfe zu finden", sagte sie. Gemeinsam segneten sie das Fahrzeug.

Der Kommandant der Feuerwehr Recheldorf, Wilfried Schmidt, erklärte zum Auto: "Wir haben zwei Jahre gesucht, umgebaut, Geld und Zeit investiert und heute steht es da, unser neues Feuerwehrfahrzeug." Nach seinen Worten ging die Initiative für das Feuerwehrzeug vom Zweiten Kommandanten Uwe Köhler aus und viele Helfer hätten mit Rat und Tat zur Seite gestanden, als der VW Amarok zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut wurde. Der Dank des Kommandanten galt allen Spendern und der Gemeinde Untermerzbach für die finanzielle Hilfe.

Der Untermerzbacher Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) freute sich, dass durch Eigeninitiative das Feuerwehrfahrzeug geschaffen wurde. "Ohne die Eigeninitiative der 18 Feuerwehrleute mit ihrer Vereinsvorstandschaft hätte es hier in Recheldorf kein Feuerwehrfahrzeug gegeben", sagte der Bürgermeister. Er skizzierte den Weg von der Idee bis zum fertigen Fahrzeug, welches den 60 Jahre alten Tragkraftspritzenanhänger ablöst. Bei einer Gesamtinvestition von 32 000 Euro blieb nach seinen Worten nach Abzug der Eigenmittel und der zugesagten Spenden eine Deckungslücke von 23 000 Euro, welche die Gemeinde übernahm, und es kamen noch 3000 Euro für die Anschaffung des Funkes hinzu. "Ihr Feuerwehrleute seit es uns wert, in euch, in die Feuerwehr zu investieren", sagte Helmut Dietz. Spielten die Feuerwehren doch eine wichtige Rolle im Sicherheitskonzept einer Gemeinde und auch für das gesellschaftliche Leben in den Dörfern. Dietz lobte auch, dass die Feuerwehr Recheldorf in den letzten Jahren viel am Feuerwehrhaus getan habe, um es in Schuss zu halten.

Der Kreisbrandinspektor Thomas Habermann (Unterpreppach) gratulierte der Feuerwehr Recheldorf zu ihrem neuen Fahrzeug. "Investitionen in Fahrzeuge mit ihrer Technik tragen zu unserer aller Sicherheit bei", sagte er. Alle hätten ihr Ehrenamt bei der Feuerwehr so verinnerlicht, dass sie bei allen Einsatzlagen bereit seien, lobte er.

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