Haßfurt
Bauvorhaben

Neuer Parkplatz an der Berufsschule

In der Kreisstadt quellen Schulen, Kinderbetreuungen und die Klassenzimmer über. Der städtische Bauausschuss befasste sich mit Parkplätzen und Containern.
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Mehr Parkplätze werden es nicht: Oben an der Berufsschule auf dem ehemaligen Druckerei-Gelände am Langen Rain legte der Landkreis diesen Ausgleichsparkplatz an.Brigitte Krause
Mehr Parkplätze werden es nicht: Oben an der Berufsschule auf dem ehemaligen Druckerei-Gelände am Langen Rain legte der Landkreis diesen Ausgleichsparkplatz an.Brigitte Krause
An der Haßfurter Berufsschule im Bereich Langer Rain segnete der Haßfurter Bauausschuss eine Ausgleichsmaßnahme ab. Hier wurde ein Parkplatz angelegt für 21 Parkplätze. Diese entfallen auf dem Gelände an der Zeppelinstraße. Hier bei der Fachakademie für Sozialpädagogik werden auf einer Parkpläche zwei Container aufgestellt, um die Raumnot zu lindern.

Weitere Themen wie das millionenschwere neue Kesselhaus am Haus Haßfurt der Haßberge-Kliniken beschäftigten den Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstag ebenfalls. In dem Kesselhaus wird Dampf erzeugt, der für die Sterilisation von OP-Gerätschaften notwendig ist. Erst kürzlich teilte die Regierung von Unterfranken mit, dass das Vorhaben nahezu mit 100 Prozent Zuschüssen finaniert wird: 1,08 Millionen Euro fließen frür das Projekt, das im Keller des Krankenhauses untergebracht ist.

Wie der Vorstandsvorsitzende des Kommunalunternehmens Haßberg-Kliniken, Stephan Kolck, auf Anfrage erläuterte, sind die beiden Hochdruck-Kessel das Teuerste an der Anlage. Am Ende wird so genannter Rein-Dampf erzeugt, der dazu dient, hygienisch einwandfreie OP-Instrumente zu erhalten. Verdampftes Wasser alleine ist nämlich noch lange nicht für die Sterilisation geeignet, es ist in einer ersten Stufe "Schwarzdampf"; erst nachdem es in einem eigenen Rein-Dampf-Erzeuger aufbereitet wurde, entsteht der Weißdampf zum Abtöten aller Keime und Bakterien.


Dampf hilft bei der Stromeinsparung

Der Clou an der Haßfurter Anlage: Überschüssiger Dampf kann in der Küche quasi 1:1 genutzt werden für die Spülmaschine sowie für die Kombidämpfer zur Essenszubereitung. Das spart deutlich Strom ein. Laut Kolck entstehen gerade am Vormittag durch den Küchenbetrieb und den Betrieb beispielsweise der Computer- und Magnetresonanz-Tomographen riesige Tagesspitzen beim Stromverbrauch.

Ferner ging es in der Bauausschusssitzung um Erweiterungen an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Wie Bürgermeister Günther Werner anmerkte, platzen viele aus allen Nähten.
Container werden beispielsweise am alten Gymnasium in der Dr. Neukam-Straße aufgestellt, um hier weiteren Aufenthaltsraum zu schaffen. Hier werden um die 150 Grundschüler betreut, die zum Teil auch aus der Grundschule Nassachtal kommen. Hier wird eigens eine Mittagsbetreuung errichtet. Bis diese fertig ist, fahren die Schüler eben zum Schulzentrum.

An der Kindertagesstätte St. Barbara im Lilienweg werden bis zu 100 Kindergartenkinder und Krippenkinder betreut. Nicht alle bleiben über Mittag da, doch ist der neuen Container für Küche und Esszimmer sinnvoll, um die mittlerweile entstandene Enge zu lindern.

Das ehemalige Dienstbotenspital an der Promenade (Pfarrgasse) gehört der Bürgerspitalstiftung und beherbergt Wohnraum. Im Erdgeschoss ist eine kleine Wohnung dringend zu sanieren. Die Sanierung mit einem Volumen von 150 000 Euro übernimmt die Stadt. Die Denkmalpflege hat dabei ein Wörtchen mitzureden. Im Bauausschuss wurde die Sanierung begrüßt, da es auch im Sinne der Bürgerspitalstiftung sei, das Vorhandene zu erhalten, wie es hieß.

Die städtischen Betriebe Haßfurt stellen auf dem Grundstück des Biogaswerkes an der Osttangente Batteriespeicheranlagen mit Trafos und Umrichter auf. Der Batteriespeicher hat laut Stadtwerk-Chef Norbert Zösch eine Leistung von acht Megawatt und dient in erster Linie zur Regelenergie (Energie, die ein Netzbetreiber benötigt, um unvorhergesehene Leistungsschwankungen in seinem Stromnetz auszugleichen). Die Biogasanlage wird von 24 Landwirten und der Städtische Betriebe Haßfurt GmbH betrieben. Sie erzeugt im Jahr 12,2 Millionen Kilowattstunden Strom (eine Menge, die etwa 4000 Haushalte brauchen) und versorgt Freizeitzentrum, Schule und die Firma Finncomfort mit Wärme.

Vorgelegt wurde der Tekturantrag des Caritasverbandes für die Generalsanierung des St.-Bruno-Heims. Hier geht es nun an den letzten Bauabschnitt, die Sanierung des Gebäudes an der Promenade. Umgestaltet wird dabei der bestehende Eingangsbereich in eine barrierefreie Form. Laut Bürgermeister Günther Werner liegt das Vorhaben im Zeitplan.

Schließlich ging es auch im die Firma Bosch-Rexroth, bei der ein neues Bürogebäude entsteht. Im obersten vierten Stock ist die Technik untergebracht (Klimaanlage und Abluft). Im Ausschuss wurde angesprochen, dass das Landratsamt auf den Emissionsschutz achten solle.
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