Laden...
Ebern
Jahresversammlung

Neue Gesichter und neue Ideen beim Kulturring

Der Dachverband von Eberns Vereinen hat wieder ein komplettes Führungsteam, das mit frischem Elan und geänderten Vorstellung an- und auftritt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Freitagabend wurde die neue Vorstandschaft des Eberner Kulturrings um Vorsitzenden Walter Ullrich (sitzend dritter von links) gewählt.
Am Freitagabend wurde die neue Vorstandschaft des Eberner Kulturrings um Vorsitzenden Walter Ullrich (sitzend dritter von links) gewählt.
Viele in Ebern zwar nicht unbekannte, aber in dieser Gruppierung doch neue Gesichter gibt es nun in der frisch gewählten und neu aufgestellten Kulturrings-Vorstandschaft. Am Freitagabend trafen sich das Gremium und einige Vereinsvertreter zur Jahresversammlung des Kulturrings im Probenraum des Blasorchesters in der Braugasse.

Nachdem Eberhard Wohl im März 2016 seinen Rücktritt als Kulturrings-Vorsitzender erklärt hatte, übernahm Walter Ullrich das Amt kommissarisch. Da auch einige Vorstandsmitglieder aus ihren Ämtern schieden, hat Walter Ullrich in den letzten eineinhalb Jahren viel daran gesetzt, das Gremium von insgesamt 13 Vorstandsmitgliedern wieder aufzufüllen. Das ist ihm gelungen und am Freitag lag die Liste mit den Auserkorenen zur Abstimmung vor.

Einstimmig wurden die von Walter Ullrich vorgeschlagenen Ausschussmitglieder, zu denen "Alte Hasen", aber auch ganz neue Gesichter gehören, von den Vereinsvertretern gewählt. Für die nächsten drei Jahre werden Walter Ullrich als Vorsitzender, Lisa Meister als zweite Vorsitzende, Rainer Schor als Kassier und Christian Giebfried als Schriftführer agieren. Als Beisitzer wählten die Versammlungsteilnehmer Daniel Baiersdorfer, Christian Burkard, Frank Glock, Jürgen Hennemann, Peter Kraus, Thomas Limpert, Janina Reuter, Katrin Schor und Fabian Weber ins Gremium. Rainer Kaffer und Gabi Pfeufer gehören als Vereinsbeauftragter des Stadtrates und Geschäftsführerin des Kulturrings automatisch zum Ausschuss. Das Amt der Kassenprüfer haben nun Timo Hohnhausen und Rainer Kaffer inne.

Walter Ullrich war es wichtig, junge Leute mit ins Boot zu holen. Daraus erhofft er sich nicht nur pfiffige Ideen und frischen Wind, sondern er blickt auch voraus, wie es mit dem Kulturring weitergehen soll. "Ich habe in den eineinhalb Jahren versucht, eine gute Vorstandschaft zusammenzustellen und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit", wünscht sich Ullrich.

In seinem Bericht ließ Walter Ullrich die letzten eineinhalb Jahre, in denen er nun schon als Vorsitzender fungierte, Revue passieren. "Ich hab ja gar nicht gewusst, worauf ich mich da einlasse, als mich Eberhard gefragt hat, ob ich nicht sein Amt übernehmen möchte."

Denn nicht nur personell gab es beim Kulturring Veränderungen. Auch neue Ideen wurden eingebracht und Umstrukturierungen vorgenommen. Dies betrifft vor allem den Fasching. Erstmals fand der Faschingsauftakt um 11.11 Uhr, sondern am Abend mit Live-Musik statt. Diese Veränderung hat sich durch sehr gute Besucherzahlen bestätigt, so dass der Rathaussturm auch heuer am 11.11. um 19.19 Uhr sein wird.

Bei den Bunten Abenden gab es ebenfalls einen Umbruch. Diese fanden zum ersten Mal in der Frauengrundhalle und nicht in der Gymnasium-Aula statt. Moderiert nicht mehr von Eberhard Wohl sondern von Christian Giebfried und Fabian Weber. Anstrengend waren die Vorbereitungen für die Neuauflage des Eberner Faschings 2017, da krankheitsbedingt auch die Geschäftsführerin einige Wochen ausfiel. Dazu kam noch die Mühe, aus der Frauengrundhalle einen tauglichen Veranstaltungssaal zu machen.

Diese Herausforderungen habe die Kulturrings-Vorstandschaft gut gemeistert. Auch wenn es an manchen Stellen noch nicht ganz reibungslos ablief, können sie doch auf eine durchaus gelungene Veranstaltung zurückblicken. "Wo wir noch dringend hinarbeiten müssen, ist es, auch den Freitagabend auszuverkaufen. Dann hätten wir deutlich mehr Einnahmen", wünscht sich Walter Ullrich.

Auch beim Faschingszug, an dem heuer 57 Gruppen teilnahmen, könne unterm Strich mehr übrig bleiben, wenn es genügend Kassenpaare zum Kassieren gäbe. "Wir könnten locker 1000 Euro mehr haben, wenn wir genügend Kassierer hätten, die flächendeckend den Eintritt eintreiben könnten. Heuer waren es wirklich extrem wenige Kassierer, die sich gemeldet haben. Ich hoffe, dass Ihr bei Euren Vereinen Werbung macht und wieder mehr Kassenpaare stellen könnt. Es bleiben dabei ja 10 Prozent Eurer Einnahmen für den Verein übrig", appellierte Walter Ullrich an die Vereinsvertreter.

Auch das Eberner Ferienprogramm ist eine große Sache, die der Kulturring in Zusammenarbeit mit der Stadt auf die Beine stellt. Doch auch hier soll es künftig anders laufen. "Heuer ist das mit dem Ferienprogramm nicht so gut gelaufen. Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Da gab es im Vorfeld einfach zu viel Verwirrung und Hin und Her. Ich finde es schade, dass wir nur 14 Veranstaltungen von zwölf Vereinen anbieten konnten und das, wo die Ferien doch sechs Wochen dauern. Das ist einfach zu wenig. Ich appelliere an unsere Mitgliedsvereine: Ihr habt durch das Ferienprogramm die Möglichkeit, Eure Arbeit darzustellen, Ihr könnt euch präsentieren und vielleicht bleibt der ein oder andere bei euch hängen und wird Mitglied", so Ullrich. Im nächsten Jahr wird der Kulturring das Ferienprogramm alleine auf die Beine stellen, um so für einen reibungsloseren Ablauf zu sorgen.

Der Vereinsbeauftragte Rainer Kaffer bedauerte in seinem Bericht auch, dass sich heuer nur so wenige Vereine am Ferienprogramm beteiligt haben. "Das ist so schade, denn eine günstigere Werbung gibt es für die Vereine nicht", so Rainer Kaffer.

Auch den "Tag der Vereine" sprach Walter Ullrich an. "Das war ein Super-Tag, mit vielen Veranstaltungen am Marktplatz. Schade, dass nur 22 Vereine einen Stand und rund fünf Gruppen einen Bühnenauftritt hatten. Bei rund 107 Mitgliedsvereinen wäre es schön, wenn beim nächsten Mal mehr mitwirken", hofft der Vorsitzende.

Des Weiteren haben im vergangenen Jahr zehn Vorstandssitzungen sowie ein Faschingsworkshop stattgefunden, bei dem die Ausschussmitglieder Ideen sammelten, was man bei Faschingsauftakt, Bunten Abenden und Faschingszug noch optimieren könnte.

Aus dem Kassenbericht von Gabi Pfeufer ging hervor, dass der Kulturring finanziell gut dasteht, auch wenn man im vergangenen Kassenjahr ein Minus von rund 3000 Euro gemacht hat. "Anders sähe das aus, wenn wir bei den Bunten Abenden den Freitag ausverkauft hätten und wenn es beim Faschingszug mehr Kassierer geben würde. Uns rutscht so wirklich Geld durch die Finger", so die Geschäftsführerin.
Bei den Bunten Abenden schlagen vor allem die Kosten für Bühnenaufbau, Beleuchtung und Technik ins Gewicht. Auch die GEMA-Gebühren sind nicht unerheblich.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren