LKR Haßberge
Ökologie

Naturnahe Gärten sind das Ziel

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege schrieb einen Wettbewerb für die Hobbygärtner aus. Das Ergebnis: große Vielfalt.
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Viel Herzblut und Achtsamkeit im Umgang mit der Natur steckt im Garten von Salome Scholtens in Fatschenbrunn, die sich am Wettbewerb "Naturnaher Garten" beteiligt hat.  Foto: Sabine Weinbeer
Viel Herzblut und Achtsamkeit im Umgang mit der Natur steckt im Garten von Salome Scholtens in Fatschenbrunn, die sich am Wettbewerb "Naturnaher Garten" beteiligt hat. Foto: Sabine Weinbeer
Wenn Menschen ihren Garten gestalten, dann gibt es die unterschiedlichsten Philosophien: Ruheoase, Nutzgarten, strenge Linien oder üppige Blühstauden. Welche Vielfalt es da gibt, zeigt jährlich der "Tag der offenen Gartentür". Der Kreisfachberater für Gartenbau, Guntram Ulsamer, hat schon viele Gärten im Landkreis gesehen - und in den letzten Wochen dennoch viele positive Überraschungen erlebt, dann da ging es um den Wettbewerb "Natur im Garten" des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege. Für die Jury hat sich bezeigt: Das Leaderprojekt "Gartenkultur im Landkreis Haßberge" hat eine breite Basis.


Intakte Lebensräume

Gesucht wurden im Wettbewerb Gärten als ökologisch intakter und naturnaher Lebensraum für Mensch und Natur. Dabei ging es aber nicht um die reine Wildnis, sondern vielmehr soll "der Garten einen Gestaltungswillen erkennen lassen", heißt es in der Ausschreibung. Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um Nutz- oder Wohngärten handelte.

Und so war das Spektrum der Bewerbungen breit gefächert. Vom erst wenige Jahre alten Siedlungsgarten bis zum großflächigen Garten mit bis zu 2500 Quadratmetern, der Sitzgruppen ebenso Platz gewährt wie großen Gemüsebeeten, Beerenhecken und Obstbäumen, oftmals auch Haustieren vom Stallhasen bis zum Pferd.


Viele Möglichkeiten

Viele passionierte Gärtner mit kreativen Ideen lernten Guntram Ulsamer, sein Kollege Johannes Bayer und die weiteren Jury-Mitglieder kennen. Einen ganz jungen Wohngarten haben Doris und Michael Will in Ebern, während der Siedlungsgarten von Gerlinde Zimmermann in Zeil über viele Jahre gewachsen ist. Renate Rottmann gestaltete das ehemalige Sägewerksareal in Oberschleichach besonders vielfältig, hält dort Hühner und bietet auf ihrem weiträumigen Gelände Obstbäumen und naturnahen Wiesen ebenso Platz wie exotischen Bäumen wie dem Tulpenbaum oder der Paulownie.

Auch interessante Ideen sammelte die Jury, etwa die "Verpackung" für den Wassertank bei Barbara und Otto Hornung in Ebern oder die Gestaltung von Teichen und die Anlage von Trockenmauern. Enormes Sortenwissen trafen sie bei Heinz Käb an. Der Hofheimer war der älterste Teilnehmer und mit seinen 85 Jahren ist er ein Beispiel dafür, dass Gartenarbeit jung erhält. Alle Gärtner sind mit großer Hingabe dabei. Salome Scholtens in Fatschenbrunn pflegt beispielsweise Topfpflanzen, die bis zu 50 Jahre alt sind, während Seppo Beller in Vorbach Gehölze selbst vermehrt.


Vernetzung ist das Ziel

Da der Wettbewerb eher dazu dienen soll, die Hobbygärtner im Kreis zu vernetzen und die Gartenkultur zu beleben, wird es für alle Teilnehmer eine entsprechende Anerkennung geben, wenn am Dienstagabend, 22. August, um 18 Uhr in Unterschwappach die Prämierung durch den Kreisverband für Gartenbau und Landespflege in einem Privatgarten stattfindet.


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