Rügheim
Genial daneben

"Warum wiegt ein Hefe-Päckchen 42 Gramm?" Franke schafft es mit dieser Frage ins Fernsehen

Michael Ott aus Rügheim in Unterfranken schaffte es mit seiner Einsendung als Kandidat zur Sat1-Sendung "Genial daneben". Hätten Sie die Antwort auf seine Hefe-Frage gewusst?
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Michael Ott kehrte mit Frau Sabine zwar ohne Gewinn, aber mit vielen Eindrücken von der Fernsehaufzeichnung zurück. Foto: Günther Geiling
Michael Ott kehrte mit Frau Sabine zwar ohne Gewinn, aber mit vielen Eindrücken von der Fernsehaufzeichnung zurück. Foto: Günther Geiling

Franke mit Hefe-Frage bei Genial daneben: Ein 42-Gramm-Würfel Hefe sollte für Michael Ott aus Rügheim (Kreis Haßberge) aufgehen in einem Gewinn von 5000 Euro.

Dazu reichte Ott eine Frage ein bei dem Quiz-Revival "Genial daneben" auf Sat1. Mit Erfolg, denn er wurde als Kandidat für die Fernsehsendung nach Köln eingeladen. Wie er zu dieser Idee kam, was es mit seiner "Hefe-Frage" auf sich hatte und mit welchen Eindrücken und Erfahrungen er aus der Fernseh-Show zurückkam, teilte er uns in einem Gespräch mit.

Quizbegeistertes Ehepaar aus Franken

Das Ehepaar Michael und Sabine Ott liebt Quizsendungen - vor allem das Comedian-Quiz "Genial daneben". "Wenn zwischen 19 und 20 Uhr bei uns das Telefon klingelt, gehen wir nicht ran," sagt Michael Ott, und seine Frau Sabine ergänzt: "Quizsendungen sehen wir einfach gern." Bei Michael Ott hat es deswegen auch schon länger gekribbelt, hier einmal selbst mitzumachen.

Ausgerechnet eine Sendung des Radio-Morgenmagazins habe sich dann mit der Hefe beschäftigt und damit, dass es Hefe in Päckchen mit 42 Gramm gebe und wie viel Päckchen man brauche, um auf ein Kilogramm zu kommen. Da sei ihm sofort der Gedanke gekommen, eine Frage dazu an "Genial daneben" zu schicken.

"Drei Tage später hat schon die Produktionsfirma angerufen und Fragen zu meinem Namen, Alter, Beruf und auch nach einer Story von mir gestellt." Da habe er erzählt, dass er in einem Brauereiverein sei. Das habe möglicherweise in Zusammenhang mit der Hefe dazu beigetragen, seine Frage auszuwählen.

Kuriose Fragen gefragt

Um teilnehmen zu können, muss man vorher kuriose Fragen einsenden, die von einem prominenten Rateteam beantwortet werden müssen. Erraten die Prominenten die Frage richtig, so geht der Kandidat leer aus. Dann wird ein Zuschauer im Studio ausgelost, der 500 Euro aus der ersten Runde gewinnt.

Wird die Frage aber falsch beantwortet, bekommt der Kandidat diese 500 Euro von Moderator Hugo Egon Balder ausgehändigt und kommt ins Finale. Dort hat er dann die Chance, mit seiner richtigen Antwort bei dieser "Special-Sendung" noch 4500 Euro dazu zu gewinnen. Dem Fragesteller sollte es also gelingen, mit seiner Frage das "Promi-Panel" in die Irre zu führen.

"Warum wiegt ein Päckchen Hefe 42 Gramm?"

Mit der Frage "Warum wiegt ein Päckchen Hefe 42 Gramm?" hatte dann Michael Ott die Einladung zur Sendung in der Tasche und durfte für zwei Tage mit Ehefrau Sabine zur Aufzeichnung der Sendung nach Köln anreisen. Das Hotel war natürlich reserviert und Michael und Sabine Ott fanden auch noch Zeit, die Altstadt mit dem Dom zu besichtigen.

"Ich sollte aber drei Stunden vor der Aufzeichnung da sein und sollte auch verschiedene Kleidung dabeihaben. Kleinkarierte oder sehr auffällige T-Shirts mit Aufschriften sollten es nicht sein." In einem Nebenraum sei dann ein Interviewer gekommen, der noch einmal auf den Lebenslauf einging und auch Anekdoten aus dem Leben abfragte, die in der Sendung angesprochen werden könnten.

Einblicke hinter die Kulissen von Genial daneben

Danach habe man das Studio betreten dürfen, in dem gerade die vorausgegangene Folge abgedreht worden sei. An einem Tag werden drei Folgen abgewickelt. Michael Ott zeigte sich überrascht, dass das Studio an sich sehr klein und nicht viel größer als ein Wohnzimmer mit 100 Zuschauerplätzen sei. "Wir wurden erst durchs Studio geführt, und alles wurde minutiös und genau abgesprochen, sogar der Weg, auf dem wir von unserem Platz zum Rateteam gehen mussten. Dass sie dafür nicht auch noch Linien auf den Boden gemalt hatten, bedeutete schon viel."

Danach sei habe es eine Tonprobe gegeben, in der Michael Ott langsam und deutlich sprechen musste. "Ich habe schon in der Probe dazu gesagt: ,Ich bin Michael Ott und will 5000 Euro gewinnen.'" Anschließend sei er natürlich in der "Maske" auch etwas gepudert worden, damit das Gesicht nicht so glänze. Durch einen Vorhang hätten die Kandidaten auch verfolgen können, wie die Zuschauer ihre Plätze einnahmen. Seine Frau Sabine saß genau hinter Hugo Egon Balder und damit auch im Blickfeld der Kamera.

Spannung bis zur Klappe

Dann stieg die Spannung immer mehr an, bis die Klappe fiel und damit die Aufnahme eröffnet wurde. "Ich war ja erst als fünfter Kandidat von insgesamt sechs an der Reihe und musste deswegen fast am längsten warten. Das hat mir die Nervosität etwas genommen und so war ich recht ruhig", meinte Michael Ott, als er seine Anekdote vom Brauverein Rügheim erzählte, der seit zwei Jahren wieder braue. Dabei ging er auf obergäriges und untergäriges Bier ein.

Spontan kam die Frage aus der Runde, ob es dort auch "Kölsch" gebe. Dies wurde aber verneint, da man nicht die richtigen Gläser habe. Natürlich interessierte auch die Frage, was er mit dem Gewinn von 5000 Euro mache, wenn er gewinne. Michael Ott verriet es: "Wenn ich 5000 Euro gewinne, kaufe ich ein Motorrad mit Beiwagen."

Dann ging es um die Frage "Warum wiegt ein Päckchen Hefe 42 Gramm?" und es wurden diese drei Antworten präsentiert: Antwort A: "Weil 12 Würfel etwa 1 Pfund ergeben." Antwort B: "42 Gramm sind eine englische Apotheker-Unze." und Antwort C: "Es ist die maximale Menge, die ein Mensch verträgt."

Hella von Sinnen knackt Hefe-Frage aus Franken

Das Rateteam, das aus Hella von Sinnen, Wigald Böning, Bülent Ceylan und Kaya Yamar bestand, versuchte sich nun an die Antwort heranzutasten - anfangs in Richtung Bier und englischer Unze. "Das freute mich", meinte Michael Ott, der sich da schon in der zweiten Runde sah. Plötzlich meinte Hella von Sinnen "Ich habe mit Bier völligen Blödsinn geredet. Es kann auch mal beim Backen sein", wo man Hefe hingebe und so tippte sie als "Teamkapitänin" auf die Antwort A "Weil 12 Würfel etwa ein Pfund ergeben". Das war richtig und bedeutete das vorzeitige Aus für Michael Ott.

"Ich war natürlich etwas enttäuscht, dass ich damit nicht in die Finalrunde weiterkam, um weiter auf der Siegerstraße zu bleiben." Dort gewann dann der 20-jährige Student Julian Ganser aus Bonn, der mit der "hautverjüngenden Wirkung" des japanischen Reisweines Sake weitergekommen war. Er setzte sich im Finale mit der richtigen Antwort zur "Ketwurst" gegen zwei Frauen durch und durfte somit die 5000 Euro in Empfang nehmen.

"Außer Spesen nichts gewesen!" Dieses Fazit zog Michael Ott trotzdem nicht für sich und seine Frau Sabine. "Wir konnten keinen Gewinn mit heimnehmen, aber viele Eindrücke von Köln und der interessanten Abwicklung einer Aufzeichnung für das Fernsehen. Durch die Mitwirkung an dieser Fernsehsendung habe ich aber auch Blut geleckt und schon die nächsten zwei Fragen an den Sender gesandt."

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