Ebern
Altersjubilarin

Mit 100 Jahren: "Das Leben geht weiter"

Frieda Gechter aus Hafenpreppach feierte am Donnerstag im Eberner Seniorenzentrum ihren 100. Geburtstag. Die ehemalige Wirtin aus Hafenpreppach hält Geselligkeit und Menschenfreundlichkeit für ihr Erfolgsrezept. Ein nachahmenswertes Vorbild
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Nach 100 Jahren traf Frieda Gechter auf Bürgermeister Jürgen Hennemann und Landrat Wilhelm Schneider (im Bild von links(
Nach 100 Jahren traf Frieda Gechter auf Bürgermeister Jürgen Hennemann und Landrat Wilhelm Schneider (im Bild von links(
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"Immer lustig, gesellig und hilfsbereit." So beschreiben sie die Lieben, die ihr nahe stehen, ihre Hafenpreppacher und damit letztlich ihr Erfolgsrezept. Frieda Gechter, ehemalige Wirtin in Hafenpreppach, feierte am Donnerstag im Seniorenzentrum St. Elisabeth in Ebern ihren 100. Geburtstag.

Damit ist sie die älteste Bürgerin in der Stadt, wie Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) feststellte, der zusammen mit Landrat Wilhelm Schneider (CSU) gratulierte. Beide überreichten im Namen von Ministerpräsident Horst Seehofer den Orden "patronae bavariae".

"Immer friedlich und fidel" war sie laut Tochter Marianne Gechter-Thein, die ebenso wie die Patentochter und allen anderen Besucher staunte, wie "gut die Frieda heute wieder ausschaut".

Sie hört zwar nicht mehr so gut, aber aufs Aussehen legt sie wert.
Weswegen vor dem großen Jubiläum extra eine Friseusin für eine neue Dauerwellen anrücken musste, wie Heimleiterin Ute Engel verriet.

Schon am Vormittag tanzte der "Liederkranz " aus Hafenpreppach unter Leitung von Jens Fertinger zu einem Ständchen an. "Da hab' ich mit 80 Jahren noch mitgetanzt", erzählte die Jubilarin.

Sie und ihr Mann verfügten 1968 auch über das erste Auto in Hafenpreppach. "Und ich war die erste Frau, die einen Führerschein besaß", blickte die Mutter einer Tochter und Oma von drei Enkeln zurück.

Geboren während des Ersten Weltkrieges war die aus Poppenhausen/Thüringen stammende Jubilarin zwei Mal verheiratet. Der erste Mann fiel im Zweiten Weltkrieg, der zweite war Grenzpolizist in Eckartshausen und Dürrenried.

"Der war eine angesehene Institution" erinnerte sich Landrat Schneider. Auch weil die Frau die Rädleins-Wirtschaft im Griff hatte.

Neben dem hohen Besuch freute sich Frieda Gechter besonders über den Besuch der Tochter des Eichelberger Patenkindes, der vier Monate alten Amelie. "Das Leben geht weiter", philosophierte die 100-Jährige, die seit 13 Jahren im Seniorenzentrum des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim lebt, dort hohes Ansehen genießt ("unsere Frieda"), und sehr zufrieden ist.
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