Hofheim i. UFr.
Unglück

Missglücktes Überholmanöver führt zu Frontalzusammenstoß auf B 303

Drei Personen sind bei einem Verkehrsunfall am Sonntagnachmittag auf der Bundesstraße 303 nahe Hofheim zum Teil schwer verletzt worden.
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Mit großer Wucht waren der Mercedes (rechts) und der Golf zusammengestoßen. Die drei Insassen wurden erheblich verletzt.  Michael Will/BRK
Mit großer Wucht waren der Mercedes (rechts) und der Golf zusammengestoßen. Die drei Insassen wurden erheblich verletzt. Michael Will/BRK
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Zwei Autos waren bei einem gescheiterten Überholvorgang frontal zusammengestoßen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften kümmerte sich um die Verletzten.

Die folgenschwere Kollision hatte sich gegen 14.50 Uhr zwischen den Anschlussstellen Hofheim und Lendershausen ereignet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollte eine 82 Jahre alte Frau mit ihrem Mercedes-Kleinwagen in Fahrtrichtung Coburg einen Überholvorgang einleiten. Sie scherte dabei nach links aus und übersah offenbar den Gegenverkehr.

Ein entgegenkommender VW-Golf-Fahrer erkannte die Situation, wollte seinerseits dem auf seiner Fahrspur entgegenkommenden Pkw nach links ausweichen. Dennoch kam es zwischen beiden Fahrzeugen zu einem Frontalzusammenstoß. Die Wucht war so groß, dass der Mercedes nach rechts mit dem Fahrzeugheck auf eine Leitplanke geschleudert wurde. Beide Autos blieben schließlich quer auf der Bundesstraße stehen.

In dem Golf saß ein älteres Ehepaar aus Südthüringen, das sich gerade auf der Heimfahrt von einem Sonntagsausflug befand. Die 75 Jahre alte Beifahrerin wurde mit ihren Füßen eingeklemmt und schwer verletzt. Sie wurde mit hydraulischem Gerät durch die Feuerwehr befreit. Ihr Ehemann wurde ebenfalls schwer verletzt. Die Mercedes-Fahrerin kam mit mittelschweren Verletzungen davon.

Der Unfall hatte zu einem Großaufgebot an Rettungskräften geführt. Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt (ILS) entsandte drei Rot-Kreuz-Rettungswagen aus Hofheim, Ebern und Haßfurt, eine Notärztin aus Hofheim, zwei Rettungshubschrauber aus Suhl und Bayreuth sowie den Rot-Kreuz-Einsatzleiter für den Rettungsdienst, Ingo Stöhlein. Das Ehepaar wurde jeweils mit einem Rettungshubschrauber in Kliniken nach Bayreuth und Meiningen geflogen. Die Unfallverursacherin kam mit einem Rettungswagen in eine Schweinfurter Klinik.

An die Unfallstelle wurden die Feuerwehren aus Hofheim, Burgpreppach, Pfarrweisach, Rügheim, Humprechtshausen und Jesserndorf gerufen, wie Kreisbrandinspektor Peter Hegemann mitteilte. Die Feuerwehr befreite die eingeklemmte Beifahrerin, band auslaufende Betriebsstoffe ab, stellte den Brandschutz sicher und leitete den Verkehr um. Von den Polizeiinspektionen Haßfurt und Ebern waren mehrere Streifenfahrzeuge im Einsatz. Die Bundesstraße 303 blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten rund drei Stunden gesperrt.

"Für die Rettungskräfte stellten die hochsommerlichen Temperaturen bei dem Einsatz eine besondere Herausforderung und Belastung dar", sagt Michael Will, Pressesprecher des Rot-Kreuz-Kreisverbandes Haßberge. "Bei Außentemperaturen von rund 38 Grad Celsius mussten die Kollegen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr in ihrer schweren Schutzkleidung hochkonzentriert arbeiten." Eine wahrhaft schweißtreibende Arbeit, die physisch und psychisch belastend sei. "Glücklicherweise hatte die Feuerwehr Hofheim für alle Einsatzkräfte umgehend kühle Getränke bereit gestellt, so dass sich die Retter zwischendurch erfrischen konnten."

Besonderes Lob spricht das Rote Kreuz Verkehrsteilnehmern aus, die an die Unfallstelle kamen. Sofort hätten mehrere Autofahrer Erste Hilfe geleistet und sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die Verletzten gekümmert und ihnen Beistand geleistet.

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