Rügheim
Besichtigungstour

Ministerin Aigner staunt über den Dreiseitenhof in Rügheim

Staatsministerin Ilse Aigner machte auf ihrer Rundreise durch den Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld auch in Rügheim, Kimmelsbach und Stöckach Station.
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Wie hier in Rügheim das Objekt der Familie Vierneusel besichtigte die Ministerin Ilse Aigner auch andere Anwesen in der Region.Christian Licha
Wie hier in Rügheim das Objekt der Familie Vierneusel besichtigte die Ministerin Ilse Aigner auch andere Anwesen in der Region.Christian Licha
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Dass eine Staatsministerin einen Landtagsabgeordneten bittet, in seinen Stimmkreis kommen zu dürfen, kommt auch nicht alle Tage vor. Ministerin Ilse Aigner, zuständig für Wohnen, Bau und Verkehr in Bayern, war auf die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land und ihr vorbildliches Leerstandsmanagement aufmerksam geworden und hatte deshalb den Stimmkreisabgeordneten Steffen Vogel um einen Termin vor Ort gebeten.

Aigner, die auch stellvertretende Ministerpräsidentin ist, wurde am Mittwoch in Rügheim empfangen. Mit heimischem frisch gepresstem Apfelsaft, wurde sie auf ihre Rundreise durch den Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld eingestimmt. Hier hatte sich Steffen Vogel etwas Besonderes einfallen lassen: Nicht mit Autos, sondern in einem historischen Oldtimer-Bus, einem Neoplan NH 9 L, Typ Hamburg, der im Jahr 1964 gebaut wurde und seitdem im Besitz des Busunternehmens Will aus Zeil ist, ging die Reise über die Dörfer.

Zuvor wurden aber in Rügheim zwei Anwesen besichtigt, die es in sich haben. Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) freute sich darüber, dass es in dem Ortsteil seiner Stadt ein Vorzeigebeispiel gibt. Simone und Bernd Vierneusel hatten nahe dem Schüttbau einen alten Dreiseitenhof erworben, den sie in mühevoller Kleinarbeit zu einem stattlichen Anwesen herrichteten. In zwei Jahren hat die junge Familie alleine 3500 Stunden Eigenleistungen in das Projekt gesteckt.

Aigner staunte, als sie Fotos vom Urzustand des Gebäudes sah und mit dem Ist-Zustand verglich: "Es freut mich zu sehen, dass unsere Investitionen für die Förderung des ländlichen Raumes so einen hohen Nutzen haben."

Hundert Meter weiter hat Frank Vierneusel mit seiner Frau Anna-Lena noch die Arbeit vor sich: Auch sie haben einen alten Bauernhof gekauft, dem seine Restaurierung aber noch bevorsteht.

Ausbau der B 303 angeregt

Landrat Wilhelm Schneider nutzte die Gelegenheit und machte Aigner auf den Zustand der Bundesstraße 303 aufmerksam: Hier gebe es einen so starken Schwerlastverkehr, dass er einen dreistreifigen Ausbau für sehr sinnvoll halte. Die Ministerin, die auch für den Verkehr zuständig ist, versprach, sich der Sache anzunehmen und einen Ausbau prüfen zu lassen.

In der Gemeinde Bundorf empfing Bürgermeister Hubert Endres (FW) die Delegation rund um die Staatsministerin. Besichtigt wurden das Gemeindehaus in Kimmelsbach und das in Stöckach, das auch einen Staatspreis erhalten hat. Vor der Gemeindegebietsreform hatte Bundorf 1400 Einwohner. Bis zum Jahr 2021 werden knapp 700 Bürger prognostiziert. Stolz ist das Gemeindeoberhaupt, dass dieser Trend gestoppt werden konnte und sich heute rund 980 Menschen "in Bundorf und den Ortsteilen wohlfühlen".

Endres und Aigner waren sich einig darin, dass es sich um eine Win-Win-Situation handelt, wenn jemand sein Anwesen schön herrichtet: Dann will sich nämlich auch der Nachbar von seiner besten Seite zeigen.



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