Haßfurt
Einstimmung

"Menschen stehen in Haßfurt im Mittelpunkt"

Auch heuer kamen mehr als 200 Frauen und Männer zum Neujahrsempfang der Stadt Haßfurt, der wegen des Regenwetters diesmal in der Rathaushalle stattfand.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister Günther Werner (rechts) wünschte beim Neujahrsempfang der Stadt Haßfurt allen Bürgern Gesundheit, Erfolg und ein friedliches Jahr 2019. Foto: Ulrike Langer
Bürgermeister Günther Werner (rechts) wünschte beim Neujahrsempfang der Stadt Haßfurt allen Bürgern Gesundheit, Erfolg und ein friedliches Jahr 2019. Foto: Ulrike Langer

Es ist Tradition, dass sich die Bürger am Neujahrsabend zum Empfang der Stadt Haßfurt auf den Marktplatz begeben, wo der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Detlef Raudszus aufspielt, Bürgermeister Günther Werner seine Ansprache hält und die evangelischen und katholischen Pfarrer eine kleine Andacht halten. In diesem Jahr fand der Neujahrsempfang wegen des Regenwetters allerdings in der Rathaushalle statt.

"Diese Veranstaltung ist eine schöne Einstimmung auf das Jahr", erzählte Sophie Fehlbaum, die aus Haßfurt stammt und jetzt in Nürnberg wohnt. Sie ist seit Jahren beim FC Haßfurt aktiv und unterstützt ihren Verein, der auch heuer die Bewirtung übernommen hatte.

Auch Gertrud Lang und ihre Tochter Bärbel Arnold waren der Einladung gerne gefolgt: "Freunde und Bekannte zu treffen und mit ihnen das neue Jahr zu beginnen, ist für uns wichtig."

Frank und Sandra Terhar aus Haßfurt hatten ihre beiden Söhne mitgebracht und sagten, dass sie heuer zum ersten Mal am Empfang teilnähmen.

Dass sich wieder so viele Bürger, Vertreter der Kirchengemeinschaften, Vereine und Verbände eingefunden hatten, wertete Bürgermeister Günther Werner als ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Kreisstadt. Zunächst überbrachte Werner die herzlichsten Grüße der Vertreter der Partnerstadt aus Pierrelatte in Frankreich, die bereits überlegten, eine Straße in ihrer Stadt nach Haßfurt zu benennen. Dann sprach er drei Themen an, die ihm besonders wichtig waren.

Die drei großen Anliegen

Zuerst dankte er allen, die sich in Haßfurt um die Sicherheit und Ordnung sorgten wie die Polizei, der Sanitätsdienst, die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, die Ärzteschaft und das sonstige medizinische Personal sowie allen, die sich um die Kinder, die ältere Generation und um Menschen mit besonderen Bedürfnissen kümmerten. Auch lobte er das "wirtschaftliche Herz" der Stadt, die Gewerbetreibenden, Banken und Unternehmen sowie den Aktionskreis Haßfurt Aktiv, das Tourismus- und Kulturbüro, den Stadtmarketingverein und alle Kulturschaffenden für die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen. Er stellte auch die Leistungen der Vereine und der ehrenamtlich Tätigen im gesamten Stadtgebiet heraus: "Ohne Sie wäre das Leben in unserer Stadt ärmer."

Zum Zweiten betonte Werner, dass die Stadt in Sachen Barrierefreiheit weiter am Ball bleibe und sich sich für die Ansiedlung oder Erweiterung von Unternehmen, die Betreuung und Bildung der Kinder sowie eine fach- und hausärztliche Versorgung in Haßfurt einsetze. "Die Menschen, die hier leben und arbeiten, stehen bei allem im Mittelpunkt", betonte Werner.

Zum Dritten war ihm wichtig, an die Bürger zu appellieren, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. "Eine Behinderung von Rettungseinsätzen durch Gaffer oder Gewalt gegen Einsatzkräfte kann unsere Gesellschaft nicht tolerieren und sollte hart bestraft werden", sagte der Bürgermeister. Die Bürger sollten füreinander da sein, sich gegenseitig unterstützen, unvoreingenommen auf die Mitmenschen zugehen und in den Familien Respekt und Nächstenliebe vorleben.

Zuletzt lud er die Bürger zu zwei besonderen Veranstaltungen ein: So finde am Sonntag, 7. Juli, das unterfränkische Volksmusikfest in der Innenstadt statt. Zum Zweiten feiere Haßfurt 2020 den "Tag der Franken" und die unterfränkischen Kulturtage mit einem großen Fest, zu dem auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nach Haßfurt kommen werde.

"Suche Frieden und jage ihm nach"

Neben der Ansprache des Bürgermeisters stand auch die kleine Andacht im Mittelpunkt, die heuer Pfarrer Stephan Eschenbacher und Pfarrerin Sabine Hopperdietzel feierten. "In der evangelischen Kirche steht das Wort aus dem Buch der Psalmen über diesem Jahr: Suche Frieden und jage ihm nach", verkündete die Pfarrerin. Frieden brauche man nicht nur weltweit, sondern auch im Kleinen - in den Städten und Dörfern, in den Familien, am Arbeitsplatz und in den Schulen.

Gemeinsam mit Pfarrer Eschenbacher segnete sie die Anwesenden, bevor die beiden Trompeter Sebastian Raab und Markus Lenhardt die offizielle Feier mit der "Jupiter-Hymne" von Gustav Holst beendeten.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren