Theres
Weichenstellung

Mehrheit für Projekt Solaranlage Obertheres

Nach einer längeren Diskussion beschloss der Gemeinderat Theres mit 10:4 Stimmen die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes.
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Der Gemeinderat Theres beschloss die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für das "Sondergebiet Solaranlage Obertheres, Flur-Nummer 210" für das Grundstück an der Staatsstraße 2447 östlich von Obertheres (im Bild).Ulrike Langer
Der Gemeinderat Theres beschloss die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für das "Sondergebiet Solaranlage Obertheres, Flur-Nummer 210" für das Grundstück an der Staatsstraße 2447 östlich von Obertheres (im Bild).Ulrike Langer
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Das Grundstück, für das der Gemeinderat Theres die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für das "Sondergebiet Solaranlage Obertheres, Flur-Nummer 210" beschloss, liegt an der Staatsstraße 2447 östlich von Obertheres. Dort soll eine Solaranlage durch die Solarkraft Horhausen GmbH errichtet werden. Diese übernimmt alle anfallenden Planungskosten und eventuell notwendige Erschließungskosten.
Allerdings hatten sich Joachim Türke und Uwe Stühler nochmals vehement dagegen ausgesprochen. Stühler führte insbesondere ökologische Gründe an. Er hatte auch zuvor den Antrag gestellt, den Tagesordnungspunkt zurückzustellen, bis die Auflagen der Gemeinde für die bereits bestehende Solaranlage bei Horhausen erfüllt sind. Denn dort seien die notwendigen Pflanzgebote nicht umgesetzt worden. Dass das Landratsamt im Januar mitgeteilt habe, dass statt der von der Gemeinde geforderten Eingrünung der Solaranlage eine Bepflanzung auf einem anderen Grundstück in Obertheres in Ordnung sei, sei nicht zu akzeptieren.
Dem stimmte Manfred Rott zu. Er teilte mit, dass er mit der zuständigen Mitarbeiterin am Landratsamt gesprochen habe und diese auf keinen Fall in die Planungshoheit der Gemeinde habe eingreifen wollen.
Bürgermeister Matthias Schneider ergänzte, dass die Solarkraft GmbH einen Tekturplan zur Begrünung vorlegen müsse. Deren Geschäftsführer Johannes Bedenk versprach, die Begrünung nachzuholen. Anschließend wurde der Antrag von Uwe Stühler mit 11:3 Stimmen abgelehnt.
Matthias Schneider teilte mit, dass einige Eltern von Kleinkindern darum gebeten hätten, den Spielplatz in der Rückertstraße in Untertheres um ein Multispielgerät, eine neue Wippe, ein Sonnensegel über dem Sandspielplatz und ein Spielgerät in Form einer Lokomotive mit Waggons zu erweitern. Die geschätzten Kosten lägen bei 20 000 bis 25 000 Euro und man werde nun entsprechende Angebote einholen. Die Väter und Großväter der Kinder hätten versprochen, bei den Arbeiten mitzuhelfen.
Uwe Stühler mahnte an, die anderen Spielplätze in der Gemeinde nicht zu vergessen. In Horhausen werde seit zwei Jahren eine Rutsche benötigt und auch das Karussell müsse ersetzt werden. Schneider sagte zu, auch dies im Auge zu behalten.
Dem Vorschlag des Bürgermeisters, dass Maibäume in der Gemeinde aus Sicherheitsgründen künftig nicht länger als 16,5 Meter sein dürfen, stimmte das Gremium zu.
Schneider gab bekannt, dass am kommenden Samstag ab 14.30 Uhr die Willkommensfeier für die 30 Neugeborenen der Gemeinde in der Kinderkrippe in Obertheres stattfinden werde.
Der Gemeinderat und der Bürgermeister hatten sich an der Cold Water Grill Challenge beteiligt. Auf Vorschlag von Matthias Schneider spenden alle Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 30 Euro für die Christiane-Herzog-Stiftung für Mukoviszidose-Kranke, so dass 450 Euro dorthin überwiesen werden können.
Zu drei privaten Bauanträgen erteilte der Gemeinderat sein Einverständnis, eine private Bauvoranfrage lehnte er ab.
Am Schluss gab Bürgermeister Matthias Schneider bekannt, dass sich der Gemeinderat demnächst Gedanken über weiteres Bauland machen müsse. Denn er habe inzwischen acht Anfragen für Obertheres und drei, vier Anfragen für Untertheres erhalten.


Dienstjubiläum des Bürgermeisters

Seit 25 Jahren ist Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) im öffentlichen Dienst tätig. Daher erhielt er bei der Sitzung des Gemeinderates aus der Hand des Zweiten Bürgermeisters Manfred Rott die Dankurkunde der Gemeinde Theres.
Matthias Schneider trat 1993 in den Polizeidienst ein und absolvierte eine Ausbildung bei der bayerischen Bereitschaftspolizei im mittleren Polizeivollzugsdienst. Anschließend gehörte er einer Spezialeinheit der bayerischen Bereitschaftspolizei an und war von 1998 bis 2009 Sachbearbeiter in den Polizeipräsidien München und Bamberg. In dieser Zeit nahm er ein polizeiinternes Studium zum Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst wahr. Bis 2011 war er stellvertretender Dienstgruppenleiter bei der Polizei-Inspektion Haßfurt. Seit Mai 2011 ist er berufsmäßiger Erster Bürgermeister der Gemeinde Theres.
"Heute spreche ich Dir offiziell den Dank für Deine geleistete Arbeit aus. Ich wünsche Dir für Deine berufliche Zukunft alles Gute, damit Du dann in 15 Jahren die nächste Ehrung zum 40-jährigen Dienstjubiläum erhältst", sagte Manfred Rott.
"Die 25 Jahre sind schnell vergangen, doch während meiner Zeit als Bürgermeister hat sich die Drehzahl nochmals erhöht", sagte Matthias Schneider, der sich ganz herzlich für die Ehrung bedankte.
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