Stettfeld
9. Bis 12. November

Martini-Kirchweih in Stettfeld

Pünktlich zur Kirchweih: "Dorfstraße" zeigt sich wieder in schönem Ambiente.
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Als "Ortspatronin" wird Mutter Anna besonders verehrt, der auch diese Kapelle gewidmet ist. Fotos: Günther Geiling
Als "Ortspatronin" wird Mutter Anna besonders verehrt, der auch diese Kapelle gewidmet ist. Fotos: Günther Geiling
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Groß ist sicherlich die Freude in diesem Jahr wieder zur traditionellen "Martini-Kirchweih" in Stettfeld. Nach längerer Sperrung und Bauzeit in der Ortsdurchfahrt sind diese Arbeiten weitgehend abgeschlossen und präsentiert sich die östlichste Gemeinde des Landkreises in einem neuen Bild. Das Ensemble mit Kirche und Rathaus und weiteren denkmalgeschützten Gebäuden rückt vom Dorfplatz aus wieder in den richtigen Blick und auch der kleine Vergnügungspark hat wieder seinen Platz. Entlang der Ortsstraße müssen nur noch kleinere Arbeiten ausgeführt werden wie die Gestaltung der Sandsteinmauern vor den Häusern und Gärten. In der Nähe des Fußgängerübergangs entstehen auch auf beiden Seiten für Schüler und Bürger neue Wartehallen. Ebenso erhielten die Gehwege einen sich von der Straße absetzende Gestaltung mit Pflastersteinen. Damit geht ein lang ersehnter Wunsch der Stettfelder mit Erneuerung der Kanalisation und der Trinkwasserversorgung sowie der Neugestaltung der Ortsstraße in Erfüllung.

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit dem charakteristischen achteckigen Turmbau aus dem Jahre 1730 und das alte Rathaus sind Mittelpunkt des idyllischen Bildes am Dorfplatz. Das Gotteshaus mit seinen gotischen Anfängen steckt noch voll urtümlichen Barocks. Dazu kommen natürlich auch zahlreiche Fachwerkhäuser in der Dorfstraße. Hier gibt es natürlich am Sonntag den traditionellen Kirchweihgottesdienst mit Pfarrer Matthias Rusin. Für die Stettfelder Dorfgemeinschaft hat aber auch noch eine andere Sehenswürdigkeit eine besondere Bedeutung, die katholische Kapelle St. Anna, östlich des Ortes. Die Kapelle wurde im Jahre 1713 erbaut und schon 1747 vergrößert. Sie ist zur "Ehr Gottes und der heiligen Mutter Anna" von Anna-Maria Agricola gestiftet worden. Bis ins Jahr 1720 reicht die Überlieferung des Annafestes in Stettfeld zurück. Alte Kapellenrechnungen, die sich seit dem Jahre 1720 mit wenigen Lücken erhalten haben, berichten davon. Der "Anna-Tag" wurde bis in die 1960er Jahre des letzten Jahrhunderts als besonderer Feiertag in Stettfeld gefeiert. Man nahm frei, putzte das Dorf heraus und schmückte den Prozessionsweg mit Blumen und Fahnen. Ehemalige Stettfelder reisten sogar extra an, um sich am Anna-Fest in ihrer Heimat zu treffen und nach dem Gottesdienst gemütlich zusammen zu sitzen. Natürlich wird dieser Festtag auch heute noch in Stettfeld begangen und die Kapelle wird während des Jahres von der Familie Fößel gepflegt und geschmückt. Aber auch die Martini-Kirchweih wird in Stettfeld entsprechend gefeiert. Dabei laden auch die Gaststätten recht herzlich ein und bieten fränkische Kirchweihspezialitäten.

In diesem Jahr lädt aber auch die Freiwillige Feuerwehr am Samstag, 10. November, ab 19.30 Uhr ins Feuerwehrhaus ein unter dem Motto "FFW Feuerwehr Stettfeld ist Nachtaktiv" und bietet Barbetrieb und Pizza mit guter Laune und Musik. Hintergrund ist, dass die Feuerwehr ein neues Mehrzweckfahrzeug will und auch seinen Anteil dazu beitragen möchte. Der Gemeinderat hat dies auch schon beschlossen und wenn alles klappt, soll Ende 2019 das neue Fahrzeug zur Verfügung stehen.

Auch im Kindergarten gibt es die Diskussion zu einem Umbau oder gar einen neuen Anbau und dort lädt der Kindergartenverein am Kirchweihsonntag ab 14 Uhr zu einem "Kirchweih-Kaffe" ein. Für die Kinder und Jugendlichen gibt es außerdem am Dorfplatz einen kleinen Vergnügungspark. gg



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