Burgpreppach
Migranten

Markt Burgpreppach stellt drei Wohnungen bereit

In Burgpreppach sollen neun Asylbewerber Unterkunft finden. Der Markt stellt ein Gebäude mit drei Wohnungen bereit und ein Helferkreis will die Ausländer unterstützen und für positive Atmosphäre sorgen.
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In diesem Haus sollen drei Wohnungen für Asylbewerber zur Verfügung gestellt werden. Foto: Schmidt
In diesem Haus sollen drei Wohnungen für Asylbewerber zur Verfügung gestellt werden. Foto: Schmidt
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In absehbarer Zeit sollen neun Asylbewerber und Flüchtlinge in der Marktgemeinde Burgpreppach Unterkunft finden. Das wurde bei einem Informations- und Gesprächsabend im katholischen Pfarrheim mitgeteilt. Mit Benjamin Eisermann vom Amt für Soziales und Senioren am Landratsamt und Hildegard Wolf von der Flüchtlingsberatung beim Caritas-Keisverband waren zwei Fachleute zugegen, die Fragen beantworteten.

Eisermann zeigte bei einer Präsentation die derzeitigen Verhältnisse auf. Im Landkreis seien zurzeit 1831 Asylbewerber gemeldet. Bisher gab es die Gemeinschaftsunterkünfte in Ebern, Eltmann, Dippach und Zeil, die durch den Bezirk betreut werden. Kleinere, dezentrale Einrichtungen in Verantwortung des Landkreises werden mittlerweile als günstiger angesehen, weil sich die ausländischen Gäste hier besser zurechtfinden.


Kritische Töne

In der Diskussion wurde aber auch deutlich gemacht, dass man die Neuankömmlinge aus dem Ausland nicht immer als Gäste betrachte und sie bei vielen Menschen auf Ablehnung stoßen.

Dagegen wehrte sich vehement Professor Eike Uhlich, der den Freundeskreis Asyl Hofheim leitet und nur positiv über die Aufnahme der Migranten berichten konnte. Nicht nur für die Mitbewohner bringe die Betreuung etwas, auch die Helfer würden bereichert.

Vielseitige Hilfe

Auch dem Einwand, der Staat würde es sich einfach machen und kaum Unterstützung gewähren, widersprach Uhlich. Die Rgierung würde nicht nur finanziell und mit Wohnraum eingreifen. Wichtiger sei aber ehrenamtlicher Einsatz, den man auf vielfältige Weisde erbringen könne. Dies reiche von koordinierter Sachhilfe bis hin zur Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache.

Dazu wären auch Vereine, Einrichtungen und Verbände im Marktgemeindegebiet aufgerufen, sagte er .
Unsicherheit erzeuge die Tatsache, dass man erst sehr kurzfristig erfahre, welche Asylbewerber in den jeweiligen Ort geschickt wird. Das Geschlecht, die Nationalität, Glaubensrichtung oder Hautfarbe, darüber wissen die Burgpreppacher erst Bescheid, wenn die neun Menschen vom Auffanglager Zirndorf eintreffen.

Drei Wohnungen

Sicher sei nur, dass in drei Wohnungen in einem Eckhaus an der Wassergasse und Leuzendorfer Straße für neun Personen eine gewisse Zeit Burgpreppach die Heimat sein wird.

Spontan erklärte sich Renate Vielhuber bereit, als Organisator aufzutreten und die Helfer um sich zu scharen. Ob auch ein Freundeskreis Asyl Burgpreppach ins Leben gerufen wird, wird die Zeit mit sich bringen. Pfarrer Peter Bauer versprach seine Unterstützung und die der evangelischen Kirchengemeinde.

Die Asylanten und Flüchtlinge sollten im Alltag als Mitbürger begleitet werden, denn "Barmherzigkeit ist, mehr zu tun als nötig", sagte Pfarrer Bauer. Menschen in Not wären schon in der Bibel den Mitmenschen ans Herz gelegt worden.

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