Sand am Main
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Majestät lobt das Abt-Degen-Weintal

Frankens Weinkönigin Silena Werner besuchte das Abt-Degen-Weinta. Sie zeigte sich beeindruckt und will Unterfrankens östlichste Tropfen weiterempfehlen.
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Sehr wohl fühlte sich die fränkische Weinkönigin Silena Werner aus Stammheim bei ihrem Besuch im Abt-Degen-Weintal. Foto: Sabine Weinbeer
Sehr wohl fühlte sich die fränkische Weinkönigin Silena Werner aus Stammheim bei ihrem Besuch im Abt-Degen-Weintal. Foto: Sabine Weinbeer
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Seit einigen Jahren ist es üblich, dass die Fränkische Weinkönigin das Abt-Degen-Weintal besucht und mit den hiesigen Winzern ins Gespräch kommt. Auch Silena Werner nahm die Einladung des Vorsitzenden des Weintals, Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann, gerne an und wurde mit einem besonders angenehmen Tag zwischen Sand und Oberschwappach belohnt.

Winzer Rudi Ruß ist unermüdlicher Organisator dieser Besuchstage - und welchen Eindruck die Präsentation des Abt-Degen-Weintals jeweils macht, zeigte, dass sich auch diesmal wieder Weinbaupräsident Artur Steinmann die Zeit nahm, die Weinkönigin zu begleiten. "Die Herzlichkeit der Gastgeber, das ist das, was alle Weinköniginnen bisher hier im Abt-Degen-Weintal immer besonders gelobt haben", erklärte Steinmann.
Landrat Wilhelm Schneider, Sands stellvertretender Bürgermeister Gerhard Zösch und die anwesenden Winzer hörten gern vom Präsidenten, dass das Abt-Degen-Weintal mittlerweile eine "ganz starke Marke als touristische Destination in Franken" sei.


Werbung für Frankens Reben

Sein großes Anliegen sei es, den Frankenwein insgesamt weiter zu stärken. "Mir wird beispielsweise in München noch zu viel italienischer Wein getrunken", erklärte er, auch wenn auf dem Oktoberfest mittlerweile im Stiftl-Zelt Frankenwein ausgeschenkt wird. "Wenn wir gegen Italien und Österreich Marktanteile gewinnen wollen, müssen aber die fränkischen Winzer gemeinsam für die Marke arbeiten" appellierte er an die anwesenden Weinbauern.

Silena Werner war schon vom Empfang am Sander Dorfplatz beeindruckt. Unter dem Blätterdach der Platanen gab es einen Schluck Sekt und einen herzlichen Empfang durch die Weinprinzessinnen Elisabeth Goger (Abt-Degen-Weintal), Anna-Lena Gottschalk (Sand) und Theresa Pfister (Oberschwappach) und "Abt Degen" Richard Schlegelmilch.


Probe am Fischersberg

Da die Prinzessin des Abt-Degen-Weintals jetzt Elisabeth Goger ist, habe man den Empfang in diesem Jahr nach Sand vergeben, erklärte Thomas Stadelmann. Elisabeth Gogers Vater Stefan fuhr denn auch die Gäste mit dem Weinbergstraktor in die Lage Fischersberg, wo eine Silvaner-Probe stattfand. Die Gäste erfuhren vom Winzer Details über den roten und den blauen Keuper und die Sander Lagen, außerdem stellte Elisabeth Goger das neue Etikett des Weinguts Goger vor, dessen Design sie selbst entwickelt hat.

Mit Freude stellte Artur Steinmann fest, dass hier auch schon die ersten Weine in den neuen "Bocksbeutel PS" abgefüllt werden. Der sei ganz aktuell mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet worden. Elisabeth Goger erklärte dazu, dass es eine Auszeichnung für Franken sei, dass ein bekannter Designer wie Peter Schmitt einen neuen Bocksbeutel entwickelt hat, der Tradition und Moderne verbinde.


Beginn der Lese naht

Noch waren in den Weinbergen vorwiegend Fußgänger unterwegs, das wird sich nächste Woche ändern. Dann wird nämlich der erste Bacchus für Federweißen gelesen. Die eigentliche Weinlese hoffen die Winzer noch etwas hinauszögern zu können. Das geht aber nur, wenn es nicht weitere längere Regenfälle gibt, erklärte Rudi Ruß im Gespräch mit unserer Zeitung. Sehr genau müssten die Winzer derzeit hinschauen. "Wir hoffen, dass uns die Fäulnis noch etwas Zeit lässt, den Lesetermin so weit wie möglich hinauszuschieben".
Die Werte seien zwar jetzt schon gut, aber das Gespür für den richtigen Zeitpunkt der Lese, das sei eines der Geheimnisse für die Qualität der Weine im Abt-Degen-Weintal - und das sei jedes Jahr wieder der Nervernkitzel für die Winzer, erzählt er.


Geschlossenheit beeindruckt

Nach dem Mittagessen im Hotel Goger ging es auf den Zeller Schlossberg zum Weinbau Mühlfelder. Hier bot die Ruine auf dem Schlossberg eine malerische Kulisse für eine weitere Weinprobe. Weinkönigin Silena zeigte sich beeindruckt von der Arbeit, die die Zeller Winzer an den Steillagen leisten - und auch vier von der Qualität der kredenzten Weine. Abschließend zeigte Theresa Pfister die Weinberge ihrer Heimatgemeinde Oberschwappach, ebenfalls bei einer Rundfahrt. An allen drei Orten kamen örtliche Winzer dazu und zeigten große Geschlossenheit, die die Weinkönigin sehr beeindruckte.

Bisher habe sie zwar erst zu zwei Weinfesten im Abt-Degen-Weintal sein können, erklärte sie, aber die Weinprinzessinnen seien ja eng verbunden und deshalb habe sie schon einen gewissen Eindruck von diesem östlichsten Weinbaugebiet Unterfrankens gehabt. Der Ruf, der dem Abt-Degen-Weintal vorauseilt, habe sich bei ihrem Besuch bestätigt und sie werde gerne wieder von Stammheim aus Richtung Osten fahren, wenn sie eingeladen wird. Bei ihren Repräsentationsterminen für den Frankenwein könne sie jedenfalls mit bestem Gewissen das Abt-Degen-Weintal weiterempfehlen, erklärte sie.


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