Neubrunn
Natur

Landkreis Haßberge zeigt seine Schätze

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege stellte bei der Jahresversammlung in Neubrunn die Aktion "Gartenparadiese" vor.
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Diese Mitglieder erhielten für langjährige Tätigkeiten in Führungsfunktionen besondere Auszeichnungen, von links: Landrat Wilhelm Schneider, Kreisfachberater Guntram Ulsamer, Walburga Kerzinger, Irene Hüttner, Barbara Jakob, Rainer Gerber, Ingrid Markert, Adam Bühl und Kreisfachberater Johannes Bayer.  Günther Geiling
Diese Mitglieder erhielten für langjährige Tätigkeiten in Führungsfunktionen besondere Auszeichnungen, von links: Landrat Wilhelm Schneider, Kreisfachberater Guntram Ulsamer, Walburga Kerzinger, Irene Hüttner, Barbara Jakob, Rainer Gerber, Ingrid Markert, Adam Bühl und Kreisfachberater Johannes Bayer. Günther Geiling
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"Wir leben in einem Landkreis und einer Region, die überaus reizvoll ist. Unser Landkreis Haßberge ist reich an wunderschönen Parks, Schlossgärten und privaten, grünen Oasen. Jeder einzelne Garten ist ein Schatz, der voller Besonderheiten steckt. Hier blühen Natur und Mensch zugleich auf." Dieses Lob sprach Landrat Wilhelm Schneider (CSU) bei der Jahresversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege in Neubrunn aus. Bei der Veranstaltung wurde das neue Netzwerk "Gartenparadiese Haßberge" vorgestellt.

Als Landrat und Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege gab Schneider seiner Freude Ausdruck, dass die Philosophie, naturnahe Gärten in den Mittelpunkt des Netzwerkes zu stellen, aufgegangen sei. "Wir wollen damit neugierig machen, bei uns im Landkreis auf Entdeckungsreise zu gehen, um neben den Gartenparadiesen auch unsere reichhaltige Kulturlandschaft kennenzulernen. Damit können alle interessierten Gartenliebhaber aus einem wahren Schatz an unterschiedlichen Gartenarten wählen und mit anderen Gartenfreunden in Kontakt treten."

Besonderes Augenmerk wolle man künftig auf diese vielfältige Gartenkultur legen, um das Bewusstsein für die Schönheit und die Einzigartigkeit der Region zu stärken. "Unsere abwechslungsreiche Landschaft ist ein wichtiger Baustein für Erholung und Entspannung. Erschwingliche Grundstückspreise und moderate Lebenshaltungskosten punkten zusätzlich und auch die kulinarischen Schätze machen einfach nur Freude beim Genießen", sagte er.

Reinhard Schneider stellte das Netzwerk und die neue Broschüre "Gartenparadiese Haßberge und nördlicher Steigerwald" in Bild und Ton vor. Er erklärte, dass für einen einzigen Garten niemand aus Bamberg oder anderswo hierher komme. Das Netzwerk habe den Wunsch, verschiedene Gärten vom privaten Garten über Kräuter- und Künstlergärten bis hin zu Schlossparks, Weinbergen und dem Kunsthandwerk anderen Gartenbegeisterten zu öffnen und dabei Hobby und Gastfreundschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Auf diese Weise könnten Besucher die Gartenparadiese entdecken.

Der Kirchlauterer Bürgermeister Karl-Heinz Kandler stellte den neuen "Genuss-Erlebnis-Weg" in der Gemeinde Kirchlauter vor, der am 12. Mai (Sonntag) eröffnet werde. Die Gemeinde habe schon immer landespflegerischen Maßnahmen unterstützt. Mit der Streuobstwiese, dem Lehrbienenstand, dem Anglersee, einer Feuerstelle, der alten Schmiede und Brennereien lud er zu einer Wanderung auf diesem "Natur-Genuss-Weg" ein.

Die beiden Gartenbau-Kreisfachberater Guntram Ulsamer und Johannes Bayer gaben mit Bildern ihren Geschäftsbericht über das abgelaufene Jahr. Man könne sich derzeit vor Nachfragen nach Saatgut von Blühmischungen fast nicht retten, sagten sie und versprachen, der Kreisverband werde weiterhin Saatgut- oder Staudenmischungen anbieten. Außerdem habe man sich des Themas der Verschotterung in Vorgärten angenommen.

Heuer starte der 27. Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Hier suche man allerdings noch Teilnehmer-Dörfer. "Für uns ist es immer begeisternd, wie sich Dorfgemeinschaften präsentieren und was die Bürger selbst aus dem Wettbewerb für einen Nutzen haben."

Am Kinder- und Jugendwettbewerb "Streuobst-Vielfalt - Beiß rein!" haben zwölf Vereine teilgenommen, die einen Geldpreis und eine Apfelschälmaschine erhielten für Aktionen wie Obstbaumpflanzung, Kirschkernweitspucken oder Apfeldruck. Es waren die Kindergruppen der Obst- und Gartenbauvereine Ebern, Eschenau, Eichelberg, Ermershausen, Hofheim, Jesserndorf, Mechenried, Neubrunn, Sand, Schönbach, Untermerzbach und Unterpreppach.

Die Aktivitäten von drei Vereinen wurden mit einem Sonderpreis des Landesverbandes honoriert. Es waren Unterpreppach (erster Preis), Hofheim (zweiter Preis) und Untermerzbach (dritter Preise).

Weiterhin wurden Vereine für ihre Aktivitäten und Initiativen mit Geldpreisen ausgezeichnet. Das war zum Beispiel der Gartenbauverein Königsberg (Renovierung eines Splitt-Vorplatzes am Sportheim des TV Königsberg).

Als "Verein des Jahres" wurde der Obst- und Gartenbauverein Königsberg ausgezeichnet, weil er sein besonderes Augenmerk auf die Ortsbildpflege legt mit Pflanzaktionen oder der Aufwertung von Häuserfassaden. Rosen und Lavendel sollen die romantische Altstadt von Königsberg dabei ins richtige Licht setzen. Vorsitzende Simone Engelmann verriet ihren Wunsch: "I have a dream - die Auszeichnung als Rosenstadt zu bekommen. Wir sind nahe daran, denn wir feiern schon 20 Jahre das Rosenfest. Wir kümmern uns darum, dass in unserer Stadt alles schöner wird. Dabei bin ich stolz, ein Haßbergler zu sein, und werde die Fahne weiter hochhalten."

Die Veranstaltung wurde bereichert durch einige Händler und Direktvermarkter: Mathias Berninger (Edelbrände und Liköre), Hans Dünninger (Brot und Wurst), Rudolf Hölzer (Honig und Imkerprodukte), Rainer Lang (Nistkästen und Insektenhotels), Nicole Strätz (Töpferarbeiten). Musikalische Akzente setzte Pauline Berninger mit ihrem "Geigensolo" und die "Magical Moves" zeigten Tanzeinlagen aus ihrem Programm.

Kreisfachberater Guntram Ulsamer betonte, dass ein Verband mit fast 6000 Mitgliedern darauf angewiesen sein, dass Menschen Führungsaufgaben übernehmen und diese Arbeit auch mit großem Engagement und viel Freude tun. Verdiente Führungskräfte wurden geehrt.

Die Ehrennadel in Bronze bekam Rainer Gerber (Sailershausen); er ist zehn Jahre Vorsitzender, Biologe und Baumsachverständiger und seit Jahren im Kreisverbandausschuss aktiv.

Die Ehrennadel in Silber: Irene Hüttner (Neubrunn) ist seit 26 Jahren Mitglied und seit elf Jahren Vorsitzende, ferner im Verbandsausschuss tätig. Barbara Jakob (Hellingen) ist seit 27 Jahren im Verein und seit 17 Jahren Vorsitzende. Andrea Werner (Pfarrweisach) wirkt seit seit 16 Jahren als Vorsitzende, betreut die Pflanzentauschbörse, Kräuterwanderungen sowie Kräuterbüschelaktion. Ingrid Markert (Schönbach) ist seit elf Jahren Vorsitzende und Verbandsausschuss tätig. Adam Bühl (Unterschleichach ) ist seit Gründung des Vereins für Dorfentwicklung und Heimatpflege im Jahr 2002 der Vorsitzende und kümmert sich um die jährliche Pflanzaktionen entlang des Dorfbaches.

Ehrennadel in Gold: Walburga Kerzinger (Hmprechtshausen) wirkt seit 25 Jahren als Vorsitzende und im Verbandsausschuss des Kreisverbandes mit.

Als besondere Veranstaltungen für 2019 wurden bei der Versammlung in Neubrunn genannt:

9. Mai Geführter Rundgang durch einen Naturgarten und das Golddorf Unfinden;

12. Mai "Garten-Paradiese" in Königsberg, Hainert und Schloss Oberschwappach;

6. bis 11 Juni. Garten-Studienreise "Barocke Gartenpracht in Österreich";

30. Juni "Tag der offenen Gartentür" in Wasmuthhausen;

1. August Tomatenvielfalt - Tomatenanbau in der Praxis in Prappach;

4. Oktober Streuobst-Exkursion;

31. Oktober Apfelfest in Ebern (25. Jubiläum).

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