Haßfurt
Kriminalität

Landkreis Haßberge zählt zu sichersten Regionen in Bayern

Die Polizei in Haßfurt und Ebern präsentierte die Kriminalitätsstatistik für den Landkreis Haßberge. Die Beamten glauben: Hier lebt es sich sicher. Ein paar Probleme gibt es aber dennoch.
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Die Polizisten Kurt Förg, Peter Firsching und Werner Rottmann (von links).  Foto: Klaus Schmitt
Die Polizisten Kurt Förg, Peter Firsching und Werner Rottmann (von links). Foto: Klaus Schmitt
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"Wir leben sicher." Mit drei Worten macht Kurt Förg deutlich, worauf es vielen Menschen im Landkreis Haßberge ankommt: Sie werden von Kriminalität weitgehend verschont. Der Kreis Haßberge sei ein "sehr sicherer Bereich", erklärt der Leiter der Polizeiinspektion Haßfurt. Sein Kollege Siegbert Weinkauf von der Inspektion Ebern äußert sich ähnlich: Die Menschen könnten sich "sicher fühlen", sagt der stellvertretende Leiter der Inspektion Ebern. Förg und Weinkauf sowie Peter Firsching, der stellvertretende Chef der Inspektion Haßfurt, stellten am Freitag die Kriminalitätsstatistik für den Landkreis Haßberge vor. Dazu erläuterten sie im Polizeigebäude in Haßfurt die aktuellsten Zahlen - das sind die Daten für das vergangene Jahr 2013.

Der Landkreis Haßberge hat eine Fläche von 956 Quadratkilometern. Darauf leben über 84.000 Einwohner. Um die Sicherheit kümmern sich die größere Inspektion Haßfurt und die kleinere Inspektion Ebern.
Im Bereich Haßfurt ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr zurückgegangen. "Wir sind auf dem richtigen Weg", so kommentierte Peter Firsching diese Entwicklung. Sie ist umso erfreulicher, als es im Vergleich zu früheren Jahren eine deutliche Reduzierung der Delikte ist.

Im Raum Ebern ist die Anzahl der Straftaten zwar leicht nach oben gegangen. Für Siegbert Weinkauf ist das allerdings kein Grund zur Besorgnis. Die Lage sei weitgehend stabil, und leichte Zunahmen oder Abnahmen von Jahr zu Jahr bei den Straftaten sind nach seiner Darstellung üblich. "In Ebern tobt nicht das Verbrechen", beruhigt er.

Dennoch gibt es, bezogen auf den ganzen Kreis, einige Entwicklungen, die Sorge bereiten. Die Internetkriminalität etwa. In der Polizeidienststelle Ebern seien zwei Beamte "durchgehend gefordert", um diese Fälle zu bearbeiten, erklärt Weinkauf. "Das ist eine Flut, die nahezu jede Dienststelle betrifft", sagt er, und sein Kollege Peter Firsching bestätigt: In Haßfurt sei diese Form der Gaunerei auch "nicht unerheblich vorhanden".

Weiteres Problem: die Sachbeschädigungen. Vor allem betrunkene Festheimkehrer kühlen oft ihr Mütchen, indem sie Außenspiegel an Autos abtreten oder Leitpfähle herausreißen. Diese Delikte sind laut Firsching "schwierig aufzuklären". Hier seien in erster Linie die Eltern gefordert, meint Weinkauf. Ihm bereitet die Tendenz, dass das Eigentum anderer "nichts wert" sei, "etwas Bauchschmerzen".
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