Burgpreppach
Zwei-Stunden-Mandat

Kurios: Erst vereidigt, dann verabschiedet

Bei der letzten Sitzung des Marktgemeinderates Burgpreppach in alter Konstellation wurde der Nachrücker für den Bürgermeister auf der CSU-Liste, Markus Büttner (34) aus Gemeinfeld vereidigt. Dessen Dienstzeit dauerte zwei Stunden, dann wurde er mit einem Bierkrug wieder verabschiedet.
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Drei Finger für zwei Stunden Amtszeit gehoben: Neu-Bürgermeister Hermann Niediek (rechts) vereidigte Markus Büttner, um ihn zwei Stunden später wieder zu verabschiedenFoto:Ralf Kestel
Drei Finger für zwei Stunden Amtszeit gehoben: Neu-Bürgermeister Hermann Niediek (rechts) vereidigte Markus Büttner, um ihn zwei Stunden später wieder zu verabschiedenFoto:Ralf Kestel
Denn dem neuen Gremium wird Büttner nicht angehören, da er für die neue Periode gar nicht kandidierte. Sein Nachrücken geht noch auf die Wahl 2008 zurück.

"Ich hab' aufgrund meiner Familie und meines Berufes aktuell keine politische Ambitionen", sagte der IT-System-Administrator und Familienvater, der bei einer Firma in Hallstadt tätig ist. De facto ist er noch bis 30. April "Jung"-Gemeinderat, Sitzungen sind bis dahin aber keine mehr geplant. Für weitergehende Aktivitäten hat er auch "keine Ambitionen", wird also auch keine Anträge mehr stellen.

Zwar habe er sich etwas auf die eine Sitzung vorbereitet und mit einigen Kollegen besprochen, aber "die Zeit ist einfach zu kurz gewesen".

Markus Büttner: "Ich hab' mich um dieses Mandat nicht gerissen, aufgrund der Gesetzeslage war es aber notwendig, weitergehende Pläne habe ich nicht." Und so bekam auch er das Abschieds-Krügla aus der Hand des neuen Bürgermeisters Hermann Niediek (CSU). Ebenso wie Elmar Appel (Gemeinderat seit 1978, dazwischen auch Zweiter und Dritter Bürgermeister), Günter Braterschofsky (2002 - 2014), Klaus Döllner ( 2008 - 2014), Willi Ebert (Ortssprecher und Gemeinderat von 1990 bis 2014), Manfred Schirdewahn (2002 - 2014), Horst Vollert (1986 - 1996, 2002 - 2014) und Matthias Wernthaler (Ortssprecher von 2008 bis 2014).

Durch den Rücktritt von Bürgermeister Karlheinz Denninger (Gemeinwohl) war laut Landratsamt klar: "Die Amtszeit des neu gewählten ehrenamtlichen Bürgermeisters beginnt am Tag nach der Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses durch den gemeindlichen Wahlausschuss." Das war am 28. März der Fall.

Und deswegen war auch nochmals das Bestellen eines Nachrückers notwendig. Die Bürokratie wollte es so. Das Nachsprechen der Eidesformel blieb Büttners einziger Wortbeitrag.

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