Ebelsbach
Erziehung

Krippenkinder sollen in die Ebelsbacher Schule

Der Gemeinderat Ebelsbach sieht die leer stehenden Räume als geeignet für die Betreuung der kleinen Buben und Mädchen an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Hintereingang der Schule könnte bald zum Haupteingang für die Kinderkrippe werden. Der Gemeinderat Ebelsbach schaute sich dort um.
Der Hintereingang der Schule könnte bald zum Haupteingang für die Kinderkrippe werden. Der Gemeinderat Ebelsbach schaute sich dort um.
+3 Bilder

Auf eine Besichtigungstour begab sich der Gemeinderat Ebelsbach bei seiner Sitzung am Mittwochabend. Im Mittelpunkt stand ein Teil der Schule an der Oberen Heuernte, in der ab September die Krippenkinder des Kindergartens Sankt Magdalena untergebracht werden sollen. Dies ist möglich, weil dort ein ganzer Bauteil frei ist.

Immer wieder stand die notwendige Erweiterung des Kindergartens Sankt Magdalena in den letzten beiden Jahren auf der Tagesordnung. Es wurden verschiedene Pläne geschmiedet, wie die Gemeinde zusätzliche Gruppen unterbringen kann. Die Einrichtung wird vom kirchlichen Magdalenen-Verein betrieben. Bei Veränderungen ist die Gemeinde mit im Boot.

Ein Architekt hat Pläne entwickelt, wie der zusätzliche Platzbedarf gestemmt werden könnte. Die Überlegungen führten bis hin zu der Variante, das Magdalenen-Haus abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Dies stieß jedoch bei der Kirchenverwaltung nicht auf Zustimmung; diese Lösung wurde verworfen, weil man der Meinung ist, das Haus befinde sich noch in einem guten Zustand.

Damals kündigte Bürgermeister Walter Ziegler (BNL) schon an, dass als Alternative Räume in der Schule an der Oberen Heuernte genutzt werden könnten. Zur Sitzung waren nun neben den Gemeinderäten auch die Verantwortlichen des Magdalenenvereins mit Vorsitzender Lisa Reiser sowie die Erzieherinnen eingeladen. Gemeinsam besichtigten der Gemeinderat und die Gäste dort den Bauteil II, der auf einer ganzen Ebene frei ist und für eine solche Nutzung geeignet wäre.

Dieser Bauteil ist sogar mit einem eigenen Eingang von der hinteren Seite zwischen dem Friedhof und dem Schulgebäude versehen, was vorteilhaft wäre, um eine Trennung von Schule und Kinderkrippe zu gewährleisten. Über diesen Eingang betraten die Besucher das Gebäude und fanden dort mehrere Klassenräume vor, die sich in einem sehr guten Zustand befinden. Auch Toilettenanlagen sind auf demselben Gang, die für die Kleinkinder etwas umgestaltet werden müssten. Ein anderer Raum wäre bestens für einen Schlafraum geeignet, und für das Personal bestünde die Möglichkeit, einen Raum zu gestalten.

Walter Ziegler wies darauf hin, dass die Gemeindeverwaltung mit Katharina Tschischka von der Kindergartenaufsicht im Landratsamt die Nutzungsänderung erörtert habe und grundsätzliche Zustimmung signalisiert worden sei. Allerdings müsse die Gemeinde eine Nutzungsänderung beantragen und ein Brandschutzkonzept vorlegen.

Der Bürgermeister erläuterte, dass ein zusätzlicher Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen auch zukünftig zu erwarten sei. Dies reiche von einer höheren Geburtenzahl bis hin zu einem veränderten Verhalten der Eltern bei der Unterbringung ihrer Kinder. Immer mehr Mütter und Väter wollten auch ihre kleinen Kinder betreuen lassen, sagte Ziegler. "Mit drei Jahren kommen heute die wenigsten zu uns. Dies hat sich in den letzten Jahren sprunghaft verändert."

Der Gemeinderat geht davon aus, dass in den nächsten Wochen die formalen Genehmigungen angegangen und die Räume so umgestaltet werden, dass ab September der Einzug von ein oder zwei Kinderkrippengruppen möglich ist.

Im Friedhof von Ebelsbach machten sich die Gemeinderäte ein Bild vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten auf den Wegen und bei der Umgestaltung des Platzes vor der Aussegnungshalle. Dort haben die Arbeiten deswegen etwas länger gedauert, weil man mit der Farbgebung der bestellten Platten nicht einverstanden war und eine Änderung vorgenommen wurde.

Nächste Station war das Gemeindearchiv, in dem dessen Leiter Roland Mayer durch die drei Räume mit den neuen Schränken und den stabilen und säurefreien Archivboxen führte. Er erläuterte die Sortierung und Ordnung der Archivalien bis hin zum "Findbuch", das in kürzester Zeit Hinweise bei Suchen liefere, und einem Fotoarchiv, das nach Orten und Themenbereichen gegliedert sei. Nun wolle man auch Sterbebilder sammeln und nach Jahrgängen und Alphabet ordnen, kündigte Roland Mayer an.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren