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Ebern
Neubau

Kosten sorgten für Kritik im Eberner Stadtrat

Die Planung der Außenanlagen für die neue Kindertagesstätte in Ebern ist mit einem Aufwand von fast 50 000 Euro veranschlagt.
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Die neue Kindertagesstätte ist gewachsen und von der Beethovenstraße aus zu sehen. Die hohen Planungskosten für die Außenanlage stießen im Stadtrat auf Unmut. Helmut Will
Die neue Kindertagesstätte ist gewachsen und von der Beethovenstraße aus zu sehen. Die hohen Planungskosten für die Außenanlage stießen im Stadtrat auf Unmut. Helmut Will

Für Diskussionsstoff sorgte bei der Sitzung des Stadtrates Ebern am Donnerstagabend der Umstand, dass für den Abschluss eines Architektenvertrages für die Planung von Außenanlagen der neuen Kindertagesstätte in der Albrecht-Dürer-Straße 49 200 Euro anfallen.

"Der Bau unserer Kindertagungsstätte macht gute Fortschritte, die Arbeiten verlaufen planungsgemäß", sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD). Weiter führte er aus, dass für den Architektenvertrag eines Ingenieurbüros aus Haßfurt ein Gesamthonoraranspruch von 49 200 Euro vorliege. "Wir haben bei einem weiteren Büro angefragt, haben von dort aufgrund fehlender Kapazitäten jedoch kein Angebot erhalten", so der Bürgermeister.

Stadträtin Gabriele Rögner und Stadtrat Manfred Fausten (beide CSU) fanden die genannte Summe für sehr hoch. Fausten fragte, ob man die Ausführung der Außenanlagen für die Kindertagesstätte nicht von einem guten Gartenbauunternehmen vornehmen lassen sollte, um sich die Honorargebühren für einen Architekten zu sparen. Stadträtin Marion Müller (CSU) brachte eine Ausschreibung für die Planung der Außenanlagen ins Gespräch und Stadtrat Thomas Limpert (FWE) schwebte ein Ideenwettbewerb vor. Stadtrat Matthias Becht (JL) bat, darauf zu achten, dass genügend Parkplätze eingeplant werden. Bürgermeister Hennemann beantwortete die Vorschläge damit, dass die Stadt an europäisches Recht gebunden sei und die Planung an ein Architektenbüro vergeben müsse. "Dazu sind wir gezwungen, wenn wir nicht riskieren wollen, dass wir Fördermittel verlieren", so Hennemann. Der "abgespeckte Stadtrat", sieben Mitglieder waren entschuldigt, beschloss mit neun zu fünf Stimmen, das Honorarangebot anzunehmen.

Ein weiteres Thema war das künftige "Dänische Bettenlager" in Sandhof (Alte Ziegelei). Hier beschloss das Gremium die von einer Ingenieurgesellschaft ausgearbeitete vorhabenbezogene Änderung des Bebauungsplanes "Sondergebiet Sandhof" und beauftragte die Verwaltung, diese bekannt zu machen. Vorher muss aber noch einiges mit dem Vorbesitzer geklärt werden.

672 350 Euro betragen die Investitionskosten für die Schlammentwässerung der Kläranlage Ebern. Der Bürgermeister verwies hier auf schon im Stadtrat behandelte Themen und auch darauf, dass ein verbindliches Interesse bestehe, am Klärschlammentsorgungs- und Verwertungskonzept des Landkreises Haßberge teilzunehmen. "Die geplante Klärschlammentwässerung soll im Zuge der notwendigen Arbeiten auf der Kläranlage, Nachklärbecken und Belebungsbecken, mit ausgeführt werden", so Hennemann. Hierfür seien umfangreiche Ingenieurleistungen zu vergeben. Man habe drei Angebote eingeholt, zwei seien eingegangen. Das mindestbietende Ingenieurbüro aus Zeil wurde beauftragt bei einer Angebotssumme von 105 300 Euro. "Ich weiß, das alles sind große Summen, aber wir werden nicht darum herumkommen", sagte der Bürgermeister. Ein weiteres Angebot lag bei 152 000 Euro.

Weitere Ingenieurleistungen wurden für die Abwasseranlage Ebern mit dem Sanierungskonzept für die Pumpstation Mühlgasse vergeben. Wie der Bürgermeister darlegte und auch mit Fotos verdeutlichte, ist die Pumpstation weitgehend verschlissen. Es lag ein zweistufiges Sanierungskonzept vom Ingenieurbüro in Zeil vor. Die Kosten liegen im vierstelligen Bereich. Es soll geprüft werden, ob die Pumpstation überhaupt notwendig ist.

Als Abstimmungsleiter für die Bürgerentscheide am 1. März 2020 wurde Dirk Suhl (VG Ebern) bestimmt, als sein Vertreter Horst Junge. Stadtrat Thomas Limpert fragte an, ob die Wappen der Stadt für die Wahlwerbung verwendet werden können. Das, so Hennemann, sollte allen Parteien ermöglicht werden, was auch beschlossen wurde. Der Bürgermeister erläuterte in wenigen Worten den Forstbetriebsplan, der bereits in einer Veranstaltung vor einigen Tagen von Förster Wolfgang Gnannt und dessen Chef Jürgen Hahn vorgestellt worden war.

Bürgermeister Hennemann zählt auf die Solidarität der Stadträte und der Verwaltung, da er eine Wette mit dem Roten Kreuz Haßberge eingegangen ist, dass bei der nächsten Blutspende je 13 Vertreter aus dem Stadtrat und der Verwaltung Blut spenden. Wird das nicht erfüllt, müsse er bei einer Altkleidersammlung helfen. Wird es erfüllt, gibt es einen kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs. "Ich habe das spontan gemacht und finde es eigentlich eine gute Idee", sagte der Bürgermeister.

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