Ebelsbach
Gemeinschaftsversammlung

Kosten für Schloss Gleisenau bleiben im Rahmen

Die Angebote für die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes der Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach liegen insgesamt im Rahmen der Kostenschätzungen.
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Die Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach hat am Donnerstag ihren Haushaltsplan verabschiedet. Das Verwaltungsgebäude wird im Rahmen des KIP energetisch saniert und barrierefreier. Walter Ziegler informierte über die Ergebnisse der Ausschreibung, die sich im Rahmen der Kostenschätzung bewegten.Sabine Weinbeer
Die Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach hat am Donnerstag ihren Haushaltsplan verabschiedet. Das Verwaltungsgebäude wird im Rahmen des KIP energetisch saniert und barrierefreier. Walter Ziegler informierte über die Ergebnisse der Ausschreibung, die sich im Rahmen der Kostenschätzung bewegten.Sabine Weinbeer
VG-Vorsitzender Walter Ziegler hatte für die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebelsbach eine positive Nachricht bezüglich der energetischen Sanierung des Verwaltungsgebäudes im Schloss Gleisenau: Hierfür sind inzwischen die Ausschreibungen erfolgt, und die Angebote liegen insgesamt im Rahmen der Kostenschätzungen. 600 000 Euro fließen in neue Fenster, eine Dachsanierung und Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit, soweit das in dem denkmalgeschützten Gebäude möglich ist. Die Maßnahme wird im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms (Kip) mit 90 Prozent bezuschusst.
Verabschiedet wurde der Haushaltsplan der VG Ebelsbach für 2018. Letztmals wurde der Etat von Kämmerer Marco Weber präsentiert, der zum Monatsende in die Verwaltung der VG Theres wechselt. Vorsitzender Ziegler dankte ihm für die gute Zusammenarbeit.
Die VG-Umlage finanziert im Wesentlichen die Verwaltungsgemeinschaft, die Umlagen der Gemeinden Ebelsbach, Breitbrunn, Stettfeld und Kirchlauter summieren sich auf 991 900 Euro. Das sind 135,93 Euro je Einwohner. Da diese Umlagenhöhe auch immer wieder zu Diskussionen führt, hatte Kämmerer Weber Vergleiche aus dem Landkreis beigezogen. Demnach erhebt die VG Ebern 153,15 Euro, die VG Hofheim 135,00 Euro und die VG Theres 132,50 Euro je Einwohner.
Um 15 000 Euro erhöht haben sich die Personalausgaben, da es nach der neuen Stellenbewertung einige Umgruppierungen gab. Diese Stellenbewertung hatte die Rechtsaufsicht gefordert. Die Personalkosten der VG belaufen sich auf 891 500 Euro einschließlich aller Lohnnebenkosten. Für die Fertigstellung des Organisationsgutachtens wurden 15 000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen. 15 000 Euro werden aus der allgemeinen Rücklage entnommen.
Schulden hat die Verwaltungsgemeinschaft nach wie vor nicht, und auch auf die Erhebung einer Investitionszulage könne im Haushaltsjahr verzichtet werden, erklärte der Kämmerer.
Neben der reinen Verwaltung sind 15 000 Euro für Einrichtungsgegenstände, 10 000 Euro für die EDV und 33 000 Euro für die Erstellung des Masterplans Breitbandausbau vorgesehen, was aber ein durchlaufender Posten ist, da dieser voll über Zuschüsse gedeckt ist.
Der Haushaltsplan und die dazugehörige Satzung und der Stellenplan wurden ohne Einwände verabschiedet. Ebenso einmütig wurde das Ergebnis der Jahresrechnung 2017 zur Kenntnis genommen, das jetzt in die örtliche Rechnungsprüfung geht. Geprüft wurden die Jahre 2014, 2015 und 2016 ohne wesentliche Beanstandung, weshalb die VG-Versammlung auch diese Rechnungsprüfungsberichte einstimmig verabschiedete.
Neu in der Verwaltung ist Matthias Klauda, der in der Sitzung am Donnerstag nun auch zum Standesbeamten und zum stellvertretenden Standesamtsleiter bestellt wurde. Zudem übernimmt er mit Auftrag der VG-Versammlung das jetzt nötige Amt des Datenschutzbeauftragten. Er habe damit intern eine wichtige Aufsichtsfunktion und sei auch nach Außen Ansprechpartner in Fragen des Datenschutzes, sagte Klauda.
In diesem Zusammenhang gab Helmut Zirnsak die Probleme der Vereine mit dem neuen Datenschutzrecht weiter. Der SV Rapid Ebelsbach werde wegen seiner Größe wohl nicht um die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten herumkommen. Er fragte an, ob die Verwaltung von anderen Vereinen wisse, die ähnlich betroffen sind. Das verneinte Matthias Klauda. Einen Datenschutzbeauftragten benötigten nur Vereine, bei denen mehr als fünf Personen Zugriff auf Mitgliedsdaten haben. Für die Vereine werde es aber noch im Juni eine einschlägige Informationsveranstaltung geben, gab Breitbrunns Bürgermeisterin Gertrud Bühl bekannt. Da seien auch die Dachverbände gefordert, ihre Mitgliedsvereine zu unterstützen, erklärte dazu der VG-Vorsitzende Walter Ziegler.
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