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Königsberg in Bayern
Stadtfeuerwehrtag

Königsberger Feuerwehren bewiesen ihre Leistungsfähigkeit

Bei einer Großübung klappte die Zusammenarbeit der Feuerwehren des Königsberger Ober- und Unterlandes mit der Stadtfeuerwehr gut.
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Aus verschiedenen Höhen wurde von der Werkfeuerwehr Fränkische der "Brand" im Werk West bekämpft.Gerold Snater
Aus verschiedenen Höhen wurde von der Werkfeuerwehr Fränkische der "Brand" im Werk West bekämpft.Gerold Snater
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Viel zu üben und zu feiern gab es bei der Feuerwehr in Königsberg am Sonntag. Denn am frühen Nachmittag wurde bei einer Großübung im Rahmen eines Stadtfeuerwehrtages am neuen Werk West der Fränkischen Rohrwerke die Leistungsfähigkeit der Werkfeuerwehr Fränkische und aller Ortswehren und Löschgruppen der Stadt getestet. Danach wurde auf dem Bleichdammparkplatz an der Stadthalle der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) der Feuerwehr Königsberg geweiht und 20 Jahre Jugendfeuerwehr gefeiert.

Die Übung, bei der ein Brandfall im Werk mit Verletzten angenommen wurde und bei der auch Atemschutzgeräte eingesetzt wurden, verlief reibungslos. Denn die Männer der Werkfeuerwehr waren schnell vor Ort und konnten mit der "Brandbekämpfung" aus verschieden hohen Etagen beginnen. Auch die "Verletzten" konnten schnell aus der Gefahrenzone gebracht und vom Sanitätsdienst der Fränkischen und des BRK versorgt werden.

Lange Schlauchleitungen gelegt

Dass die Zusammenarbeit der Wehren des Königsberger Ober- und Unterlandes mit der Stadtfeuerwehr gut funktioniert, zeigte sich darin, dass es ihnen in verhältnismäßig kurzer Zeit gelang, lange Schlauchleitungen von weiter entfernten Wasserzapfstellen bis zum "Brandherd" zu legen, um die Löscharbeiten zu unterstützen.

Rund 900 Meter Leitung vom Feuerlöschweiher in Hellingen wurden von den Wehren aus Holzhausen, Hellingen, Römershofen, Unfinden, Hofstetten, Altershausen und Königsberg gelegt. Mit einer Schlauchleitungslänge von circa 300 Metern mussten die Wehren aus Dörflis, Köslau und Kottenbrunn einen entfernten Hydranten anzapfen.

Mit dem Ergebnis und dem Verlauf der Übung zeigten sich die die Übung aufmerksam beobachtenden Männer der Feuerwehrdienstaufsicht und auch Bürgermeister Claus Bittenbrünn sehr zufrieden. Bittenbrünn ging auf diese Übung auch noch einmal wenige Stunden später bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste anlässlich der Weihe des neuen MTWs der FFW Königsberg ein. Die Übung habe die Stärke und Leistungsfähigkeit der Wehren des Stadtgebietes und einen sehr guten Ausbildungsstand gezeigt.

Besonders freute sich das Stadtoberhaupt darüber, dass er im Beisein von Landrat Wilhelm Schneider der freiwilligen Feuerwehr Königsberg einen neuen Mannschaftstransportwagen übergeben konnte, den er als "ein Zeichen einer gewissen Verbundenheit und Dankbarkeit unserer Feuerwehr und auch der Stadt gegenüber" bezeichnete. Bittenbrünn betonte auch, dass das neue Fahrzeug selbstverständlich überörtlich, also auch in den Stadtteilen, eingesetzt werden könne.

Feuerwehr gab großen Zuschuss

Dank sagte er Kreisbrandrat (KBR) Ralf Dressel und dem Landratsamt für die Unterstützung bei der Bezuschussung durch die Regierung von Unterfranken und vor allem dem Feuerwehrverein Königsberg für den großen finanziellen Zuschuss. Sein Dank galt aber auch dem Stadtrat, der der Beschaffung zugestimmt hatte.

Mit weiteren Dankesworten an die vielen Jugendlichen, die sich in der Jugendfeuerwehr einbringen, und an alle Feuerwehren und Ortsgruppen in Königsberg und seinen Stadtteilen, die die Sicherheit in ihrem Ort gewährleisten, gab er das Wort weiter an Landrat Wilhelm Schneider.

Schneider stellte in seinem kurzen Grußwort die Bedeutung der Feuerwehren für die Allgemeinheit und das gute Zusammenwirken der Wehren in Königsberg heraus. Erfreulich sei auch, dass die Jugendfeuerwehr in Königsberg ihr 20-jähriges Bestehen feiern könne. Das neue Fahrzeug für die FFW Königsberg und seine Stadtteile sei für ihn auch ein Garant für die Sicherheit der Bürger in der Stadt.

Bevor der Kommandant der FFW Königsberg, Peter Schüler, vor allem auf das Jubiläum der Jugendfeuerwehr einging, segneten Pfarrer Peter Hohlweg und Kaplan Nicolas Kehl in einer kurzen feierlichen Zeremonie den neuen Mannschaftstransportwagen. Peter Schüler ging anschließend auf die Entstehung und Entwicklung der Jugendfeuerwehr in Königsberg ein, die im Jahr 1998 gegründet wurde, und insofern gute Früchte getragen habe, als fast alle Übungsteilnehmer an der Übung am Werk West der Fränkischen aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen seien, angefangen bei den Atemschutzträgern über den Maschinisten bis hin zum Gruppenführer.

Jubiläumsjacke überreicht

Die Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr waren Sandra und Kristin Berthel, Michael Hölzer, Michael Schlinke, Daniel Schmidt, Ulf Schmidt, Sabine Schneider, Pascal Then, Andreas Schüler und Steffen Wiedemuth.

Auf die Fahrzeugweihe eingehend, meinte der Kommandant stolz: "Dieses Fahrzeug ist zurzeit eines der modernsten dieses Typs im Landkreis, und es hat nicht nur Monate, sondern zwei Jahre gedauert, bis alle Gremien zugestimmt hatten und die Finanzierung gesichert war."

Zum Abschluss des offiziellen Teiles des Nachmittags überreichten KBR Ralf Dressel und der Kommandant der Werkfeuerwehr Fränkische, Stefan Burkard, an Kommandant Peter Schüler eine Dokumentationsmappe für die Einsatzleitung, in der die verschiedenen Aktionen und Vorgänge der Feuerwehr festgehalten werden können.

Eine besondere Überraschung hatte noch Frank Kimmel, Vorsitzender des Königsberger Feuerwehrvereins, parat: Mit einer Jubiläumsjacke bedankte er sich bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr sowie ihren Ausbildern und Betreuern, die diese gleich anzogen, um sich mit den besonderen Gästen der Veranstaltung zu einem Erinnerungsbild aufzustellen.

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