Knetzgau
Einführung

Knetzgau freut sich über seinen neuen Pfarradministrator Weck

Michael Weck wurde von den Katholiken in Westheim herzlich willkommen geheißen, er ist nun hier derPfarradministrator.
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Viele gute Wünsche, Geschenke und Gespräche - hier mit dem Knetzgauer Bürgermeister Stefan Paulus - gab es beim Empfang im Pfarrsaal für Michael Weck (links) als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Knetzgau. Christiane Reuther
Viele gute Wünsche, Geschenke und Gespräche - hier mit dem Knetzgauer Bürgermeister Stefan Paulus - gab es beim Empfang im Pfarrsaal für Michael Weck (links) als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Knetzgau. Christiane Reuther
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w"Ich freue mich, hier in Knetzgau sein zu dürfen", sagte Michael Weck am Freitagabend. Mit Pauken und Trompeten wurde der neue Seelsorger als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Knetzgau eingeführt. Mit einem Festzug, angeführt von musikalischen Klängen, den Vertretern der Ortsvereine, den Ministranten, sowie Familienangehörigen zog Michael Weck begleitet von Glaubensbrüdern in das Gotteshaus St. Bartholomäus ein. Während des Festgottesdienstes erhielt Weck aus den Händen von Dekan Stefan Gessner die Ernennungsurkunde als Pfarradministrator und die Schlüsselgewalt. Beim Empfang im Pfarrsaal standen die Begegnung mit dem neuen Seelsorger sowie der Austausch von Grußworten im Mittelpunkt.

Die "Pastoralder Zukunft" stellte Dekan Gessner in den Fokus. Die Gläubigen würden vor der Wahl stehen, die Zukunft der Kirche und des Glaubens aktiv mitzugestalten, oder die Veränderungen frei nach dem Motto: "mitgestalten oder erleiden" auf sich zukommen zu lassen. Jetzt sei laut Dekan die Gelegenheit da, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, um die Flamme des Glaubens in die Zukunft zu tragen. Gessner dankte allen, die sich in der Zeit der elfmonatigen Vakanz eingebracht haben.

Erst Pfarradministrator, dann Pfarrer

Gessner lud nun die Gläubigen ein, sich gemeinsam mit dem neuen Pfarradministrator, dem Seelsorge-Team und den Gremien auf den Weg zu machen. Der Dekan erklärte, warum Michael Weck zunächst Pfarradministrator ist. Für die Zeit des Umbruchs will die Diözese die Ernennung von Pfarrern leicht verändern und benötigt bis dahin die Zustimmung aus Rom. Bis diese vorliegt, ernennt der Würzburger Bischof Franz Jung Pfarradministratoren, die aber alle Rechte und Pflichten eines Pfarrers haben.

Ob nun als Pfarradministrator oder Pfarrer, Michael Weck wurde von den verschiedensten Gremien nicht nur in der Kirche auf das Herzlichste begrüßt. Doch zunächst ging der neue Seelsorger in seiner Predigt auf die Verleihung der Schlüsselgewalt ein.

Mit dieser würde man seiner Meinung nach gleichzeitig eine große Verantwortung übernehmen. Weck stellte anhand eines Schlüsselerlebnises während seiner Studienzeit den Bezug von "aufgeschlossen sein" her. Als ein aufgeschlossener Mensch könne man Türöffner für die sein, denen der Glaube nichts oder nichts mehr bedeute, oder für die vielen, die ihn noch nicht kennen gelernt haben. Den Menschen die Wirklichkeit Gottes aufzuschließen und sie aufgeschlossen zu machen für einander, dies sei für Weck und den Gläubigen in der Pfarreiengemeinschaft, aber auch für alle Christen ein lohnendes, wichtiges und aus seiner Sicht ein "Jesus-gemäßes" Vorhaben.

Dankbar über die Neubesetzung

Mit all den zahlreich erschienenen Gästen freute sich stellvertretender Landrat Oskar Ebert beim Empfang im Pfarrsaal, dem ein Begrüßungsständchen vorausging. Es sei kein Normalfall, dass die Menschen ihren neuen Pfarrer schon kennen, geschweige denn, dass er an seiner neuen Wirkungsstätte bereits tätig war, erläuterte Ebert.

Michael Weck war in den letzten zwei Jahren in der Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald tätig und hat in der Vakanzzeit in der Pfarreiengemeinschaft Knetzgau Vertretungsdienste übernommen. Für Ebert sei ein Pfarrer nicht nur Vermittler des Glaubens und seelsorgerischer Beistand, sondern angesichts der Aufgabenfülle als Moderator, Kommunikator, Manager und Entscheider rundum zuständig. Pfarrer würden Menschen bei allem begleiten, was ihnen im Leben widerfahre, von der Wiege bis zur Bahre. Für die herausfordernden Aufgaben, die laut Ebert auch dankbar sein können, wünschte der stellvertretende Landrat viel Kraft, Ausdauer und die Gabe, immer die richtigen Worte zu den Herzen der Menschen zu finden.

Pfarrer kommen und gehen

Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus freute sich, dass überhaupt die Stelle eines Pfarrers neu besetzt werden konnte. Mittlerweile habe man Übung darin, Pfarrer zu verabschieden und willkommen zu heißen, meinte Paulus schmunzelnd. Wenn demnächst Pfarrerin Doris Ottminghaus in Westheim als neue evangelische Pfarrerin begrüßt werde, dann wurden im Zeitraum von zehn Jahren sieben Pfarrer sowie vier Kapläne verabschiedet und begrüßt. Doch jetzt wünschte sich Paulus, dass mit der Einführung von Michael Weck als Leiter der Pfarreiengemeinschaft etwas Kontinuität eintrete. Die Grundlage für ein Miteinander würde Knetzgau als engagierte und lebensfrohe Kommune aus Sicht des Bürgermeisters schaffen, dessen Dank allen galt, die in der Vakanz die Seelsorge in der Gemeinde aufrechterhielten.

Neben der Rektorin Antje Schorn, die im Namen der Dreiberg-Schule sprach, sowie der neuen evangelischen Pfarrerin Doris Ottminghaus, die auf eine gute ökumenische Zusammenarbeit vertraut, nutzten zahlreiche Vertreter der Gremien die Gelegenheit, Michael Weck zu begrüßen.

Der Lebenslauf von Michael Weck

Michael Weck wurde 1974 in Schweinfurt geboren und stammt aus Mainberg. Nach dem Abitur in Gaibach studierte er von 1995 bis 1999 in Eichstätt Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit. Bis 2005 war er als Gemeindereferent im Bistum Würzburg eingesetzt. Von 2005 bis 2007 absolvierte er im Studienhaus Sankt Lambert in Lantershofen ein Theologiestudium. Bischof Friedhelm Hofmann weihte ihn am 30. Mai 2009 in Würzburg zum Priester. Nach Bergrheinfeld, Gerolzhofen, Baunach, Lohr kam er 2016 wechselte er als Pfarrvikar nach Eltmann und Kirchlauter. 2017 kam er in in die Pfarreiengemeinschaft Knetzgau.

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