Knetzgau
Zuschüsse

Knetzgau blickt nach vorne

Die Gemeinde Knetzgau im Maintal will mit Hilfe der Städtebauförderung bauliche und vor allem soziale Verbesserungen erzielen. Bei der Auftaktveranstaltung erklärten sich zahlreiche Knetzgauer bereit, ihre Ideen einzubringen. Auch die Jugend will mitmachen.
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Wo hat Knetzgau Schwächen, was kann besser gemacht werden und wie? Die Knetzgauer formulierten ihre Wünsche und ihre Ideen für die Zukunft ihres Dorfes. Foto: sw
Wo hat Knetzgau Schwächen, was kann besser gemacht werden und wie? Die Knetzgauer formulierten ihre Wünsche und ihre Ideen für die Zukunft ihres Dorfes. Foto: sw
Nicht nur optische Verbesserungen, sondern vor allem eine Intensivierung des sozialen Miteinanders, das wünschen sich die Knetzgauer von der Städtebauförderung. Das Projekt wurde am Donnerstagabend offiziell gestartet. Knapp 100 Männer, Frauen und erfreulich viele Jugendliche nahmen an der Auftaktveranstaltung in der Franz-Hofmann-Halle teil.

Als "zweiten Akt unserer Arbeit" bezeichnete Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) das, was in den nächsten Monaten in verschiedenen Workshops stattfinden soll und was am Donnerstag begann. Städtebauförderung bedeute nicht nur, bauliche Maßnahmen im Ort umzusetzen, sondern es gehe auch darum, dass sich die Bewohner mit ihrem Ort auseinandersetzen, Schwächen entlarven und Stärken herausarbeiten.

Leitbild für Knetzgau


Im Endeffekt soll laut Paulus bis zum Sommer 2013 ein Leitbild für Knetzgau entstehen, das vor allem das Zusammenleben in den Dörfern und das Miteinander der Generationen stärkt. Fit für die Zukunft werden will Knetzgau, und "legales Dopingmittel" sei das Förderprogramm mit seinen Finanzspritzen, erklärte der Bürgermeister.

Die Bandbreite der Themen umfasst quasi alle Herausforderungen, die sich ländlichen Kommunen heute stellen.
Es geht um Generationen-Fragen ebenso wie um die örtliche Umsetzung der Energiewende, um Fremdenverkehrswerbung sowie um öffentlichen Personennahverkehr, um Wirtschaft und Handel und das Vereinsleben.

Imponiert


Bürgermeister Stefan Paulus dankte allen Mitstreitern, die sich dafür einsetzten, dass der Antrag Knetzgaus erfolgreich war. Dem Innenminister habe es sehr imponiert, wie sich Knetzgau präsentierte, erinnerte er. Auch der Zuspruch am Donnerstag macht ihn sicher, dass es viele Knetzgauer gibt, die sich mit der Zukunft ihres Ortes aktiv auseinandersetzen wollen. Schließlich profitiere die Bevölkerung davon.

Als Außenstehende


Die Planer Marco Schäfer, Yvonne Slanz und Andreas Hacke zeigten den Anwesenden auf, wie ihnen als Außenstehende Knetzgau erscheint. Es gibt nach ihren Angaben viele Stärken wie die Autobahnanbindung, verhältnismäßig viele Arbeitsplätze, eine gute gewerbliche Durchmischung, und viele Initiativen in der jüngsten Vergangenheit. Aber vieles sei auch wert, aufgewertet oder herausgehoben zu werden, etwa der tolle Naturraum, vor allem die Lage am Main.

Wünsche und Ideen konnten die Bürger auf große Plakate schreiben. Die zentralen Punkte waren dabei, Räume für verschiedene Generationen und deren Begegnung zu schaffen. Vor allem die Jugend braucht solche Räume. "Da müssen wir unbedingt was tun," bestätigte Bürgermeister Stefan Paulus im Gespräch mit unserer Zeitung.

Er freut sich, dass sich zahlreiche junge Leute motivieren ließen, ihre Wünsche an diesem Abend zu formulieren.
Auch die Bürger sahen die touristischen Potenziale, die am Mainufer noch ungenutzt sind. Außerdem kamen viele Vorschläge für die Gestaltung des Ortskerns zwischen Schule und Bushaltestelle.

40 Knetgauer wollen schon mitmachen


40 Teilnehmer haben sich bereits am Donnerstag für einen der Workshops angemeldet, die die Themenfelder in den kommenden Monaten noch intensiver bearbeiten werden. Andere nahmen den Meldezettel mit und überlegen noch.

Zwischen Ostern und Pfingsten hoffen die Planer, das vorzulegen, was sie als "Hausaufgabenheft für die Gemeinde" bezeichnen. Sie zeigten sich überzeugt, dass das in Knetzgau nicht in der Schublade verschwinden, sondern Punkt um Punkt abgearbeitet wird.

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