Ebern

Kita-Betrieb ab September möglich

Der Eberner Bauausschuss schaute sich den Neubau für die Kindertagesstätte an und erfuhr, dass das Projekt nach Plan läuft.
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Architekt Klaus Gick (Dritter von links) erläuterte dem Bauausschuss die Arbeiten im Neubau der Kindertagesstätte, hier die Dämmung der Decke. Helmut Will
Architekt Klaus Gick (Dritter von links) erläuterte dem Bauausschuss die Arbeiten im Neubau der Kindertagesstätte, hier die Dämmung der Decke. Helmut Will
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Bei einer Ortseinsicht am Neubau der Kindertagesstätte an der Albrecht-Dürer-Straße in Ebern informierte sich der Bauausschuss der Stadt Ebern am Mittwochnachmittag über den Baufortschritt. Architekt Klaus Gick aus Bamberg gab dem Gremium Erläuterungen zum Baustand der Kindertagesstätte.

Überrascht waren die Mitglieder des Bauausschusses um Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) ob der Dimension des Gebäudes, dem man von außen nicht wirklich ansieht, welch großzügige Räume es in sich birgt. "Das ist ja ein Luxushotel", staunte Stadtrat Manfred Fausten (CSU) nach der Besichtigung. Der breite Flur, der sich durch das gesamte Gebäude zieht, eröffnet viele Möglichkeiten, erfuhr das Gremium. Wie der Architekt sagte, ist das gesamte Gebäude mit Fußbodenheizung ausgestattet. "Das Konzept bietet viel Freiraum, in dem sich die Kinder entfalten können", sagte Gick.

Zum Stand wurde mitgeteilt: Nach dem Baubeginn im Mai 2019 sollen in vier Wochen die Verputzer mit ihrer Arbeit fertig seien. Alle Aufträge sind verteilt, und mit den Firmen habe Ebern, so hieß es, großes Glück, da sie zuverlässig arbeiten. "Es läuft wirklich alles gut", fasste Architekt Gick zusammen. Er meinte, dass im September drei bis vier Gruppen im Gebäude starten können.

Bürgermeister Jürgen Hennemann informierte, dass die Stadt kostenmäßig im Rahmen liege. Manches sei teurer als geplant, aber die Stadt habe bei anderen Gewerken wieder sparen können. Bei einem Rundgang durch das Gebäude erläuterten Gick und Hennemann die einzelnen Räume und deren geplante Nutzung. Das Gebäude ist nach den Worten des Bürgermeisters so konzipiert, dass man ohne Probleme bei Bedarf zwei weitere Gruppenräume Richtung Innenstadt anbauen könne. Zunächst würden Kinder aus dem Stadtgebiet untergebracht, und wenn dann noch Kapazitäten frei sind, könne man auch Kinder von außerhalb aufnehmen, sagte er.

Im Anschluss an die Besichtigung wurde die Sitzung im Gebäude der VG fortgeführt. Dabei ging es nochmals um die Kindertagesstätte. Für den Neubau vergab der Bauausschuss einen Auftrag für Leichtmetall- und Verglasungsarbeiten mit der Auftragssumme von 40 700 Euro. Stadtrat Philipp Arnold (FWE) merkte an, dass diese Summe die ursprüngliche Planung erheblich überschreite. Dazu sagte Hennemann, dass vier Firmen angefragt worden seien, aber nur zwei geantwortet hätten. Die günstigste Firma sei ein Anbieter aus Großheirat mit der genannten Summe. "Wir kommen nicht darum herum, wir müssen das vergeben", sagte Jürgen Hennemann, was dann auch einstimmig beschlossen wurde.

Weitere Themen: Am Ende des Realschulparkplatzes, quer zum Tennisheim, wird ein zeitlich beschränktes Halteverbot angeordnet, welches dort das Parken von Montag bis Freitag, jeweils von 7 bis 17 Uhr, untersagt; nur Bussen ist dort erlaubt, in dieser Zeit zu parken.

Sein Einverständnis erteilte der Bauausschuss für die Aufnahme von Flächen in Albersdorf in das Schutzgebiet des Naturparks Haßberge. Sie sollen ein Ausgleich sein im Zuge der Bauleitplanung für Schloss Weißenbrunn; dort sollen Parkplätze ermöglicht werden.

Richtig Arbeit gab es dann noch, vor allem für den Bürgermeister und Abteilungsleiter Josef Müller. Zu behandeln waren Änderungen des Bebauungsplanes Gewerbegebiet Eyrichshof (Hochregallager Firma Uniwell). Insgesamt 14 Stellungnahmen über 17 Doppelseiten mussten vorgelesen werden, was der Part von Josef Müller war und dazu die Stellungnahme der Stadt unter Berücksichtigung der eingegangen Einwände, was der Bürgermeister tat. Zahlreiche Zwischenbeschlüsse waren zu fassen. Diese fielen im Sinn der bekannten Richtung der Stadt Ebern pro Firmenprojekt aus. Dem Stadtrat Ebern wird empfohlen, den Bebauungsplan über die vierte Änderung des Gewerbegebietes Eyrichshof als Satzung zu beschließen.

Bürgermeister Hennemann zeigte sich erfreut, dass es nun doch gelungen sei, aus Richtung Gereuth kommend, ein Durchfahrtsverbot in Eyrichshof für größere Lastwagen zu erlangen. In Gereuth werde ein entsprechendes Schild aufgestellt, wonach Lkw mit einer Länge von mehr als zehn Metern nicht durch Eyrichshof fahren dürfen. Die Gemeinde Untermerzbach, zuständig für die verkehrsrechtliche Anordnung in Gereuth, habe sich damit einverstanden erklärt. Kritik kam hier vom Zweiten Bürgermeister Harald Pascher am Verhalten des Landratsamtes. "Ich verstehe nicht, warum das Landratsamt nicht ein Schild an der Einmündung Gereuth in die Staatsstraße 2278 anbringt, damit die großen Fahrzeuge gleich von dort über Ebern fahren. Jetzt müssen sie über Lichtenstein fahren, was ja auch nicht so günstig ist", sagte Pascher. Dazu sagte der Bürgermeister, dass das abgelehnt wurde, wohl mit dem Argument, dass in Richtung Gereuth von der Staatsstraße 2278 (Ebern-Untermerzbach) her sowieso nicht viele Lkw fahren. "Sind wir mit der jetzigen Regelung erst einmal zufrieden", so Hennemann.

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