Burgpreppach
Unterhaltung

Kirchweih: Erfolgsband "Häisd'n'däisd vomm mee" lässt Ibinder staunen

Der 12. Musik- und Unterhaltungsabend zur Kirchweih in Ibind im Saal Faber-Rädlein hielt für das Publikum eine Überraschung bereit: Auf der Bühne stand die Band "Häisd'n'däisd vomm mee".
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Die Überraschung des Abends: "Häisd'n'däisd vomm mee". Wie eine musikalische Dampfwalze zogen sie durch den alterhrwürdigen Tunnelsaal in Ibind. Simon Albrecht
Die Überraschung des Abends: "Häisd'n'däisd vomm mee". Wie eine musikalische Dampfwalze zogen sie durch den alterhrwürdigen Tunnelsaal in Ibind. Simon Albrecht
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Hoffentlich hält der altehrwürdige Tunnelsaal im Gasthaus Faber-Rädlein noch viele Jahre durch, denn immerhin hat er schon 90 Jahre auf dem Buckel. Der Saal bebte wieder am Kirchweih-Samstag zur zwölften Auflage des Musik- und Unterhaltungsabends zur "Iwinner Kirwa" - diesmal mit einer besonderen Überraschung, wie es Gastwirt und Organisator Uwe Rädlein angekündigt hatte.

Launig und floskelreich eröffneten die "5 Iwinner Wirtshausschroller" den Abend, die "zwää Nachbern" Uwe Rädlein und Bruno Schorn führten durch das Programm. "Heid is der Deifl los, bis nei die Früh", sangen die beiden. Musikalisch begleitet wurden die Sänger von Dieter Meisch (Tuba), Michael Brembs (Harmonika) und Patrick Valtermeier (Gitarre). Abwechselnd mit den "Schloßbergern" aus Hohnhausen oder dem "Harmonika-Akrobat" Michael Brembs ging es durch den ersten Teil.

Von der Empore, der engen Bar mit der steilen Treppe, grüßten die Schloßberger vornehmlich mit böhmisch-mährischem Liedgut. Bereits bei ihrem ersten Lied, dem Egerland-Marsch, klatschten die Leute begeistert mit.

22-Jähriger begeistert Publikum

Michael Brembs, ob solo mit der steirischen Harmonika oder im Duo mit Patrick Valtermeier, zeigte mit seinen 22 Jahren als jüngster Akteur sein Können: Dort, wo der gemeine Musikant wähnt, seine Schnelligkeit erreicht zu haben, bei achtel oder selten sechzehntel Noten, legt er los mit Zweiunddreißigstel oder Vierundsechzigstel. Und dann zieht er das Tempo an, von der Polka zur Schnellpolka - Gitarrist Patrick hält mit. Und das Publikum ist aufgescheucht und klatscht immer schneller werdend mit. Dargeboten wurde der Großglockner-Blick der Oberkrainer, der "Tiroler Buam" der Ursprung-Buam und das Bravourstück "Erinnerungen an Zirkus Renz".

In schlottrigen und schlüpfrigen Liedern hielten die Wirtshausschroller den Leuten einen Spiegel vor: "Jeder liebt sei Weib zum Zeitvertreib", das Lied von Adams Rippe oder der unverwüstliche Kirwa-Gassenhauer "Wu is denn des Schürschla?" trieben die Stimmung auf den Höhepunkt.

Überraschung geglückt

Es folgte Rädleins angekündigte Überraschung: die sechs Musikanten von "Häisd'n'däisd vomm mee" zogen ein und über eine halbe Stunde lang musikalisch kalauernd durch den Saal. Schon zweimal waren sie abendfüllend in Ibind und laut ihrem Chef Stefan Ebert zieht es sie immer wieder hierher, "schon wegen dem guten Sauerbraten".

Im nahen Hohnhausen probten sie für ihr neues Programm. Und sie zogen vom Leder: "Auswärts senn sa besser wie dehemm" ist an Zweideutigkeit nicht zu toppen - so wie das Lied vom Räuschla. Ebert philosophiert: "E Räuschla is nuch ke Rausch - un mer kann nuch g'fahr. Mer derf sich hald ned derwisch lass". Und Kornel setzt drauf: "Des Drinkn is a feina Sach: es schdabbd ned und es mechd kenn Grach". Beim Lied vom Floh zogen die Musikanten durchs Publikum und untersuchten deren Haarpracht. Da hieß es für die Zuschauer: Genick einziehen!

Nach der überraschenden Einlage ging es gewohnt weiter durchs Programm. Es war Mitternacht, als die Schloßberger zum Böhmischen Traum riefen und das gemeinsam gesungene "Nehmt Abschied, Brüder" den Abend schließlich beendete.

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