Hafenpreppach
Meinung

Keine Einigung im Sanierungsplan - Wie geht es jetzt in Hafenpreppach weiter?

Bei der Bürgerversammlung in Hafenpreppach wurde viel diskutiert. Warum ? Der geplante Umbau des Mehrzweckgebäudes stößt bei vielen Bürgern auf Ablehnung.
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Das Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach soll energetisch saniert werden. Über die, bei der Bürgerversammlung vorgelegte Planung konnte noch keine Einigung erzielt werden. Rechts angegliedert, das Feuerwehrgerätehaus.  Foto: Helmut Will
Das Mehrzweckgebäude in Hafenpreppach soll energetisch saniert werden. Über die, bei der Bürgerversammlung vorgelegte Planung konnte noch keine Einigung erzielt werden. Rechts angegliedert, das Feuerwehrgerätehaus. Foto: Helmut Will

Die energetische Sanierung mit Barrierefreiheit des Mehrzweckgebäudes stand im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Hafenpreppach, zu welcher der örtliche Gemeinderat Helmut Berwind (SPD) die Versammlungsteilnehmer willkommen hieß. Erschienen waren 29 Bürgerinnen und Bürger. Der Architekt Jürgen Bergmann erläuterte die Planung im Detail.

Bei der darauf folgenden Diskussion wurde deutlich, dass sich die Hafenpreppacher den Umbau wohl anders vorgestellt hatten. So sagte Gemeinderätin Heidi Müller Gärtner (JCU): "Über die Planung hätte man viel früher sprechen sollen, um eventuell Ideen aus der Bevölkerung mit einfließen zu lassen." Dieter Hepp (CSU), Gemeinderat aus Maroldsweisach legte nach: "Wenn die Sanierung so ausgeführt wird, haben wir keine glücklichen Hafenpreppacher." Den Bürgern ist die geplante Küche zu klein, das Herren-WC zu groß, der Ausschank zu eng. Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) und Architekt Bergmann machten klar, dass der Zuschuss der Regierung verfallen würde, wenn das Gebäude nicht bis Ende des Jahres 2019 barrierefrei gebaut sein sollte. Gemeinderätin Heidi Müller-Gärtner meinte daraufhin, dass Mehrzweckgebäude erst barrierefrei zu machen und zwei oder drei Jahre später die weiteren Umbauten vorzunehmen. "Allerdings sollte die Planung in einem stattfinden", sagte sie.

Wolfram Thein schlug vor, am 14. November nochmals mit der Bevölkerung über das Mehrzweckgebäude zu sprechen um dann am 20. November die Vorschläge dem Architekten zu unterbreiten, damit die Ideen in die Planung mit einfließen können.

Entwicklungen im Blick

Des Weiteren kam Thein noch auf die Bevölkerungsentwicklung der Marktgemeinde zu sprechen. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, dass die leicht rückläufigen Entwicklung durch das positiv angelaufene Leerstandsmanagement entgegen gewirkt werden könne. Auch ging er auf die finanzielle Situation der Marktgemeinde Maroldsweisach ein. "Wir können eine leicht rückläufige Tendenz feststellen und unsere Prokopfverschuldung liegt unter dem bayernweiten Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden."

Weitere kleine Anligen

Mehrere Beschwerden kamen über die Firma SÜC dacor. Hier verwies der Bürgermeister auf die Verträge, worauf die Gemeinde keinen Einfluss habe. Auch wurden viele Verkehrsanliegen angesprochen. So zum Beispiel, dass die Verbindungsstraße nach Unterelldorf sehr beschädigt wäre. Dazu sagte der Bürgermeister, dass er mit seinem Kollegen Martin Mittag aus Seßlach schon im Gespräch wäre.

Zur Sprache kam auch, dass für Anwesen einzelner Bürger von Hafenpreppach noch keine Straßennamen vorhanden wären. Postboten oder Rettungsdienste hätten deshalb Probleme die betreffenden Personen zu finden.

Es kam der Hinweis, dass die Wasserwerte der Heilgersdorfer Gruppe im Zeilberg-Echo veröffentlicht werden sollten. Im Auge behalten werden müsse die große Linde am Spielplatz, da dort ständig Äste herunter brechen würden. Der Hochwasserbehälter sollte erneuert werden, da er unten durchgerostet wäre.

Erneut wurde beantragt, in der Coburger Straße in Hafenpreppach eine Tempo-30-Zone zu errichten. Hier fehle es jedoch an den rechtlichen Voraussetzungen, sagte Thein. Der Weg von Hafenpreppach nach Altenstein, es ist ein landwirtschaftlicher Weg, sollte auch für Mofas zugelassen werden. An der Straße zum Friedhof sollte ein Wegweiser angebracht werden. Geprüft soll auch werden, die 70 km/h-Beschränkung auf der Bundesstraße im Bereich Hafenpreppach zu versetzen. Auch die Linienbusverbindung nach Seßlach soll wieder eingeführt werden. Herr Schnabel erklärte dazu, dass es Rufbusse gibt. Die Pläne und Informationen darüber hängen im Bushäuschen.

Des Weiteren wurde angesprochen, dass über den Felsenkellern sollten Bäume gefällt werden müssen, sonst würden die Keller einfallen. Dazu sagte der Bürgermeister, dass einzelne Bäume gefällt werden. Der Standort der Altkleidercontainer sollte gewechselt und anschließend im Zeilberg-Echo veröffentlicht werden. Das hatte Gemeinderat Helmut Berwind schon in einer Gemeinderatssitzung angeregt. Ebenfalls sprach er an, dass der Schaustellerbetrieb habe an der Kirchweih gefehlt hat. Darum müsse man sich im Ort selbst kümmern, erwiderte Thein.

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