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Ebern
Altstadtfest

Jubel und Trubel, aber kaum Ärger

Auch am zweiten Veranstaltungstag zeigte sich Eberns Polizei mit dem Festverlauf zufrieden. Nach Massenansturm am Samstag ging es am Sonntag entspannt zu.
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Songs, bekannt, aber keine Hitparaden-Renner, präsentierte die "80's Back Band" perfekt.
Songs, bekannt, aber keine Hitparaden-Renner, präsentierte die "80's Back Band" perfekt.
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Es ist einer der Vorzüge beim Altstadtfest: die Vielfalt. Zwischen zwei Bühnen, zwei Pole und zwei Extremen bewegten sich die Besucher und Meinungen am Sonntagabend. "Die spielen uns die Leute davon", meinte einer über die "80's Back Band", während andere ob der Musik des Sextetts in ekstatische Verzückung gerieten.

In der Tat tobten bei der Partyband "würzbuam" am Marktplatz viel mehr Leute auf den Tischen herum. Dort wurde leichte Kost geboten, die schnell in die Ohren und die Beine geht. Kein Mainstream oder Ohrwürmer dagegen bei der "80's Back Band". Wer spielt denn schon Ultravox oder U2? Und dann noch in dieser Qualität. Perfekte, mehrstimmige Gesangssätze, tolle Soli, perfekter Sound.

Die Musiker, die in dieser Formation nur selten gemeinsam auftreten, scheinen bei der Stückeauswahl persönlichen Präferenzen zu folgen.

Eine "Selbstbefriedigung," die auch vielen Zuhörern Spaß machte. Um auf solche Songs zu stoßen, muss so mancher Musikliebhaber schon tief im Plattenschrank kramen. Die Wiederhörens-Freude war um so größer, erkannt wurden sie alle sofort.


Polizei verzeichnet drei Einsätze

Noch zufriedener als mit Samstag war auch die Eberner Polizei mit dem Verlauf der zweiten Nacht des Eberner Altstadtfestes. Wohl aufgrund der etwas kühleren Temperaturen, so eine Mutmaßung der Beamten, waren schätzungsweise 4000 Besucher dem Ruf der Veranstalter gefolgt und verbrachten vergnügliche Stunden in der Innenstadt.

Lediglich drei Einsätze wurden bei der Polizei registriert:

20.35 Uhr: Von Security-Kräften der Eingangskontrolle zur Beachparty wurde ein stark betrunkener Mann gemeldet, der nach einem ausgesprochenen Einlassverbot zunehmend aggressiver und ausfallender wurde.
Unter anderem sei von ihm der sogenannte Hitlergruß gezeigt worden. Da sich der Mann auch nach Eintreffen der Polizei uneinsichtig zeigte, wurde er in Gewahrsam genommen und musste seinen Rausch, er hatte 3,24 Promille intus, in einer Haftzelle ausschlafen. Zudem wird eine Anzeige wegen "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" gegen ihn bei der Staatsanwaltschaft vorgelegt.

21.25 Uhr: Der Polizei wurde mitgeteilt, dass in der Rittergasse ein Jugendlicher Mädchen Tütchen mit Tabak anbiete. Da der Verdacht auf Rauschgift zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließen war, wurde nach dem "Verdächtigen" gefahndet und in der Rückertgasse angetroffen. Bei der Überprüfung wurde zwar kein Rauschgift aufgefunden, dafür aber eine Alkoholfahne festgestellt.
Der 14-jährige Bub aus Ebern wurde zur Dienststelle gebracht und seiner "sichtlich erfreuten Mutter", so die Polizei, übergeben.
Seinen Alkoholpegel von 0,56 Promille sollte er dann daheim ausschlafen. Die mitgeführten Zigaretten wurden einbehalten. Das Jugendamt Haßberge wird von dem Vorfall einen Bericht erhalten.

1.30 Uhr: Offensichtlich nicht begeistert war eine 27-jährige Frau, dass ihr Freund nach anfänglich scherzhaften, verbalen sexuellen Anspielungen tatsächlich von einer 34-jährigen Frau aus Ebern "angemacht" wurde. Die Reaktion war, das die vermeintliche Nebenbuhlerin beleidigt wurde und einige Schläge auf Wange und Schulter bekam.