Gereuth
Bürgerversammlung

In Gereuth wird weiter gebaut

Bürgermeister Helmut Dietz sprach viele Themen im Untermerzbacher Gemeindeteil an. Fazit: Es läuft.
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An dieser Stelle entsteht die neue Aussegnungshalle am Friedhof Gereuth, dem Gelände angepasst, wie Bürgermeister Dietz mit einem geänderten Plan bei der Bürgerversammlung  erklärte. Helmut Will
An dieser Stelle entsteht die neue Aussegnungshalle am Friedhof Gereuth, dem Gelände angepasst, wie Bürgermeister Dietz mit einem geänderten Plan bei der Bürgerversammlung erklärte. Helmut Will

Die erste von vier Bürgerversammlungen der Gemeinde Untermerzbach fand am Dienstagabend in Gereuth statt, auch für den Ortsteil Buch. Die Veranstaltung war gut besucht.

Ein Thema, das schnell behandelt war, war das Leichenhaus, welches nach langen Jahren nun in Planung ist. Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) stellte einen neuen Plan vor. Einwände hatten die Bürger nicht, da sie diese Änderung selber vorgeschlagen hatten und die neue Aussegnungshalle dem Gelände angepasst wird.

Auf das neue Bebauungsgebiet in Gereuth eingehend, sagte der Bürgermeister, dass nun sieben neue Bauplätze oberhalb des Feuerwehrgerätehauses entstehen können. "Das Aufstellungsverfahren läuft, es hat etwas länger gedauert, da seitens der Naturschutzbehörde die Auflagen sehr hoch sind", so Dietz.

Auf die Frage von Rolf Ospel aus Buch hinsichtlich eines zweigeschossigen Hauses in Buch, welches nach seinen Worten "wie ein Fremdkörper" wirkt, sagte der Bürgermeister, dass hier eine Befreiung erteilt wurde. Das Gemeindeoberhaupt räumte ein, dass es manchmal eine Gratwanderung sei, solche Befreiungen zu erteilen. Hier müsse man sich aber mitunter dem Zeitgeist anpassen, wenn man möchte, dass sich junge Menschen ansiedeln. Lehne man deren Wünsche von vorneherein ab, so ließen sie sich eventuell woanders nieder. "Wir sind bemüht, junge Menschen zu halten beziehungsweise zu bewegen, bei uns im Gemeindegebiet zu bauen", sagte Dietz.

Erneuert werde die Kreisstraße Lichtenstein-Buch wohl im Jahr 2021, teilte der Bürgermeister mit. Die Maßnahme soll sich in Buch nicht nur bis zum Ortsschild, sondern bis an die Abzweigung nach Wüstenwelsberg erstrecken und am Ortseingang mit einer Bauweise versehen werden, die die Geschwindigkeit reduziert.

Der Friedhof komme an seine Kapazitätsgrenzen, sagte eine Bürgerin, und man sollte überlegen, wie er erweitert werden könnte. Da sei an Flächen für Urnenbestattungen gedacht, die nicht so viel Platz bräuchten, sagte Dietz. Weiter wurde angesprochen, dass verschiedene Straßen Schäden aufweisen, die zu beheben sind. Der Bürgermeister nahm die Anregungen mit.

Dietz berichtete über die Arbeit des Gemeinderates und verschiedene Projekte im Gemeindegebiet. Hinsichtlich des Wasserverbrauchs sagte er, dass im Gemeindebereich 87 020 Kubikmeter verbraucht wurden. "Die Wasserverluste sind bei uns aber noch zu hoch, und wir müssen sehen, woran das liegt." Für Gereuth wurden vom Wasserzweckverband Pfarrweisach 4449 Kubikmeter zugekauft.

Der Ausbau für ein schnelles Internet schreite voran, und bald würden alle Weiler und abgelegene Gehöfte einen Anschluss bekommen, beschrieb Dietz. Kernwege, die Ortschaften miteinander verbinden, seien vorgesehen. "Wir haben zwei entsprechende Straßen angemeldet", so Dietz. Weiter berichtete er, dass für den Kindergarten Memmelsdorf für 100 000 Euro mobile Containeranlagen beschafft würden, um alle Kinder unterbringen zu können. Eine Nutzung der Container wäre auch nach einer späteren Sanierung des Kindergartens noch möglich. Für die Grundschule Untermerzbach gebe es bis auf Weiteres Bestandsschutz aufgrund hoher Geburtenzahlen.

Die Feuerwehren im Gemeindebereich seien gut ausgestattet, sowohl personell als auch technisch, sagte der Bürgermeister. So wurden sechs neue Tragkraftspritzen beschafft, ein Neufahrzeug für die Feuerwehren in Gleusdorf und Recheldorf.

Den Einwohnerstand bezifferte Dietz auf 1701 Personen. Geburten habe es im Jahr 2017 genau 22 gegeben; 15 waren es im Jahr 2018. Trotz der Bemühungen der Gemeinde um die Innenentwicklung der Orte "bedarf es Neubaugebieten, wie in Untermerzbach oder auch in Gereuth", sagte der Bürgermeister und zeigte entsprechende Pläne dazu.

Auch die Sanierung der Synagoge in Gleusdorf schreite voran, so Dietz. Sie soll noch in diesem Jahr ihren Abschluss finden.

Den Schuldenstand der Gemeinde bezifferte Dietz aktuell auf 747 504 Euro. Er sagte, dass es ein Jahr später 659 504 Euro sein werden. Die Prokopfverschuldung belaufe sich auf 388 Euro (Landesdurchschnitt 793 Euro).

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