Knetzgau

Im Schlosspark Oberschwappach müssen 19 Bäume gefällt werden

Die trockenen Sommer haben auch im Oberschwappacher Schlosspark Spuren hinterlassen. Ein Gutachten hat jetzt ergeben, dass nur 25 der 87 Bäume gesund sind.
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Der Oberschwappacher Schlosspark hat mit seinem alten Baumbestand schon Fotografen zu besonderen Impressionen beflüelt. Mit diesem Bild gewann Roland Oberreuter aus Unterschwappach Sieger des Sonderthemas beim Mainfränkischen Fotofestival 2015. Jetzt wurde der Baumbestand untersucht - mit ernüchternden Ergebnissen.  Foto: Roland Oberreuter
Der Oberschwappacher Schlosspark hat mit seinem alten Baumbestand schon Fotografen zu besonderen Impressionen beflüelt. Mit diesem Bild gewann Roland Oberreuter aus Unterschwappach Sieger des Sonderthemas beim Mainfränkischen Fotofestival 2015. Jetzt wurde der Baumbestand untersucht - mit ernüchternden Ergebnissen. Foto: Roland Oberreuter

Das Schloss in Oberschwappach ist bekannt für seinen einladenden Park mit vielen alten Bäumen. Besonders im Sommer wird er gerne für Spaziergänge genutzt. Doch ein Baumgutachten, erstellt im Dezember 2019, gab in der jüngsten Gemeinderatssitzung Anlass zur Sorge.

Die Bestandsaufnahme ergab, dass von den 87 begutachteten Bäumen im Schlosspark nicht weniger als 19 gefällt werden müssen. Bei 43 Bäumen empfiehlt das Gutachten einen Kronenrückschnitt und eine Totholzentfernung. Bei vier Bäume muss die Krone gesichert werden. Lediglich 25 Exemplare sind in einem so guten Zustand, dass keinerlei Maßnahmen nötig sind.

Pilzbefall und Wipfeldürre

Die Baumfällungen können laut Zweitem Bürgermeister Bernhard Jilke, der die Sitzung am Montag leitete, von Mitarbeitern des Bauhofs durchgeführt werden. Die anderen Arbeiten soll eine Fachfirma durchführen.

Als Grund für den schlechten Zustand der Bäume nennt das Gutachten Pilzbefall und Wipfeldürre, verursacht vor allem durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre. Jilke betonte, dass die großen, schönen Bäume nicht betroffen seien, sondern eher die kleineren Exemplare am Rand des Parks. Es sei zwar "jammerschade" um die Bäume, die gefällt werden müssten, "die Gemeinde trägt jedoch die Verantwortung und muss sich vor Regressforderungen schützen", sagte er.

Der Bauausschuss werde den Park noch begutachten. Die Fällungen würden sich auf das notwendige Maß beschränken, versprach er.

Zur geplanten Skateranlage im Industriegebiet in der Nähe der Firma Maincor berichtete Jilke, dass Behörden und Bürger dazu Stellung nehmen konnten. Von Bürgern seien bislang keine Einwände gekommen. Das Landratsamt sah keine Probleme in Bezug auf den Emissionsschutz. Gegebenenfalls müsste Lärmbeeinträchtigung beispielsweise durch zu laute Musik geregelt werden. Eine Ausgleichsfläche in der Größe von 1300 Quadratmetern werde vom Ökokonto abgezogen.

Wurzeln gefährden Gasleitungen

Probleme mit Bäumen gibt es nicht nur in Oberschwappach, sondern auch in Knetzgau selbst. Laut der Firma Bayernwerk befinden sich insgesamt 15 Bäume auf oder in der Nähe von Gasleitungen. Da die Wurzeln die Leitungen schädigen können, müssen die Bäume bis Ende des Jahres gefällt werden. An ihre Stelle sollen Büsche, Grünflächen, Pflanzkübel oder Parkplätze treten. Dies soll in einer der nächsten Sitzungen beschlossen werden.

Grabeinfassungen aus Metall würden von einigen Bürgern gewünscht und hätten sich bereits im Ortsteil Oberschwappach bewährt, sprach Jilke ein weiteres Problem an. In Zukunft sollten sie auch auf den Friedhöfen in den restlichen Ortsteilen eingesetzt werden können. Um ein einheitliches Bild zu gewährleisten, würden die Metalleinfassungen von der Gemeinde beschafft und Interessenten zum Kauf angeboten. Der Gemeinderat entschied sich für Einfassungen aus abgekantetem Edelstahlblech für 272 Euro netto.

Neue Schilder

Die Beschilderung an den Bushaltestellen wird an den VGN-Standard angepasst. Da die neuen Schilder größer sind, ist es nötig, neue Fundamente in der Größe von 50 auf 50 Zentimeter anzufertigen. Daher kann es sein, dass die Schilder an anderer Stelle aufgestellt werden, sagte Jilke. Der Gemeinde Knetzgau entstünden hierdurch keine Kosten.

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