Tretzendorf
Gestaltung

Hummelmarter wird aufgewertet

Der Gemeinderat Oberaurach billigte die Planung für das Kirchenumfeld in dem Ort. Die Frage des Wassers für den vorgesehenen Brunnen spielte eine Rolle.
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Das Kirchenumfeld in Hummelmarter sieht momentan nicht sehr einladend aus. Deshalb gab der Gemeinderat Oberaurach am Donnerstag grünes Licht für eine Neugestaltung. Christian Licha
Das Kirchenumfeld in Hummelmarter sieht momentan nicht sehr einladend aus. Deshalb gab der Gemeinderat Oberaurach am Donnerstag grünes Licht für eine Neugestaltung. Christian Licha

Nach einer extrem langen Planungszeit von neun Jahren freute sich Bürgermeister Thomas Sechser (CSU), dass der Gemeinderat Oberaurach in seiner Sitzung am Donnerstagabend nun einstimmig grünes Licht für eine Umgestaltung des Kirchenumfeldes im Gemeindeteil Hummelmarter gegeben hat.

Gerhard Schwarzer vom ausführenden Ingenieurbüro Alka aus Haßfurt stellte dem Gremium seinen Entwurf vor und erläuterte alle Einzelheiten. Das Feuerwehrgerätehaus wird abgerissen und an anderer Stelle im Dorf neu gebaut. Ebenso verschwindet das Wartehäuschen, und der Standort des Denkmals wird versetzt. Auf der Löschwasserzisterne, die sich unter dem jetzigen Feuerwehrhaus befindet, wird eine Rasenfläche angelegt, die von einem Geländer und einer Hecke umgeben ist. Der Zugang zu der Grünfläche erfolgt über eine sechsstufige Treppe. An das bestehende Gebäude auf der Westseite kommen Rankgitter, an denen dann die italienische Weinrebe und Pfeifenwinde wachsen können. Ganz vorne auf dieser Seite wird zukünftig das Denkmal stehen, welches von Strauchrosen umgeben sein wird. Vor der Rasenfläche in Richtung Straße wird ein Pflaumendornbaum gepflanzt und auch eine Baumhülse wird für das Aufstellen des Weihnachtsbaumes im Boden verankert. Eine Sitzbank und ein handbetriebener Pumpbrunnen aus Naturstein runden das Bild ab.

Ursprünglich war in der Planung des Diplom-Ingenieurs angedacht, dass der Brunnen aus einem 750 Liter fassenden Vorratsbehälter unter der Erde gespeist wird, der jedoch immer manuell durch die Gemeindearbeiter hätte aufgefüllt werden müssen. Gemeinderätin Christine Stark fand dieses Vorgehen unsinnig und empfahl, das Regenwasser vom Kirchendach in den Behälter einzuleiten. Dem schloss sich die Dritte Bürgermeisterin Sabine Weinbeer an, die auf dem Standpunkt stand, entweder das Oberflächenwasser zu verwenden oder gar keinen Brunnen zu bauen. Da es technisch möglich sei, den Wunsch der Wasserzuleitung zu berücksichtigen, wurde das Ingenieurbüro vom Gemeinderat beauftragt, dies zu berücksichtigen.

Zweiter Bürgermeister Hans Albert stellte fest, dass der geplante Brunnen das gleiche Aussehen habe wie der vorhandene in Neuschleichach. Mit zwei optisch identischen Anlagen in der Gemeinde konnte sich der Gemeinderat nicht anfreunden, so dass der Auftrag erteilt wurde, den Entwurf einer anderen Bauweise dem Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen vorzulegen.

Die geschätzten Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf 146 000 Euro. Bürgermeister Sechser rechnet mit einem Zuschuss vom Amt für ländliche Entwicklung in Höhe von ungefähr 50 bis 60 Prozent.

Neben einigen Bauanträgen und Bauvoranfragen, die behandelt wurden und ebenfalls einmütig die Zustimmung des Gemeinderats fanden, wurde eine neue Verordnung über das freie Umherlaufen von Kampfhunden und großen Hunden in der Gemeinde Oberaurach erlassen. Dies wurde notwendig, weil solche mit Strafen bewehrte Verordnungen nur eine Gültigkeit von maximal 20 Jahren haben und die letzte Verordnung im Jahre 1998 in Kraft getreten war. Grundsätzlich müssen Kampfhunde und große Hunde mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern innerhalb der geschlossenen Ortslage aller Gemeindeteile und auf allen Geh- und Radwegen angeleint werden. In Absprache mit dem Sachgebiet für öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landratsamtes Haßberge beinhaltet die neue Verordnung auch einen Lageplan, die den räumlichen Geltungsbereich aufzeigt. Diese detaillierte Darstellung führt im Falle eines Bußgeldbescheides dazu, dass dieser weniger leicht angreifbar ist.

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